Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

Mittwoch, 23. April 2025

Charles Eisenstein


In eigener Sache: Publikation von "Eine Handvoll Staub und Knochensplitter" https://substack.com/home/post/p-139130404

Der Text erörtert anhand George Orwells Klassiker “1984” philosophische Grundsatzthemen wie: das Böse, die Macht, Wahrheit und Vernunft.

„Wir machen dich zu einem von uns“.

1 Der Ursprung des Bösen https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-handvoll-staub-und-knochensplitter 

Im Krieg gegen die Natur, im Krieg gegen das Selbst und im Krieg aller gegen alle, wie Steiner es nannte, beginnen wir, der Erschöpfung zu erliegen. Die Frage, die sich uns angesichts dessen stellt, ist: Wie erschaffen wir die schönere Welt, von der unser Herz sagt, dass sie möglich ist? Wie können wir im Angesicht einer monströsen Maschine ihr Gegenteil erschaffen, wenn doch der Kampf gegen sie nur noch mehr Kämpfe in die Welt bringt? Wir sind des Kämpfens müde. Nach fünftausend Jahren Kreuzzug im Namen des Guten ist alles um uns herum ruiniert, billig und hässlich; aufgeblähter Überfluss neben schreiendem Elend, aussterbende Sprachen, aussterbende Kulturen, sterbende Wälder, sterbende Meere, schrumpfende Insekten-, Fisch- und Amphibienbestände, radioaktiver Müll, PCB in allen lebenden Zellen, Betonkrusten, die sich über die weiche Erde ausbreiten. Kein normaler Mensch wünscht sich so eine Welt. Darum nennen wir das, was geschieht, anormal, unbegreiflich, abscheulich, und suchen nach der endgültigen Erklärung für alles, was verkehrt ist: das Böse.

2 Die Beschaffenheit der Macht https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-handvoll-staub-und-knochensplitter-fad

O`Brien liefert in den berühmten Ausführungen, die kurz darauf folgen, eine außerordentlich klare Darstellung des Bösen:

„Fortschritt in unserer Welt wird ein Fortschritt hin zu mehr Schmerzen sein…. Wir haben die Bande zwischen Menschen und Mensch, zwischen Kind und Eltern, zwischen Mann und Frau durchtrennt…. Es wird nur noch die Loyalität gegenüber der Partei geben und sonst keine. Es wird nur noch die Liebe gegenüber dem Großen Bruder geben. Es wird nur noch das Lachen des Triumphs über einen besiegten Feind geben und sonst keines. Es wird keine Kunst, keine Literatur, keine Wissenschaft geben. Es wird keinen Unterschied zwischen schön und hässlich geben. Es wird keine Neugier, keinen Lebensgenuss geben. Ich sehe, Sie beginnen zu begreifen, wie diese Welt aussehen wird. Aber schließlich werden Sie sie mehr als nur begreifen. Sie werden sie akzeptieren, willkommen heißen, ein Teil von ihr werden.“

3 Die revolutionäre Bruderschaft https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-handvoll-staub-und-knochensplitter-9f8

Unsere Gaben werden abgelehnt, unsere Träume lächerlich gemacht, unsere Arbeit wird als wertlos und albern und unser Leben als eine Aneinanderreihung naiver und nutzloser Fehltritte angesehen. Die Welt hält uns für unfähig, verrückt oder unverantwortlich, weil wir uns weigern, uns an ein Programm zu halten, von dem wir instinktiv wissen, dass es falsch ist.

Dahinter steckt folgende Logik: „Wenn du recht hast und der Rest der Welt unrecht, warum befindest du dich dann in einem so erbärmlichen Zustand?“ Der Erfolg gibt dem Sieger recht. Was geschieht, wenn du dich gegen das Programm auflehnest? Du bist arm, wirst vergessen, missachtet und beleidigt. Und wenn du mitmachst? Sieh dir einen erfolgreichen Menschen an, sein komfortables Haus, sein üppiges Bankkonto, sein Boot, sein Ferienhaus am Strand, sein gesellschaftliches Ansehen, seine Abschlüsse, seine sozialen Kontakte, seine Auszeichnungen. Wer hat recht und wer unrecht? Auf einer tiefen biologischen Ebene ist diese Logik ziemlich überzeugend. Orwell wusste, wovon er sprach. Er wusste, was Erniedrigung und Folter mit dem menschlichen Geist machen können und wie man einen unschuldigen Menschen dazu bringen kann, beschämt um Gnade zu winseln und sich selbst für schuldig zu halten. Dieselbe Wirkung hat die Ungerechtigkeit, die uns vonseiten des Systems widerfährt, dem anzugehören wir uns weigern. Zweifel kommt in uns auf: „Irgendetwas stimmt nicht mit mir. Wer bin ich, zu glauben, dass ich recht habe, und dass sie, die gut frisierten, angesehenen, intelligenten, mächtigen und erfolgreichen Menschen sich irren?“

4 Die falsche Revolution https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-handvoll-staub-und-knochensplitter-106

Woran können wir also erkennen, welche Seite die Oberhand hat? Wenn eine Organisation von dir verlangt, dich vorübergehend versklaven zu lassen, um der Welt die Freiheit zu schenken; wenn sie von dir verlangt zu lügen, um eine Welt der Wahrheit zu erschaffen; wenn sie dich Krieg führen lässt, um Frieden zu schaffen, oder dir sagt, du müssest im Namen der Liebe hassen, dann weißt du, dass sie nicht zur wahren Bruderschaft gehört. Wenn du dich darauf einrichten musst, etwas zu tun, das du eigentlich nicht tun willst, dann bist du nicht in der Bruderschaft. Denn Sklaverei im Namen der Freiheit, Lüge im Namen der Wahrheit, Krieg im Namen des Friedens, Hass im Namen der Liebe – all das sind Merkmale, an denen du erkennst, dass hier die „Partei“ herrscht. Ja, es sind sogar ihre zentralen Wahlsprüche. In ihrer Essenz unterscheiden sie sich nicht von all den Rationalisierungen, die die Räder der weltverschlingenden Maschinerie schmieren. Man findet immer einen Grund, eine Rechtfertigung für die Trockenlegung dieses Feuchtgebietes, die Rodung jenes Waldes, oder dafür, dass diese Bombe abgeworfen werden muss. Wir handeln gegen unser Herz und verraten unsere Integrität, um das zu tun, was – so reden wir uns ein – praktisch und notwendig ist, und dann versuchen wir unser Tun mit dem Verstand zu rechtfertigen.

5 Doppeldenk und die Abschaffung der Wahrheit https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-handvoll-staub-und-knochensplitter-78d

Verloren in einer sich selbst verstärkenden Welt von Zahlen, Symbolen und Glaubenssätzen nehmen wir das Leid, das unsere Entscheidungen verursachen, nicht einmal wahr. So groß ist die Macht dieser falschen Realität, dass wir, selbst wenn wir das Leid schließlich doch sehen, das Böse einfach als gut darstellen – wenn die Aufrechterhaltung des Narrativs dies erfordert.

6 Liebe und Vernunft https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-handvoll-staub-und-knochensplitter-42c

Es reiche nicht aus, dem Großen Bruder zu gehorchen. Es reiche nicht aus, sich in jeder äußeren Erscheinungsform anzupassen. Man müsse den Großen Bruder lieben.

In diesem Essay habe ich dargelegt, warum die Überzeugung, dass man für das Allgemeinwohl handelt, einen noch lange nicht zum Mitglied der Bruderschaft macht. Diese Überzeugung spricht sogar gegen eine Mitgliedschaft. Nach diesem Kriterium wären auch Heinrich Himmler, Joe McCarthy und fast jeder Tyrann, der je gelebt hat, in der Bruderschaft gewesen, und ebenso wären es der Spitzel aus der Nachbarschaft, der Stasi-Informant und der stellvertretende Rektor deiner Schule. Du kannst jetzt gleich mal deinen CO2-Fußabdruck berechnen. Dann multiplizierst du ihn mit deinem Wahlverhalten und zählst die Gründe hinzu, warum dein Job die Welt zu einem besseren Ort macht — oder zumindest nicht allzu viel Schaden in ihr anrichtet. Deine Verstöße gegen das Allgemeinwohl relativierst du mit dem Gedanken, dass man ja schließlich irgendwie seinen Lebensunterhalt bestreiten muss. Als Ergebnis erhältst du deinen Punktestand, der dir sagt, in welchem Maße du ein guter Mensch bist. Mit solchen Rationalisierungen und mithilfe von Doppeldenk kann jede Handlung gerechtfertigt werden. Und da Doppeldenk seine eigenen Spuren verwischt, ist es schwer zu sagen, in welchem Maße jeder von uns es anwendet.

Wie können wir also sicherstellen, dass wir der Bruder- oder Schwesternschaft einer wahren Revolution angehören, in der nicht nur Rollen und Feinde ausgetauscht wurden? Der Roman 1984 beantwortet diese Frage mit seiner Kernaussage darüber, was Verrat bedeutet.

Die vielleicht schmerzhafteste Szene des Buches spielt sich nach Winstons Entlassung aus dem Liebesministerium ab, als Julia und Winston sich auf der Straße begegnen. Jeder hat den anderen unter Folter verraten. Orwell inszeniert diese Szene meisterhaft:

Eigentlich waren sie sich nur zufällig begegnet. Es war im Park, an einem scheußlichen, schneidend kalten Märztag, als die Erde wie aus Eisen wirkte, alles Gras abgestorben und es nirgends eine Knospe zu geben schien, außer ein paar Krokussen, die sich hochgekämpft hatten, um vom Wind zerpflückt zu werden.

Das verheißt nichts Gutes. Der Dialog ist nicht weniger trostlos:

„Ich habe dich verraten”, sagte sie karg.
„Ich habe dich verraten”, sagte er.
Sie blickte ihn erneut voller Abscheu an.
„Manchmal", sagte sie, „da drohen sie einem mit etwas - etwas, dem man sich nicht stellen kann, an das man nicht einmal denken kann. Und dann sagt man: "Macht das nicht mit mir, macht es mit jemand anders, macht es mit Soundso." Und dann kann man hinterher vielleicht so tun, als sei es nur ein Trick gewesen und man habe es nur gesagt, damit sie aufhören, man habe es nicht ernst gemeint. Aber das stimmt nicht. In dem Augenblick meint man es ernst. Man sieht keinen anderen Ausweg, um sich zu retten und ist durchaus bereit, sich auf diese Weise zu retten. Man will, dass es der andere durchmacht. Es ist einem scheißegal, wie die anderen leiden müssen. Man denkt bloß an sich selbst.”
„Man denkt bloß an sich selbst”, wiederholte Winston.
„Und danach empfindet man für die andere Person nicht mehr dasselbe.”
„Nein”, sagte er, „man empfindet nicht mehr dasselbe.”

"Macht es mit ihr, nicht mit mir", schrie Winston. Es wird also behauptet, dass wir im Angesicht der schrecklichsten Sache der Welt immer das verraten werden, was wir am meisten lieben, dass die Angst größer ist als die Liebe, dass wir nur hilflose, von unwiderstehlichen biologischen Kräften gesteuerte Marionetten sind. 

Orwell ruft uns hier jedoch eine Entscheidung ins Bewusstsein, vor der wir immer stehen, wenn die Stimme des Herzens auf die Angst trifft: „Was ist mit mir? Was wird mit mir geschehen?"

Wenn die Angst tatsächlich mächtiger ist als die Liebe, dann wird die Welt aus „1984“ zur Gewissheit. Wenn uns unser persönlicher Komfort, unsere Sicherheit oder unser Überleben stets wichtiger sind als das zu tun, was wir tief in unserem Herzen als richtig empfinden, dann gibt es keine Hoffnung für unsere Welt.

Orwell beschreibt, was mit uns geschieht, wenn wir dem Programm der Partei erliegen, das uns „zu einem von ihnen“ machen soll:

Sie werden Dinge erleben, von denen Sie sich in tausend Jahren nicht erholen könnten. Sie werden nie mehr normaler menschlicher Empfindungen fähig sein. Alles in Ihnen wird tot sein. Sie werden nie mehr Liebe, Freundschaft, Lebensfreude, Lachen, Neugier, Mut oder Integrität kennen. Sie werden hohl sein. Wir werden Sie ausquetschen und dann mit unserem Denken füllen.

 Es ist tatsächlich so, wie Orwell es beschreibt: „Alles in Ihnen wird tot sein.“ Wenn man sein Herz verrät, verursacht das eine innere Trennung, eine Spaltung des Selbst; und das Böse, das erfunden wurde, um uns zu bedrohen, wird zur Realität.

„Sie werden nie mehr Liebe, Freundschaft, Lebensfreude, Lachen, Neugier, Mut oder Integrität kennen.“ Ein solcher Zustand ist für die Aufrechterhaltung der Macht unentbehrlich. Der Faschismus speist sich aus einer gespaltenen Bevölkerung, deren Mitglieder sich gegenseitig misstrauen und bereit sind, sich zu bespitzeln, zu verraten und vor allem: tatenlos zuzusehen, wenn eine Person oder Gruppe verfolgt wird, denn es geschieht ja schließlich nicht einem selbst. Ich werde Martin Niemöllers berühmtes Gedicht zu diesem Thema zitieren, auch wenn es fast zu einem Klischee geworden ist, weil es mehr als nur ein ethisches Prinzip illustriert:

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Juden einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

Wenn Menschen tatenlos zusehen, wie ihre Mitmenschen von der Polizei in Lager abtransportiert werden, liegt das nicht nur an ihrer Angst oder Blindheit. Es liegt an der Abwesenheit von Empathie, Freundschaft und Mut – von eben all den Dingen, die dem Parteimitglied genommen wurden.

Jedes Mal, wenn wir einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen als Untermenschen
kategorisieren, werden wir fähig, tatenlos zuzusehen, wenn diese zum Schweigen gebracht, verfolgt, unterdrückt oder abgeschlachtet werden. Die Liebe verwelkt und an ihrer Stelle sprießt eine falsche Liebe – die Liebe zu einer Idee, einer Symbolfigur, dem geliebten Führer, der Partei.

Orwell hat diesen Prozess zu einem einzigen verhängnisvollen Verrat verdichtet, doch im wahren Leben entwickelt sich dieser Prozess nach und nach. Jedes Mal, wenn wir unser Herz verraten, stirbt etwas in uns ein wenig mehr. Jedes Mal, wenn wir uns gegen die Liebe entscheiden, öffnen wir einer anderen Macht die Tür. 


...Ein #wahrerFreund hätte am 8. Oktober gesagt: „Du hast die einmalige Gelegenheit, den Teufelskreis des Hasses zu durchbrechen. Wenn du deine Einsätze über Gaza fliegst, fülle die Bomber mit Fotos der Opfer und dem Wort ‚#Genug!’ Und dann lege der #Welt deinen Vorschlag für #Frieden und #Gerechtigkeit vor. Beginne mit internationalen #Friedenstruppen und #Wahrheits-und-#Versöhnungs-Kommissionen. Sieh dir ehrlich an, wie du zu den Bedingungen beigetragen hast, in denen der Terrorismus gegen dich gedeiht, und verändere sie! Denn wenn du deine Rache ungehindert walten lässt, wirst du diese Bedingungen hundertfach verstärken. Aber wenn du in diesem entscheidenden Augenblick einen Schritt in Richtung machst, während die ganze Welt auf dich blickt, wirst du den Lauf der #Geschichte ändern.“ weiterlesen https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/ein-freund-lasst-nicht-zu-dass-du

Eine hunderttausend Mal erzählte Geschichte https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/eine-hunderttausend-mal-erzahlte

Was ist die nächste Geschichte? https://charleseisensteindeutsch.substack.com/p/was-ist-die-nachste-geschichte


books

Die Renaissance der Menschheit: https://www.kanope.de/ascent.html

Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich https://charleseisenstein.org/books/the-more-beautiful-world-our-hearts-know-is-possible/deu/einfuhrung/

Freitag, 18. April 2025

E. F. Schumacher ~ Small is beautiful ♥ Die Rückkehr zum menschlichen Maß

https://www.wimmer-partner.at/pdf.dateien/small_is_beautiful.pdf

In seiner Erregung über die Ausweitung seiner wissenschaftlichen und technischen Macht hat der moderne Mensch ein Produktionssystem errichtet, das die Natur vergewaltigt, und eine Gesellschaftsform, die den Menschen verstümmelt. 

Immer größere Maschinen, die immer größere Konzentrationen wirtschaftlicher Macht mit sich bringen und immer größere Gewalt gegen die Umwelt ausüben, sind kein Fortschritt, sondern eine Verweigerung der Weisheit. Die Weisheit verlangt eine Neuausrichtung von Wissenschaft und Technik auf das Organische, das Sanfte, das Gewaltlose, das Elegante und Schöne.
~ E. F. Schumacher

Als sie das Ziel endgültig aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sie ihre Anstrengungen.
~ Mark Twain

Mehr, größer, höher, schneller, weiter, …, das ist die vorherrschende Devise. Und: Wir wissen längst nicht mehr, wohin. Doch es fällt uns schwer, einzugestehen, dass wir auf einen Holzweg geraten sind, auf einen verhängnisvollen Weg, der in den Abgrund führt.

Wir verhalten uns wie Sisyphos, und denken immer noch, wir werden das schon schaffen – wenn wir uns nur „richtig“ anstrengen, dann wälzen wir den Stein schon nach oben und dann kommt die große Befreiung. Doch dieses unser Denken ist schlichtweg falsch. Nicht wir rollen den Stein, sondern der Stein ist dabei, uns zu überrollen. 

Und: Ähnlich wie bei Sisyphos, weiß man eigentlich nicht, was wir uns den nun tatsächlich zu Schulden kommen haben lassen. Wo wir uns doch so brav verhalten und so tüchtig angestrengt haben. Doch vielleicht ist es das – wir haben uns zu brav und angepasst verhalten – uns in Abhängigkeiten begeben und zu wenig auf unsere eigenen Impulse und unsere Intuition vertraut. Denn ansonsten hätten wir schon längst bemerkt, dass etwas nicht mehr stimmt in der Welt und dass wir zu Verführten und zu Knechten geworden sind. Zu Knechten eines Systems, das uns weismachen will, dass es schon wieder wird, wir müssen nur weiter brav und tüchtig funktionieren. 

weiterlesen - oben ist der link

Film: E. F. Schumacher: On the Edge of the Forest (1977) https://youtu.be/QjDHQYCbRDw

Mittwoch, 16. April 2025

Weisheit: Die 4 Gesetze der Lakota

1. Die Person, die dir begegnet, ist die richtige. Niemand tritt zufällig in dein Leben. Alle Menschen, die sich mit uns umgeben, die sich mit uns austauschen, bringen uns in unserer jetzigen Situation voran.

2. Das, was passiert, ist das einzige, was passieren konnte. Auch wenn unser Verstand und unser Ego es nicht akzeptieren wollen.

3. Jeder Moment, in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment. Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später. 

4. Was zu Ende ist, ist zu Ende. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer Entwicklung. Deshalb ist es besser, loszulasse und vorwärtszugehen, beschenkt mit dem gemachten Erfahrungen...


Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen ohne Tränen wären.
Lakota Sioux

Sonntag, 13. April 2025

Thich Nhat Hanh ♥ Stille, die aus dem Herzen kommt

S.16 Unser tiefstes Anliegen hat nichts mit den alltäglichen Belangen der materiellen Sicherheit und emotionalen Geborgenheit zu tun. Es liegt in der Frage, was wir mit unserem Leben anfangen wollen. Ich bin hier, aber wozu bin ich hier? Wer bin ich überhaupt? Was möchte ich mit meinem Leben anfangen? Das sind Fragen, für deren Beantwortung wir uns normalerweise keine Zeit nehmen. 

S.22 Ich habe den Eindruck, dass viele Menschen die Stille fürchten.

S.32 Drittes Nahrungsmittel; Wollen, Tatabsicht, tiefstes Streben (primäre Intention. Grundmotivation)

Von außen bekommen wir - durch die Werbung, über Filme und Spiele, durch das Medium der Musik oder auch einfach im Umgang miteinander - ständig vor Augen geführt, was man heute so macht, wie man auszusehen hat, was Erfolg bedeutet und wie man überhaupt sein muss. Es ist eine so stetige Berieselung, dass wir uns kaum noch fragen, was eigentlich unsere wahren Wünsche sind. Wir handeln zwar, aber es fehlen uns der Freiraum und die Stille, in der wir zu gezieltem Handeln finden können. 
Ohne klar Zielvorstellung treiben wir nur so dahin. Es gibt Leute, die ich einmal im Jahr sehe. Wenn ich sie dann frage, was sie im Laufe dieses Jahrs gemacht haben, fällt manchen nicht viel ein. Vielen von uns geht es so, dass die Tage, Wochen und Monate wie im Nebel vorbeiziehen. Das hängt damit zusammen, dass wir häufiger gar nicht wissen, was unsere Absicht, unser Ziel ist. Oft sieht es so aus, als hätten wir nicht weiter im Sinn, als einfach den Tag irgendwie zu überstehen. Aber wenn wir etwas tun  - etwa wenn wir in ein Geschäft gehen, eine Freundin anrufen oder uns auf den Weg zur Arbeit machen -, dann haben wir etwas im Sinn, ob es uns nun bewusst ist oder nicht. 
Wir sind "motiviert", etwas setzt uns in Bewegung. 
Die Zeit vergeht so schnell. Eines Tages schrecken wir vielleicht hoch und stellen fest, dass unser Leben seinem Ende zugeht und wir keine Ahnung haben, was wir eigentlich mit all der Zeit gemacht haben. Vielleicht haben wir ganze Tage mit Ärger, Angst oder Eifersucht vertan. Selten erlauben wir uns einmal zu fragen: Tue ich eigentlich das, was mir wirklich wichtig ist im Leben? Weiß ich überhaupt, was das ist? Das Getümmel in unserem Kopf und ringsum übertönt mühelos die leise innere Stimme. Es gibt immer so viel zu tun, dass wir kaum je den Blick nach innen wenden, um nach unseren tiefsten Wünschen zu schauen. 

Donnerstag, 10. April 2025

Krishnamurti Shibendu Erleuchtung 04.2025

Botschaft 498  Paris,12 November,2023

J. Krishnamurtis Wahrnehmung in Gedichten, wie in Shibendu offenbart.

Höre, oh Freund,
Ich werde dir vom geheimen Duft des Lebens erzählen.
Das Leben hat keine Philosophie,
keine ausgeklügelten Gedankensysteme.
Das Leben hat keine Religion,
Keine Anbetung in tiefen Heiligtümern.
Das Leben hat keinen Gott,
noch die Last eines furchterregenden Geheimnisses.
Das Leben hat keinen Wohnsitz,
noch den schmerzenden Kummer des endgültigen Verfalls.
Das Leben hat keine Freude, keinen Schmerz,
noch die Verderbnis des Strebens nach Liebe.
Das Leben ist weder gut noch böse,
noch die dunkle Strafe der unachtsamen Sünde.
Das Leben spendet keinen Trost,
noch ruht es auf dem Schrein des Vergessens.
Das Leben ist weder Geist noch Materie,
noch gibt es die grausame Trennung von Aktion und Untätigkeit.
Das Leben hat keinen Tod,
noch hat es die Leere der Einsamkeit im Schatten der Zeit.
Frei ist der Mensch, der im Ewigen lebt.
Denn das Leben ist.

Wahrnehmungen aus dem Guru-Prozess:

1) Das Leben ist wie das geheime Fruchtfleisch im Kokosnusswasser. Das Fruchtfleisch ist bereits im Kokosnusswasser vorhanden, aber am Anfang nicht sichtbar. Wenn die Kokosnussfrucht durch die Hitze der Umgebung reift, wird das Fruchtfleisch sichtbar und das Wasser beginnt zu verschwinden. Zu dem Zeitpunkt, an dem kein Wasser mehr im Inneren vorhanden ist, ist die Frucht vollständig und ganz.

In ähnlicher Weise ist das Leben am Anfang nicht wahrnehmbar, weil es zu viele Konditionierungen und „Ich“-sein gibt. Mit der Gnade des Gurus, wenn man Swadhyay und Tapa durchläuft, beginnt man, Einblicke in das ganzheitliche und trennungsfreie Gewahrsein, die Göttlichkeit, das Leben im Inneren zu finden. Wenn das trennende Bewusstsein vollständig verschwindet, bleibt nur noch das Leben, die Göttlichkeit. Das ist das Leben in der "Ist"-heit, trotz der "Ich"-heit aus praktischen Gründen.

2) Durch das Verstehen des "Swadhyay"-Prozesses allein oder durch beides, "Swadhyay" und die Praxis von "Tapa" des Kriya Yoga, wenn man verstanden hat, dass "Ich" eine Illusion und fiktiv ist, dann ist man frei von den Wünschen der Lustbefriedigung und der Angst vor Unsicherheit usw. und befindet sich in seinem natürlichen Zustand von Frieden und Glückseligkeit.

Wenn dies nicht verstanden wird, liegt das an den schweren Konditionierungen der Vergangenheit. Kriya Yoga ist vielleicht die einzige Wissenschaft, die der Menschheit zur Verfügung steht, die Konditionierungen auflöst und einen von seiner Vergangenheit befreit.

Jai J.K. - S.L. - Jüngerschaftsprozess


Botschaft 484 Paris 30.5.2023

Dialog über Erleuchtung mit J. Krishnamurti - Teil 1

In einem Dialog mit J. Krishnamurti machte ein Fragesteller die Beobachtung, dass die meisten Menschen, die zu ihm kommen, ein bestimmtes Ziel haben, nämlich das zu suchen, was sie auf verschiedene Weise Nirvana, Befreiung, Erleuchtung, Selbstverwirklichung, Ewigkeit oder Gott nennen. Auf dieser Suche scheinen sie von einem Lehrsystem zum anderen zu wechseln, und jedes System scheint seine heiligen Bücher, seine Lehrer, seine Moral, seine Philosophie, seine Versprechen und Drohungen zu haben. Sie alle haben ihren eigenen geraden und schmalen Pfad, der den Rest der Welt ausschließt und am Ende den einen oder anderen Himmel verspricht. Im Laufe dieser Suche wechselten sie von einem System zum anderen, und einige gaben schließlich auf, während andere glaubten, es gefunden zu haben, und ihre eigene Anhängerschaft um sich scharten.

Seine Beobachtung war, dass dieses Streben nach Erleuchtung große Verwüstung anrichtete. Er wollte wissen, ob es etwas gebe, das Erleuchtung genannt werde, und wenn ja, was das sei.

J. Krishnamurti antwortete:

"Wenn es sich um eine Flucht aus dem täglichen Leben handelt, wobei das tägliche Leben die außergewöhnliche Bewegung der Beziehung ist, dann ist diese so genannte Verwirklichung, diese so genannte Erleuchtung oder wie immer man sie nennen mag, Illusion und Heuchelei. Alles, was die Liebe und das Verständnis des Lebens und des Handelns leugnet, führt zwangsläufig zu großem Unheil; es verzerrt den Geist, und das Leben wird zu einer schrecklichen Angelegenheit. Wenn wir das also als unumstößlich betrachten, können wir vielleicht herausfinden, ob Erleuchtung - was immer das auch bedeuten mag - im Akt des Lebens selbst gefunden werden kann. Schließlich ist das Leben wichtiger als jede Idee, jedes Ziel oder Prinzip. Nur weil wir nicht wissen, was Leben ist, erfinden wir diese visionären, unrealistischen Konzepte, die uns eine Fluchtmöglichkeit bieten. Die eigentliche Frage lautet: Kann man die Erleuchtung im Leben finden, in den alltäglichen Aktivitäten des Lebens, oder ist sie nur den wenigen vorbehalten, die mit einer außergewöhnlichen Fähigkeit ausgestattet sind, diese Seligkeit zu entdecken? Erleuchtung bedeutet, ein Licht für sich selbst zu sein, aber ein Licht, das nicht selbst projiziert oder eingebildet ist, das nicht eine persönliche Eigenart ist. Das war schließlich schon immer die Lehre der wahren Religion, wenn auch nicht die des organisierten Glaubens und der Angst."

Wahrnehmungen:

Die aufmerksame Beobachtung des eigenen Denkprozesses (Swadhyay) führt dazu, dass man sieht:

1. Dass alle Ideen, Konzepte, eingebildeten Himmel und Höllen aus der Korruption der Instinkte des Lebens, nämlich Überleben und Fortpflanzung, in Angst und Sinnlichkeit entstehen;

2. dass das Leben nicht nach Erleuchtung sucht. Es lebt einfach;

3. Dass das Streben nach Erleuchtung ein Weglaufen vor dem Leben ist;

4. Dass derjenige, der nach Erleuchtung strebt („Ich“, der Geist, das „Individuum“), nur ein Konzept ist, eine Entität, die nicht existiert, ein Mythos.

5. Dass jede Erleuchtung, die geschehen kann oder auch nicht, direkt mit dem Prozess des Lebens verbunden ist - in wahlfreiem Gewahrsein - ohne jegliches Streben nach dem trennenden „Ich“ der Psyche.

Jai Leben


Botschaft 485 Paris 31.5.2023

Dialog über Erleuchtung mit J. Krishnamurti - Teil 2

Der Fragesteller, der in Botschaft 484 erwähnt wurde, hatte weitere Zweifel. (Es ist interessant, dass seine Fragen allesamt gute Fragen waren, die aus seiner Beobachtung dessen, was er sah, und nicht aus geliehenen Konzepten aus zweiter Hand entstanden). Er fragte:

Wenn Sie sagen: "Das ist die Lehre der ‚wahren Religion‘ (nicht) ... schafft das Lager der Fachleute und Spezialisten gegen den Rest der Welt. Meinst du damit, dass die Religion vom Leben getrennt ist?"

J. Krishnamurti antwortete:

"Die Religion ist nicht vom Leben getrennt, im Gegenteil, sie ist das Leben selbst. Es ist diese Trennung zwischen Religion und Leben, die all das Elend hervorgebracht hat, von dem Sie sprechen. Wir kommen also auf die grundlegende Frage zurück, ob es im täglichen Leben möglich ist, in einem Zustand zu leben, den wir im Moment Erleuchtung nennen. Erleuchtung ist ein Zustand der Negation des falschen „Ichs“. Die Verneinung ist die positivste Handlung, nicht die positive Behauptung. Die meisten von uns nehmen so leicht ein positives Dogma, ein positives Glaubensbekenntnis an, weil wir sicher sein wollen, dazugehören wollen, angehängt sein wollen, abhängig sein wollen. Die positive Einstellung trennt und führt zur Dualität. Dann beginnt der Konflikt zwischen dieser Einstellung und anderen. Aber die Verneinung aller Werte, aller Moral, aller Überzeugungen, die keine Grenzen kennt, kann zu nichts im Widerspruch stehen. Eine positive Aussage trennt per definitionem, und Trennung ist Widerstand. Daran sind wir gewöhnt, das ist unsere Konditionierung. Dies alles zu leugnen ist nicht unmoralisch; im Gegenteil, jede Trennung und jeden Widerstand zu leugnen ist die höchste Moral. Alles zu verneinen, was der Mensch erfunden hat, alle seine Werte, seine Ethik und seine Götter zu verneinen, bedeutet, sich in einem Geisteszustand zu befinden, in dem es keine Dualität gibt, also keinen Widerstand oder Konflikt zwischen Gegensätzen....

...All dies zu leugnen, bedeutet, sich selbst zu leugnen, und man selbst ist das konditionierte Wesen, das ständig einem konditionierten Gut nachjagt. Den meisten von uns erscheint die Verneinung als ein Vakuum, weil wir die Aktivität nur im Gefängnis unserer Konditionierung, unserer Angst und unseres Elends kennen. Von daher betrachten wir die Negation und stellen sie uns als einen schrecklichen Zustand des Vergessens oder der Leere vor. Dem Menschen, der alle Behauptungen der Gesellschaft, der Religion, der Kultur und der Moral verneint hat, dämmert die Glückseligkeit und der Segen der Freiheit. Der Mensch, der sich im Gefängnis der gesellschaftlichen Konformität befindet, ist ein Mensch des Kummers.

Negation ist ein Zustand der Erleuchtung, der in allen Aktivitäten eines Menschen wirkt, der frei von der Vergangenheit ist. Es ist die Vergangenheit mit ihrer Tradition und ihrer Autorität, die es zu negieren gilt. Negation ist Freiheit, und es ist der freie Mensch, der lebt, liebt und weiß, was es bedeutet zu sterben."

Wahrnehmungen:

1. Die Freiheit von den konditionierten Behauptungen, die das ausmachen, was wir „Ich“ nennen, bringt die Freiheit von Gegensätzen mit sich - für das Allmächtige, Allgegenwärtige zu sein.

2. Wenn der Verstand-Ego-Komplex nicht agiert, gibt es das wahre Leben - die höchste Aktion der Lebens-Liebe.

3. Religiosität - oder wahre Religion - bedeutet, das Leben von Augenblick zu Augenblick zu leben - frei vom Würgegriff phantasievoller Konzepte und eingebildeter Postulate.

Jai Freiheit von Gegensätzen


Botschaft 486 Paris 1.6.2023

Dialog über die Erleuchtung mit J. Krishnamurti - Teil 3

Als der Fragesteller von J. Krishnamurti über die Erleuchtung hörte, war er verblüfft, dass nichts von einer Andeutung des Transzendenten, des Göttlichen, wie auch immer man es nennen mag, erwähnt worden war. Er wollte wissen, ob die Erleuchtung ein neues Verständnis der Natur des Universums, des Bewusstseins oder des Seins mit sich bringe, da alle religiösen Texte voll von solchen Dingen seien.

J. Krishnamurti antwortete:

"Die Andeutung dessen kann nur in der Freiheit gefunden werden, und jede Aussage darüber ist die Leugnung der Freiheit; jede Aussage darüber wird zu einer verbalen Mitteilung ohne Bedeutung. Sie ist da, aber man kann sie nicht finden oder einladen, schon gar nicht in irgendeinem System gefangen oder durch irgendwelche cleveren Tricks des Verstandes überfallen. Sie ist nicht in den Kirchen, Tempeln oder Moscheen. Es gibt keinen Weg zu ihr, keinen Guru, kein System, das ihre Schönheit offenbaren kann; ihre Ekstase kommt nur, wenn Liebe da ist. Das ist Erleuchtung.

(Zu fragen, ob es ein neues Verständnis bringt) ist wie Fragen über das andere Ufer zu stellen, während man an diesem Ufer lebt und leidet. Wenn du am anderen Ufer bist, bist du alles und nichts, und du stellst niemals solche Fragen. All diese Fragen gehören zum diesseitigen Ufer und haben in Wirklichkeit überhaupt keine Bedeutung. Beginnt zu leben, und ihr werdet dort sein, ohne zu fragen, ohne zu suchen, ohne zu fürchten."

Jai, Jai, Jai J. Krishnamurti


Botschaft 504 Paris, 29. März 2024

Letzte Strophe 78 im letzten Kapitel 18 der Bhagawat Gita.

Wo immer das von Spaltung freie Gewahrsein (Krishna) und das von Wahrnehmungen befreite Handeln (Arjuna) ist, dort ist die Pracht, der Sieg und der Reichtum der Rechtschaffenheit.

Wunderbare und intensive Wahrnehmung von Joydip über den letzten Vers 78 im letzten Kapitel 18 der Bhagawat Gita.

" Diese Botschaft hat mich in zweierlei Hinsicht überwältigt. Der eine ist die Botschaft selbst und der andere ist die Tatsache, dass dies der letzte Vers des letzten Kapitels der Bhagawat Gita ist.

Während jedes Wort, jeder Vers und jedes Kapitel der Bhagawat Gita die Prinzipien des Lebens und seines natürlichen Flusses, der Göttlichkeit, wiedergibt, wurde die ganze Essenz im letzten Vers des letzten Kapitels noch einmal zusammengefasst.

In jeder eurer Botschaften, in jedem Satsang ist uns bewusst gemacht worden, dass die Reise der Bhagawat Gita von der „Geistlosigkeit“ über den ‚Geist‘ zum „Kein-Geist“ führt. Von Duryodhan zu Arjun zu Krishna.

In den meisten Situationen unseres Lebens, vor allem wenn das Leben uns einen Strich durch die Rechnung macht, neigen wir dazu, über die Umstände zu debattieren und uns in das zu verstricken, was sein sollte, anstatt uns dem zu stellen, was ist. Das vergrößert unser Leiden und unseren Stress. Es ist, als ob wir uns in einer Flut von Treibsand verfangen, je mehr wir uns abmühen, desto mehr verstricken wir uns. Wahre Intelligenz besteht darin, sich der Umstände bewusst zu sein und mit ihnen zu leben. Dieses Einssein mit der Situation, in der der boshafte Verstand kein Chaos anrichtet, ist das spaltungsfreie Gewahrsein. Dies ist die wahre Essenz Krishnas, der ‚no-mind‘. 

Wenn wir unter solchen Umständen nicht als Reaktion auf die Situation reagieren, sondern aus dem Verständnis und der Wahrnehmung der Situation heraus handeln (Arjuna), dann sind die Handlungen rein und angemessen. Es ist, als würde ich akzeptieren, dass ich im Treibsand stecke und lieber versuchen sollte zu schwimmen, anstatt zu reagieren, indem ich versuche zu schwimmen und Hilfe zu holen.

Schließlich, wenn wir uns in einem Zustand spaltungsfreien Bewusstseins befinden und aus der Wahrnehmung heraus gehandelt haben und nicht aus einer Reaktion heraus, ist das Ergebnis der göttliche Reichtum der Rechtschaffenheit, der im Wesentlichen der Glanz ist und der wahre Sieg. Wenn es ein Wunder gibt, dann ist es das spaltungsfreie Gewahrsein, wo der Verstand nicht eingreift und die Handlungen nur aus der Wahrnehmung heraus erfolgen. "

Jai Joydip

Jai Wahrnehmung

Jai Guru Prozess

Jai Göttliche Melodie (Bhagawat Gita)

Montag, 17. März 2025

Krishnamurti ~ man muss sich selbst ein Licht sein; dieses Licht ist das Gesetz.

Ein neues Bewusstsein und eine vollkommen neue Moral sind notwendig, wenn eine radikale Veränderung in der gegenwärtigen Kultur und sozialen Struktur stattfinden soll. Das ist offensichtlich, doch die Linke und die Rechte und die Revolutionäre scheinen das außer acht zu lassen. Jedes Dogma, jede Formel, jede Ideologie ist Teil des alten Bewusstseins; sie sind vom Denken aufgebaut worden, dessen Aktivität fragmentiert ist - die Linke, die Rechte, die Mitte. Diese Aktivität wird unvermeidlich zu Blutvergießen von links oder rechts oder zum Totalitarismus führen. Das ist es, was um uns herum geschieht. Man sieht die Notwendigkeit sozialer, wirtschaftlicher und moralischer Veränderung, doch die Reaktion kommt aus dem alten Bewusstsein, wobei das Denken führend ist. Das Durcheinander, die Verwirrung und das Elend, in das die Menschheit geraten ist, sind innerhalb des Bereichs des alten Bewusstseins, und ohne dieses von Grund auf zu verändern, wird jede Aktivität der Menschen, politisch, wirtschaftlich oder religiös, nur dazu dienen, einander und die Erde zu zerstören. Das ist jedem vernünftigen Menschen klar.

Man muss sich selbst ein Licht sein; dieses Licht ist das Gesetz. Es gibt kein anderes Gesetz. Alle anderen Gesetze sind vom Denken gemacht worden und somit fragmentarisch und widersprüchlich. Sich selbst ein Licht sein heißt nicht, dem Licht eines anderen zu folgen, wie vernünftig, logisch, historisch und überzeugend es auch sein mag. Sie können sich nicht selbst ein Licht sein, wenn Sie in den dunklen Schatten der Autorität, des Dogmas, der Schlussfolgerungen leben. Die Moral ist nicht vom Denken ausgeklügelt worden; sie ist nicht das Ergebnis des Drucks der Außenwelt; sie ist nicht von gestern, nicht aus der Tradition. Moral ist das Kind der Liebe, und Liebe ist nicht Verlangen und Vergnügen. Sexuelles oder sinnliches Vergnügen ist nicht Liebe.  

Freiheit ist, sich selbst ein Licht zu sein; dann ist sie nichts Abstraktes, nichts, das vom Denken ausgeklügelt wurde. Wirkliche Freiheit ist Freiheit von Abhängigkeit, von Gebundensein, von dem Verlangen nach Erfahrung. Freiheit von der Struktur des Denkens bedeutet, sich selbst ein Licht zu sein. In diesem Licht findet alles Handeln statt, und dann ist es niemals widersprüchlich. Widerspruch existiert nur, wenn jenes Gesetz, das Licht, vom Handeln getrennt ist, wenn der Handelnde getrennt vom Handeln ist. Das Ideal, das Prinzip, ist die fruchtlose Bewegung des Denkens, und sie kann nicht zugleich mit diesem Licht existieren; das eine verleugnet das andere. Dieses Licht, dieses Gesetz, ist getrennt von dir; wo der Beobachter ist, da ist dieses Licht, dieses Liebe nicht. Die Struktur des Beobachters ist vom Denken aufgebaut worden, das niemals neu, niemals frei ist. Es gibt kein "Wie", kein System, keine Übung. Es gibt nur das Sehen, und dieses ist Handeln. Du musst sehen, nicht durch die Augen eines anderen. Dieses Licht, dieses Gesetz, ist weder das deine noch das eines anderen. Es gibt nur das Licht. Dieses ist Liebe. 

Samstag, 15. März 2025

Dienstag, 4. März 2025

Jack Kornfield ~ Wahre Freiheit ~ Höhrbuch + Inhaltsverzeichnis

Hörbuch https://open.spotify.com/intl-de/album/0y0XzcCdNK9XnrYrcDIIOE


Am Ende jedes Kapitel erhältst du kurze, praktische "Übungen"

Erster Teil Freier Geist

(001) 01. In der unendlichen Welt zu Hause
...der Tanz des Lebens
...der Erkennende
...Heilige Stille
...Liebendes Bewusstsein
...Von Hyänen gehetzt
..."In Liebe ausruhen"

(000) 02. Frei sein für die Liebe
...die Kraft der Liebe
...die vielen Gesichter der Liebe
...die Furcht, zu lieben
...mit Liebe antworten
...das Glitzern in deinen Augen
...Begegnung mit den Göttern
...Liebe verkörpern
...Liebe frisch gebacken
...Liebe bringt Achtung mit sich

(000) 03. Dem lebendigen Universum vertrauen
...Unseren Garten pflegen
...der Tanz des Lebens
...Weises Vertrauen
...das Ende der Verzweiflung
...in den Armen eines lebendigen Universums
...Vertrauensvoll altern

(000) 04. Ewige Gegenwart 
...Nur dieser Augenblick
...das Jetzt bemerken
...die moralische Mathematik des Augenblicks
...Anfängergeist
...wie also sollen wir leben?
...Einen Schutzraum finden
...Zeitlosigkeit in der Natur
...die Liebe zum Augenblick
..."Speziell für Sie"

Zweiter Teil Was Freiheit verhindert 

(000) 05. Dir Furcht vor der Freiheit 
...Trauma, Angst und Freiheit
...Selbsthass
...Es allen recht machen wollen
...die Furcht vor dem Absturz
...Bedenkenlos handeln
...Sich gegen den Wind stemmen

(000) 06. Verzeihen 
...Sich und anderen verzeihen
...Unsere Biografie legt uns fest
...Der Vergangenheit ihr Recht geben
...die Göttin des Erbarmens
...Mut und Klarheit
...Wahre Versöhnung
..."Ich bring dich um"
...Loslassen, der Schlussakkord

(053) 07. Frei sein von verstörenden Gefühlen 
...für seine Feinde beten
...Innere Kräfte
...Frieden schließen
...Konflikte lösen
...sich den Dämonen stellen
...wie Mitgefühl wächst

Dritter Teil Verwirklichte Freiheit 

(060) 08. Schöne Unvollkommenheit 
...im Auge des Betrachters
...die Tyrannei des Perfekten
...Wilde, unvollkommene Schönheit
...Augen der Liebe
...was einem geblieben ist
...Meisterschaft
...die Freiheit des Unvollkommenen 

(069) 09. Die Gabe der Aufgeschlossenheit 
...Zen in der Kunst der Unvoreingenommenheit
...Vorurteile und der Blick für die Dinge
...Barrieren überwinden
...Bin ich ganz sicher?
...Augenblick für Augenblick
...die heilende Kraft der Worte
...Wahre Kommunikation

(077) 10. Authentisch sein
...der Geist der Kindheit
...zu sich halten
...Ihre eigene Geschichte
...Beginnen Sie da, wo Sie sind
...Innen bewusst, außen in Ruhe
...Gefühlen stattgeben
...Wünsche
...die Freiheit, ein Mensch zu sein

(086) 11. Die Freiheit, zu träumen
...Schöpferische Freiheit
...Gegen alle Vernunft
...es sind Ihre Träume
...Das Leben als Leinwand
...Kreativität und Interesse
...die Ströme des Lebens
...Hemmungslos träumen und tanzen

Vierter Teil Freiheit leben

(093) 12. Geben, was Sie zu geben haben
...die Freiheit, zu handeln
...ein neuer Anlauf
...Vision und Aktion
...deine Gaben mitbringen
...Selbstloses Dienen
...die Welt braucht Sie
...die kleinen Dinge

(101) 13. Freiheit in schwierigen Zeiten 
...Standhalten in Zeiten der Verunsicherung
...mit dem Herzen lauschen
...ein World Wide Web der fürsorglichen Zuwendung 
...wir sind der Wandel (Paul Hawken) 
https://www.amazon.de/Wir-sind-Wandel-Rettung-bereits/dp/3939570907
(Mission Joy, Dalai Lama & Desmond Tutu) 
https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/mission-joy-a-4143697.html
...Menschlichkeit zeigen 
...den Ausschlag geben
...Sie sind nicht unvorbereitet

(110) 14. Geheimnisvolles Leben
...Nicht weit weg
...das Mysterium der Inkarnation
...die Erde atmet uns
...Biografien und Rollen
"Intersein" Sie sind nicht allein
...Alles gewinnen
...Äußere und innere Freiheit
Maha Ghosananda (Kambodscha) https://buddhismus-unterricht.org/wp-content/uploads/2017/01/Arbeitsblatt-9.pdf
...die Leere ist unser Zuhause
...Visionen
..."Hab ich dir doch gesagt!"

(121) 15. Die Freude, lebendig zu sein 
...Grundlos glücklich
...Freudensprünge
...Dankbarkeit
...das reine Herz
...Glück steht uns zu
...Wunderbar!
...Es liegt in unserer Hand
...das freie Herz

Montag, 24. Februar 2025

Sadhguru ♥ Miracle of Mind App | Meistere deinen Geist ~ mit dieser Technik




Halte Ausschau, halte Ausschau, halte nach jeder Möglichkeit Ausschau, der Menschheit einen Dienst zu erweisen.

What Is Miracle of Mind?
Was ist das Wunder des Geistes?

Ihr Geist ist ein Wunder - ein unendliches Potenzial. Alles, was Sie brauchen, um dieses Potenzial anzuzapfen, ist Ihre Bereitschaft, die Kontrolle über Ihren Geist zu übernehmen.

In einer Zeit, in der Stress, Ängste und Depressionen überhand nehmen, ist es wichtiger denn je, die immensen Fähigkeiten des Geistes zu nutzen. Auf diese Weise können Sie nicht nur Ihre emotionalen Tiefs überwinden, sondern auch ein Leben voller Freude und Dynamik entfalten.

Die #MiracleofMind #App bietet Ihnen die Werkzeuge, um genau das zu tun. Diese App enthält eine 7-minütige geführte Meditation mit Sadhguru, die Sie dazu befähigen soll, eine tägliche Meditationspraxis zu entwickeln, die leicht in Ihren Zeitplan passt.

Machen Sie den ersten Schritt zu einem freudigeren und lebendigeren Ich und entdecken Sie das Wunder, das Ihr Geist ist.

"Wenn Ihr Geist zu einem bewussten Prozess wird, ist das das Wunderbarste, was es gibt." SG

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