Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

KOSMISCHE BOTSCHAFT an die Menschheit

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Mittwoch, 8. Oktober 2014

Chemie-Katastrophe || Die Leiden von Bhopal

800.000 Opfer, Tausende Tote. Größtes Wirtschaftsverbrechen aller Zeiten. Die Verursacher kamen billig davon. 

von 

Bi hat Lungenkrebs, eine der typischen Bhopal-Krankheiten. Sie hustet seit dem 3. Dezember 1984, dem Tag, an dem das bis dahin Unvorstellbare geschah: Gegenüber von Bis Hütte, in der Bhopaler Pestizidfabrik des amerikanischen Konzerns Union Carbide, lösten sich drei Dutzend Tonnen Methyliscocyanat aus dem Lagertank Nummer E610 in einer hochgiftigen Gaswolke auf. Das Gift war unter Mitwissen des Fabrikmanagements fahrlässig gelagert worden. Auch die Chefs in den USA wussten, dass die firmeneigenen Sicherheitsvorschriften im indischen Werk nicht eingehalten wurden. Doch die Fabrik schrieb rote Zahlen, Facharbeiter wurden entlassen, Tagelöhner mit Sicherheitsaufgaben betraut, die sie nicht verstanden. So nahm das Unheil seinen Lauf. Die Giftgaswolke legte sich über JP Nagar und die angrenzenden Slumviertel.

3000 Menschen starben sofort. Hunderttausende leiden noch heute. »Der Husten ist nicht schlimmer geworden. Es war immer so«, sagt Bi. Sie spricht leise. Sie will eigentlich nicht reden, aus ihrer Sicht ist es sinnlos. Sie hat nie eine angemessene Entschädigung erhalten. »Wir bekommen von niemandem etwas«, flüstert sie.

Ihre Nachbarin ist dazugekommen und erklärt, dass Bi und ihr Mann vor 20 Jahren jeweils umgerechnet 400 Euro erhielten, wie fast alle in JP Nagar. Doch das Geld war schnell für Medikamente verbraucht. Wo es Todesfälle gab, erhielten die Familien 1600 Euro pro Opfer. So hatte es die Regierung in Delhi mit Union Carbide nach fünf Jahren ausgehandelt.

http://www.zeit.de/2010/33/Bhopal

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