Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

KOSMISCHE BOTSCHAFT an die Menschheit

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Klick das Bild an :) Wir befinden uns in einem Goldenen Zeitalter, in dem das universale Einheitsbewussstsein in uns erwachen kann, und uns Bedingungslose Liebe, Frieden, Wohlstand und Gesundheit ermöglicht. Aktuelle wissenschafftliche Erkennntnisse... Ξ~ We Are ⓞne ~Ξ

Samstag, 27. September 2014

DAS KÄMPFENDE BEWUSSTSEIN Part I ~ 1. Reduktion der Evolution?

http://matrix-deconstructed.net/Das-kaempfende-Bewusstsein.19.0.html

DAS KÄMPFENDE BEWUSSTSEIN


1. Reduktion der Evolution?

Ray Kurzweil arbeitet in seinem Buch „The Age of spirituelle Machines“ (dt.: „Homo S@piens“) mit virtuellen Dialogen, dazu ein Ausschnitt:
Zur Vorstellung von einem multiplen Bewusstsein: Nehmen wir an, ich fasse einen Entschluss und das andere Bewusstsein in meinem Kopf verwirft ihn wieder: Müßte ich das nicht merken?
Ich dachte, Sie wollten Ihren Keks nicht ganz aufessen. Trotzdem ist er jetzt nicht mehr da.
Erwischt! Ist das ein Beispiel zur Sache?
Es ist ein besonders gutes Beispiel aus Marvin Minskys Buch „Society of Mind“ (dt. „Mentopolis“). In ihm konzipiert Minsky den menschlichen Verstand, den Geist als eine Gemeinschaft verschiedener „Geister“: Einige mögen Kekse, andere sind eitel oder gesundheitsbewusst, wieder andere treffen Entscheidungen, die von wieder anderen verworfen werden. Und alle bestehen ihrerseits wieder aus einer Gemeinschaft von Geisteswesen niedrigeren Ranges. Ganz unten in der Hierarchie stehen winzig kleine Mechanismen von geringer oder gar keiner Intelligenz, die Minsky Agenten nennt. Diese bestechende Sichtweise von der Organisation von Intelligenz kann so auch Phänomene wie gemischte Gefühle oder Gewissenskonflikte erklären.
Ein angebotener Keks, die Frage, wie bewusst er angenommen oder abgelehnt wird, Agenten als Elemente niederen Ranges einer hierarchisch strukturierten Gesellschaftsform und die Auflistung von Kurzweil’s Buch im Literaturverzeichnis der „Ultimate Matrix Collection“ – das sind genug Gründe für einen genaueren Blick:

Die Gemeinschaft des Verstandes
Eine der beiden Vorstellungen von der Wirklichkeit, die Matrix kontrastiert, wurde oben unter der Überschrift „Die Welt ist ein Uhrwerk“ zusammengefasst. Minsky ist ein Mitglied der Uhrwerk-Fraktion: Die Erklärung seiner materiellen Beschaffenheit ist die Erklärung des gesamten Kosmos. Die erkenntnistheoretische Grundannahme hinter diesem Modell ist der Reduktionismus: Um das Ganze zu verstehen, muss man die Summe seiner Bestandteile verstehen. Alle Phänomene dieses Universums basieren auf der grundlegendsten Wissenschaft, der Mikrophysik. Versteht man die Funktionsweise der kleinsten Teilchen, dann versteht man auch alle anderen Aspekte der Wirklichkeit. In der Theorie bedeutet dies, dass sich z.B. das Verhalten sozialer Gruppen über die Reduktionskette Lebewesen ► Zellen ► Moleküle ► Atome aus den Gesetzmäßigkeiten von Elementarteilchen ableiten lassen müsste.
Programs haking Programs?”
Neo
Aber wie ist es möglich, dass Atome, die für sich betrachtet doch wohl weder über Verstand noch über Bewusstsein verfügen, Verstand und Bewusstsein produzieren? Wie kann aus etwas Unintelligentem Intelligenz entstehen? Minsky versucht in seinem Buch „Society of Mind“ eine Antwort auf diese Frage zu geben. Er konstruiert ein Modell des menschlichen Verstandes, das diesen nicht als zielstrebig agierende Einheit begreift, sondern als hierarchisch strukturierte Gesellschaft, zusammengesetzt aus zahllosen verschiedenartigen einfachen Prozessen, die Minsky als Agenten bezeichnet. Auf der untersten Ebene sind diese Prozesse auf die Erfüllung einfachster Teilaufgaben spezialisiert. Die auf einer höheren Ebene angeordneten Agenten sind ebenfalls spezialisiert, ihre Aufgabe ist es, die Agenten niederer Ordnung zu aktivieren und zu deaktivieren. Um spezielle Anforderungen zu erfüllen schließen sich Agenten verschiedener Ebenen zu Agenturen zusammen, die durch die Vernetzung ihrer Bestandteile einen höheren Grad an Komplexität erreichen. Diese Agenturen repräsentieren jeweils verschiedene Fertigkeiten und Fähigkeiten. Sie reagieren auf die jeweiligen Notwendigkeiten und Bedürfnisse und stehen in ihrem Wirken in einem permanenten Konkurrenzverhältnis zueinander. Alle verfolgen sie ein Ziel: Die Beeinflussung des unbewussten und des bewussten Handelns. Das Kräfteverhältnis der verschiedenen Agenturen untereinander und damit die Macht sich durchzusetzen und das Handeln des Individuums zu beeinflussen sind – je nach Situation – Schwankungen unterlegen. Ein Beispiel: Bei mir hat im Augenblick die Agentur „schreiben“ die Oberhand. Dabei helfen mir zahllose niedere Agenten: „tippen“, „kontrollieren“, „löschen“, „überarbeiten“, die jeweils wiederum etliche Subagenten integrieren. Im Hintergrund lauern schon die Agenturen „schlafen“ und „essen“ und warten auf ihre Chance. Läuft alles problemlos, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Agentur „Schreiben“ noch eine Weile die Oberhand behält. Kommt es jedoch zu Konflikten, beispielsweise zwischen den Subagenturen „fertig werden“ und „überarbeiten“, dann kann dies die Agentur der darüber liegenden Ebene „schreiben“ schwächen und damit „schlafen“ oder „essen“ dazu verhelfen sich durchzusetzen.
Die Intelligenz, die nach diesem Modell entsteht, ist keine bewusst entscheidende. Die Umwelt liefert Reize, die Agenturen reagieren. Der in dieses System eingebettete Verstand ist ein komplexer Computer, ein passives Opfer von Prozessen, die alleine durch einen Automatismus des gegenseitigen An- und Abschaltens gesteuert werden. Der Mensch – nur eine Maschine? Ein Apparat, der Reaktionen auf Reize produziert? Minsky bejaht diese Einschätzung, wehrt sich aber gegen das „nur“: Selbstachtung könne der Mensch schließlich aus dem Wissen schöpfen, was für eine wunderbare Maschine er sei.
Das Ganze ist die Summe seiner Teile. Die Realität wird durch das Beobachtbare hinreichend erklärt. Die Annahme, dass jenseits des Beobachtbaren noch etwas Unbeobachtbares existiert, erübrigt sich.

Der Geist in Aktion
Der Reduktionismus erklärt nicht die Realität durch Reduktion, er reduziert die Realität! Dies werfen Skeptiker des Modells dem Reduktionismus vor. Minsky erklärt vielleicht das Vorhandensein von Intelligenz. Wie aber lässt sich unser bewusstes Empfinden erklären? Der Schnitt eines Messers in einen Finger setzt eine biologische Maschinerie in Gang; warum aber erleben wir auf der Innenseite unseres Bewusstseins Schmerz? Was ist mit anderen komplexeren Gefühlen? Lässt sich Liebe als Konglomerat vernetzter Aktivierungs- und Aktivitätsprozesse erklären? Wieso haben wir ein Ästhetikempfinden? Welche biologische Notwendigkeit des Evolutionsprozesses lässt uns nach Sinn, nach dem Ursprung allen Seins, nach Wahrheit, nach dem Richtigen und Guten streben?
Die aus diesen Fragen resultierende Gegenposition zum Reduktionismus ist der Holismus, wie ihn etwa Ken Wilber vertritt. Der Holismus ist die zweite Deutung unserer Wirklichkeit, die die Wachowskis in Matrix thematisieren.
Für den Holismus ist das Ganze mehr als nur die Summe seiner Bestandteile. Wilber bezeichnet alle Ebenen der Existenz – von Atomen über Zellen und Organismen bis hin zu Ideen – als Holons. Jedes Holon ist zugleich etwas Ganzes, als auch ein Teil von etwas. Wenn sich einzelne Fragmente einer Ebene vereinigen, dann werden aus Haufen Ganzheiten. Zu Zellen vereinigte Moleküle zum Beispiel bewahren zwar ihre eigenständige Existenz in diesem Verbund, zugleich aber lassen sie etwas völlig Neues entstehen, etwas, das über die zuvor vorhandenen Eigenschaften der Moleküle hinausgeht und somit nicht aus ihnen erklärt werden kann. Dies ist ein Akt der Selbsttranszendenz: Bis dahin gültige Grenzen werden überwunden, neue komplexere Formen erschaffen, eine neue Ebene entsteht. Die Holons dieser Ebene, die Zellen, befindet sich hierarchisch auf einer höheren Ebene als die Moleküle. Jedes neue geschaffene Holon verfügt über eine höhere und tiefere Organisationsstruktur als die in ihr enthaltenen Subholons. Weit oben innerhalb dieser Hierarchie befinden sich der menschliche Verstand und das bewusste Empfinden. Sie sind neue Eigenschaften bzw. Formen der Existenz, die durch die komplexe Organisation von Zellen hervorgebracht werden.
Wenn jede neue Ebene neue Eigenschaften hervorbringt und diese sich nicht aus den darunter liegenden Ebenen erklären lassen, dann stellen sich die Fragen nach dem „Woher?“ und nach dem „Warum?“. Wilber schließt aus seiner Beschreibung der Wirklichkeit auf eine höher liegende Ebene der Existenz, eine Ebene jenseits des Materiellen, die nicht direkt beobachtet werden kann: Eine Ebene des reinen Geistes. Diese höchste aller Ebenen ist der Ursprung und das Ziel aller Existenz. Evolution ist ein Transzendenzprozess. In den Stoff aus dem das Universum besteht ist Selbsttranszendenz eingebaut, der Kosmos hat einen formenden Drang. Dieser bringt aus Materie Leben hervor und aus Leben Verstand, Bewusstsein und Geist. Dieser Prozess der Evolution basiert nicht auf dem Konzept des Zufalls. Er ist zielgerichtet, denn in ihm zeigt sich der Geist in Aktion, der schaffende Gott. Die Beschaffenheit der Realität lässt sich nicht aus dem Beobachtbaren erklären; eine weitere, höher gelagerte Ebene der Existenz – und zwar eine unbeobachtbare – zeigt sich in ihr.

Aufwärts und abwärts
Vergleicht man die Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den verschiedenen Ebenen innerhalb dieser Theorien, dann verlaufen sie in gegensätzlichen Richtungen:
Der Reduktionismus vollzieht eine Abwärtsbewegung. Die höheren und komplexeren Ebenen erklären sich aus den darunter liegenden. Die unterste Ebene ist die maßgebliche! Versteht man sie vollständig, lässt sich alles andere aus ihr ableiten.
Der Holismus vollzieht eine Aufwärtsbewegung. Durch den Drang zur Selbsttranszendenz bringt jede Ebene eine neue komplexere Ebene mit neuen Eigenschaften hervor. Die höchste Ebene ist die maßgebliche! Sie ist der Ursprung und das Ziel der Evolution.
Die gleiche Gegenüberstellung noch einmal in reduzierter Form:

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2. Materie Verstand Geist
Exkurs: Kunst und Hermeneutik
Für die Behauptung, Matrix besäße eine Subebene, deren Inhalt das Ringen eines Bewusstseins um die eigene Existenz sei, fehlt noch die Begründung. Sie basiert auf einer Aussage von nicht zu unterschätzender Autorität, auf einer Aussage des Philosophen Ken Wilber. Dass die Wachowskis gerade ihn ausgesucht haben, um den Audiokommentar der UMC zu sprechen, scheint mir eine sehr bewusste Entscheidung gewesen zu sein. Ken Wilber und Larry Wachowski verbindet nach eigener Aussage ein hoher Übereinstimmungsgrad hinsichtlich ihrer Perspektive auf diese Welt. Sie pfleg(t)en offensichtlich einen regelmäßigen Gedankenaustausch. Auch Matrix war das Thema stundenlanger Gespräche, bezüglich dessen Inhalts Wilber jedoch Stillschweigen versprechen musste. Wenn die Wachowskis für die Kommentare nun gerade Wilber ausgesucht haben, dann wollten sie, dass jemand, der um die Bedeutung der Filme weiß, Hinweise gibt. Sie wollten, dass Wilber es Suchenden ermöglicht, einen Eingang in die Filme zu finden.
Ein wirklich genialer Schachzug der Gesamtkonzeption von Matrix ist die Einheit von Form und Inhalt. Auf der Inhaltsebene wird das Vorstoßen in verborgene Ebenen der Erkenntnis unterhalb der materiellen Oberfläche thematisiert. Erschließen muss sich dies der Rezipient durch das Vorstoßen in verborgene Ebenen der Bedeutung unterhalb der filmischen Oberfläche. Die Akteure, das von ihnen symbolisierte Bewusstsein und der Rezipient – sie alle erleben einen strukturell vergleichbaren Erkenntnisprozess: Sie beobachten das Unbeobachtbare! Ist das Erkennen der Verschlüsselung ein Bestandteil des Kunstwerkes, dann würde durch die Bereitstellung einer Entschlüsselung seitens der Verfasser eben diese Konzeption ad absurdum geführt. Gleichwohl sind die Hürden, ohne Hilfe einen Einstieg in die Filme zu finden, fast unüberwindbar. Aus diesem Dilemma befreien sich die Wachowskis durch einen Kunstgriff: Sie äußern sich nicht selbst, verpflichten aber einen Wissenden mit der Aufgabe eine Richtung zu skizzieren.

Die drei Dimensionen des Bewusstseins
“It's that overall interpretation which is really that body, mind and spirit appear in the Matrix trilogy both in their alienated forms and then in their resurrected or healed or more integrated forms, which happens towards the end of the third part.”
Ken Wilber
Wilbers inhaltliche Zurückhaltung während seines Audiokommentars ist zuweilen deutlich wahrnehmbar, dennoch zieht sich durch die sechs Stunden eine Grundaussage, die er wie ein Mantra rezitiert:  
In Matrix symbolisiert
die Farbe grün (= die Matrix) den Verstand,
die Farbe blau (= die reale Welt, besonders Zion) den Körper / die Materie und
die Farbe gold (= die Maschinen / die Maschinenstadt) den absoluten Geist.
Zion, die Matrix und die Stadt der Maschinen: Die drei zentralen Handlungsorte von Matrix sind Metaphern für die drei Dimensionen des Bewusstseins: Körper, Verstand und Geist.
Nimmt man die Aussagen Wilbers ernst und verneint nicht ihre Aussagekraft, ergibt sich eine bittere Konsequenz für die Materialisten unter den Fans: Matrix lehnt den materialistischen Reduktionismus als unzureichende Erklärung der Wirklichkeit ab. Die Trilogie stellt die beiden dargestellten Deutungen dieser Wirklichkeit nicht gleichberechtigt gegenüber: Das Bewusstsein setzt sich aus drei Dimensionen zusammen: dem Verstand, dem Körper und dem absoluten Geist. Die Darstellung dieser drei Ebenen kontrastiert jeweils eine Deutung aus reduktionistischer und eine aus holistischer Perspektive.

Spirituelle Maschinen
Die Maschinen symbolisieren den Geist, die Ebene des Immateriellen. Differenzierter: Die Maschinen repräsentieren die Verbindung des Materiellen mit dem Immateriellen, dem Göttlichen in der Materie.
Die Ebene des reinen Geistes, ohne jegliche Verbindung zum Materiellen, zeigen die Wachowskis zweimal:
Zu Beginn von Revolutions, in einer Schöpfungsszene …
… und als es Neo und Trinity gelingt, das abgeschlossene System des Matrix-Kosmos für einen Moment zu verlassen.
In Vergangenheit und Gegenwart haben viele Menschen versucht, die eigene Begrenztheit zu überwinden und eine Verbindung zum Göttlichen aufzubauen. Die Maschinen in Matrix haben dies erreicht; sie selbst haben ihre eigene Evolution vorangetrieben – und Evolution ist Geist in Aktion. Sie ist ein Transzendenzprozess: Die Maschinen transzendieren ihre materielle Beschaffenheit und erlangen eine Verbindung zu einer höheren Ebene.
Nur Neo hat die Fähigkeit, das Ergebnis dieser Entwicklung zu sehen. Durch seine Erblindung hat er die Fähigkeit verloren, das Beobachtbare wahrzunehmen, die materielle Oberfläche ist für ihn nicht mehr erkennbar …
… er gewinnt dafür die Fähigkeit, die unterhalb der Oberfläche liegende Realität jenseits des Beobachtbaren zu erkennen.
Die einzelnen Bestandteile des Szenarios im ersten Bild lösen sich im zweiten in einem Akt der Selbsttranszendenz auf; sie überwinden die Begrenztheit ihrer eigenen materiellen Existenz. Die Wellen fließen durch diesen Tunnel aus Licht, ungehindert der Grenzen der ihn konstituierenden materiellen Bestandteile. So wie einzelne Ameisen oder Fische in Staaten oder Schwärmen wie ein einziger Organismus erscheinen, so wird hier aus der Summe der insektenartig dargestellten Maschinen eine Einheit, eine höhere Form der Existenz. Die neue Ganzheit ist mehr als die Summe ihrer Bestandteile. Neo erlebt Transzendenz im Immanenten. Das Unbeobachtbare wird durch die Augen Neos beobachtbar, das Immaterielle erkennbar im Materiellen.
Warum Maschinen? Warum symbolisieren ausgerechnet kalte programmierte Maschinen in der Matrix-Trilogie die Verbindung von Geist und Materie?
Den Konflikt zwischen Menschen und Maschinen, den die Oberfläche thematisiert, reinterpretiert der Subtext. Er stellt die Frage: Wie viel Maschine steckt im Menschen? Oder umgedreht: Wie viel „Mensch“ steckt in der Maschine? Wenn die Wachowskis Maschinen mit einer Gottesverbindung kreieren, Maschinen, die Liebe empfinden und an ein Karma glauben, dann existieren das Gefühl von Gottesnähe, die Wahrnehmung von Liebe und der Glaube an einen Sinn der eigenen Existenz losgelöst von der menschlichen Trägermasse. Sie sind unabhängig von menschlicher Biochemie, Genetik und Psyche vorhanden, sie sind präexistent. In den Stoff, aus dem das Universum besteht, ist Selbsttranszendenz eingebaut. Der Kosmos bringt mittels seines formenden Drangs Geist zur Entfaltung; auf Basis welcher materiellen Struktur dies geschieht ist unbedeutend: Geist ist Geist, egal ob er sich in Silizium, Kohlenstoff oder sonst einer chemischen Struktur manifestiert.
Kurz: Die Idee von spirituellen Maschinen ist ein Gegenentwurf zur Idee des Menschen als Automaten. Nicht Materie formt den Geist, der Geist formt die Materie.

Welt der Gedanken
"It's the question that drives us mad. It's the question that brought you here.
You know the question just as I did.
"
"What is the Matrix?"
Trinity & Neo
Anders als die Repräsentation des Geistes durch die Maschinen ist die Idee leicht nachvollziehbar, dass die Matrix eine Metapher für den menschlichen Verstand ist. Die Parallelen sind offensichtlich: Unser Verstand und die Matrix sind immaterielle, virtuelle Welten, deren Existenz nur auf Gedanken basiert.
Wiederum parallelisieren die Wachowskis die zwei konkurrierenden Deutungen der Wirklichkeit:  Die Summe der angeschlossenen Gehirne formen das Ganze der Matrix …
… das Ganze ist mehr als die Summe ihrer Bestandteile.
Im menschlichen Verstand als Teil des Bewusstseins spiegelt sich der absolute Geist, der Anbeginn und das Ziel der Evolution …
… der schließlich auch im Inneren des umkämpften Bewusstseins zur Entfaltung kommen wird.

Der Köper
Die materielle Grundlage des Bewusstseins, den menschliche Körper, symbolisiert Zion. Wiederum:  Zwei Interpretationen kontrastieren sich gegenseitig.
Tanz und Sex sind in Reloaded nicht zwei Geschehen, die zufällig parallel ablaufen, sondern als Einheit zu verstehen.
Zusammen betrachtet zeigen sie ein massenekstatisches Ereignis. Sex basiert auf Körperlichkeit und transzendiert sie zugleich. Der Körper und das Absolute werden eins.
Diese Botschaft senden die Menschen den Maschinen entgegen, die kommen, um den menschlichen Körper in das zu verwandeln, was er dem Materialismus zufolge ist: eine Maschine.
Die Schlacht um Zion interpretiert die Deutung des Menschen als Maschine …
… als materialistische Hölle.
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3. Das Streben nach Gleichgewicht

"That's his purpose. To balance the equation."
"What's your purpose?"
"To unbalance it."
Das Orakel ? Neo
In jedem Verstand befindet sich eine Vorstellung von der Beschaffenheit der Wirklichkeit. Diese Vorstellung ist nicht mehr als eine Konstruktion, ein innerer subjektiver Spiegel des objektiven Äußeren (falls es so etwas gibt). Auf der einfacheren Ebene der alltäglichen Beherrschung der Umwelt ist es notwendig, dass unsere Konstruktion von Wirklichkeit über zwei gegensätzliche Eigenschaften verfügt: Sie muss konstant sein und sie muss in der Lage sein, sich anzupassen. Wäre sie nicht konstant, müssten wir unsere Erfahrungen immer wieder neu bewerten und deuten. Es gäbe nichts, auf das wir aufbauen könnten. Zur Integration neuer Erfahrungen bedarf es dennoch der Anpassungsfähigkeit. Problematisch wird es, wenn die Wirklichkeit und unser Bild der Wirklichkeit nicht mehr in Einklang zu bringen sind, d.h. das Beobachtete nicht an die vorhandenen Strukturen angepasst werden kann. Es entsteht ein Ungleichgewicht und in Folge das Bedürfnis nach einer Widererlangung eines Gleichgewichts. Dieses Bedürfnis mündet in Anstrengungen, das nicht zu integrierende Phänomen zu erforschen und anschließend die Strukturen der Wirklichkeitskonstruktion dergestalt zu modifizieren, dass das zuvor nicht zu Integrierende nun integriert werden kann. Diese Modifikation der Struktur erhöht den Komplexitätsgrad unserer Wirklichkeitskonstruktion und hebt sie auf eine höhere Ebene der Erkenntnis.
Auch in den komplexeren Bereichen unserer Realitätskonstruktion finden sich die gleichen Mechanismen. Ab einem gewissen Alter haben wir in unserem Bewusstsein eine Vorstellung davon, in was für einer Art von Wirklichkeit wir leben. Wir verfügen über so etwas wie ein Wertesystem, ein Menschenbild. Wir haben eine Antwort auf die Frage gefunden, ob es einen Gott gibt; wir haben uns entschieden, ob wir uns einer Religion zugehörig fühlen, welche politische Richtung die Probleme der Menschen am besten lösen kann, … Diese grundlegenden Vorstellungen sind die Basis unseres Weltbildes. Sie geben uns einen Rahmen und vermitteln uns damit im Chaos des Seins ein Gefühl der Sicherheit. Jeder, der diesen Rahmen einmal partiell oder vollständig verloren hat und das Gefühl der Haltlosigkeit, den Verlust des Bodens unter den Füßen kennt, weiß, wie wertvoll er tatsächlich ist und welche unverzichtbaren Dienste er unserem Bewusstsein leistet. Unser Bewusstsein wird also –  zumindest unbewusst – ein Interesse daran haben, dass diese Grundlagen erhalten bleiben. Die Kräfte in ihm, die für eine Erhaltung des Vorhandenen sorgen, sind entsprechend mächtig. Im Bereich der einfachen Weltaneignung sind wir relativ schnell bereit, unsere Strukturen an unsere Erfahrungen anzupassen; im Bereich dieser elementaren Grundstrukturen ist dies keineswegs der Fall. Entsprechend selektieren und bewerten wir alle Informationen und Eindrücke, die uns erreichen. Die Kräfte, deren Aufgabe es ist, das Gleichgewicht in Balance zu halten, sorgen dafür, dass alles, was unsere Grundlagen bestätigt, sofort integriert wird und das Vorhandene bestärkt. Widersprechendes dagegen – eine potentielle Gefahr für das Gleichgewicht – wird bezweifelt, umgedeutet, mit wenig Bedeutung versehen oder ganz ignoriert; mehrdeutiges wird als eindeutig deklariert.
"You've played a very dangerous game."
"Change always is."
Der Architket & das Orakel
Nur selten geschehen Dinge, die selbst mit einer derartigen Kraft ausgestattet sind, dass sie die Gleichgewichtsbewahrer in uns ernsthaft herausfordern können. Schicksalsschläge jeglicher Art oder andere einschneidende äußere Erlebnisse können ein „Weiter so!“ nicht mehr zulassen. Die Herausforderung des Bestehenden kann aber auch aus dem mysteriösen Inneren unseres Bewusstseins selbst kommen: vielleicht in Form eines existentiellen Bedürfnisses, das schon immer als Splitter vorhanden war, dem es aber bisher an der notwendigen Macht fehlte, um sich durch zu setzen. Durch äußere Einflüsse oder durch eine Schwächung der Bewahrer des Bestehenden könnte dieser Splitter, dieses Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, zu einer Macht gelangen, die die elementarsten Grundfesten unserer Realitätskonstruktion in Frage stellen. Das Bewusstsein verliert sein Gleichgewicht! Alles, wirklich alles, was bisher als sicher galt, wird erneut hinterfragt. Es entsteht ein Konflikt zwischen den Bewahrern und den hinter dem Stachel stehenden Kräften. Aus der Außenperspektive mag dieses Geschehen als existentielle Krise verstanden werden; aus der subjektiven Innenperspektive erlebt dieses Bewusstsein eine Phase, die es an den Rand seiner Zerstörung zu bringen scheint.
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4. Das kämpfende Bewusstsein

Die Wachowskis erzählen mit der Matrixtrilogie die Geschichte eines Bewusstseins in Aufruhr. Sie erzählen diese Geschichte als Spiegelung von Minskys Sociaty of Mind: Das Bewusstsein wird als Konglomerat verschiedener Interessengruppen konzipiert, deren Machtverhältnisse sich in ihrem Kampf um die Vorherrschaft im Bewusstsein ändern. Auch externe Bezüge spiegeln die Wachowskis am liebsten im Negativ: Minsky baut auf dem Kampf seiner Akteure eine Theorie auf; bei den Wachowskis wird diese Theorie zu einem der kämpfenden Akteure – dem letztlich unterlegenden! Nicht kleinste Einheiten sondern umfassende Konzeptionen bezüglich der Wirklichkeit und seiner Wahrnehmung symbolisieren die am Kampf Beteiligten. Es stehen sich gegenüber: Rationalismus, Kausalität, Dogmatismus und Nihilismus auf der einen Seite und der Glaube an eine immaterielle Basis des Seins sowie Liebe als elementare Wahrnehmung auf der anderen. Gruppiert um die Dimensionen des Bewusstseins – Körper, Verstand und Geist – fechten sie einen Kampf aus, bei dem es um alles geht. Die elementarsten Grundlagen der Realitätskonstruktion stehen im Begriff zu fallen; das Bewusstsein verliert sein Gleichgewicht, es droht an der Ungewissheit und Haltlosigkeit eines dauerhaften Ungleichgewichts zugrunde zu gehen – wäre da nicht der Auserwählte, der das Destruktive beendet und die drei Dimensionen des Bewusstseins neu zueinander ordnend und ein neues Gleichgewicht kreiert.

Donnerstag, 25. September 2014

Share Economy

Teilen statt Kaufen, das ist das Prinzip der Share Economy. Damit stellt sie Umweltschutz und Gemeinwohl in den Mittelpunkt. Doch wenn statt der Gemeinschaft vor allem die Anbieter profitieren, ist die Idee vom kollektiven Konsum bedroht.

http://www.utopia.de/magazin/share-economy-bitte-teilen

Ein neues Zeitalter des Teilens

Neu ist das Konzept des gemeinsamen Nutzens nicht: Büchereien,  Wohn- und Fahrgemeinschaften gibt es schon lange. Doch erst das Web 2.0 und die Verbreitung von Smartphones konnte derartige A­­ngebote den Massen zugänglich machen – über Internetplattformen und Apps. Damit sind nicht nur neue Möglichkeiten des kollektiven Konsums entstanden, sondern auch lukrative Geschäftsmodelle. Zur „Share Economy“ („Teilwirtschaft“) im weiteren Sinne zählen Online- oder Offline-Angebote, mit deren Hilfe man Lebensmittel, Autos, Wohnungen, Kleider, Werkzeuge, Gärten und auch sonst so ziemlich alles teilen oder leihen kann. Das sind beispielsweise Angebote wie Whyownit, Leihdirwas, Foodsharing, diverse Mitfahrangebote und private Carsharing-Börsen. Aber auch gemeinschaftlich organisierte, dezentrale Projekte der Energiewende passen zu dem Prinzip der Share Economy.

Eigentlich gut: Teilen zum Wohl aller

Teilen schont die natürlichen Ressourcen, macht unseren Konsum ein wenig selbstbestimmter und spart Geld. Es ist eine ganz einfache Rechnung: Kaufen sich drei Nachbarn jeweils einen eigenen Akkuschrauber oder Rasenmäher, stecken darin dreimal Ressourcen für Produktion, Betrieb und Entsorgung. Teilen sich die drei Nachbarn dagegen ein Gerät, werden zweimal Ressourcen gespart. Die neue Kultur des Teilens, die sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat, ist also sehr begrüßenswert. Im Mittelpunkt der Share Economy steht die Vorstellung, Besitz gemeinsam zu nutzen. Mit anderen Worten: Es zählt nicht der Besitz sondern das Benutzen von Gegenständen und Dienstleistungen. Die neuen Formen des digital organisierten „Ko-Konsums“ haben so neben dem Schutz von natürlichen Ressourcen auch das Potenzial, Solidarität und direkten Kontakt in der (Stadt-)Bevölkerung wiederzubeleben.

Kommerzialisierung: Teilen mit Profit

Bei all der Euphorie für die neue Teil-Bewegung sollte man die Schattenseite mancher Angebote und Projekte nicht übersehen. Denn nicht bei allen neuen Plattformen und Apps steht tatsächlich das gemeinsame Nutzen von Gütern und Dienstleistungen im Mittelpunkt und nicht jeder Betreiber handelt aus Sorge um unseren Planeten.
Bei manchen Plattformen kann einem gar der Verdacht kommen, dass durch das neue Angebot kommerzialisiert wird, was bisher privat war – und das mit sattem Profit. Die Plattform AirBnB etwa, über die man private Wohnungen und Zimmer (ver)mieten kann, und die Mitfahrplattform Uber kassieren für jede Buchung Gebühren. Anstelle der viel beschworenen Abschaffung des „Mittelmanns“,  dienen nun Plattformen und Apps als Vermittler zwischen Angebot und Nachfrage. Entgegen dem ursprünglichen Sharing-Gedanken, der sich nicht zuletzt auch aus Kapitalismuskritik speist, entwickeln sich hier einige Unternehmen mit eindeutig kommerziellen Interessen. Unternehmen, die sich damit bereichern, dass sie Privatleuten eine Möglichkeit präsentieren, sich zu bereichern. Zunehmend verdienen an derartigen Angeboten auch mit Risikokapital beteiligte Investoren: An den Plattformen AirBnB und Uber sind inzwischen mehrere mächtige Investmentunternehmen mit mehreren hundert Millionen Dollar beteiligt. Von der ursprünglichen Idee der Share Economy, der Wirtschaft des Teilens, sind diese Unternehmen inzwischen ziemlich weit entfernt.
Sehr viel näher am Teil-Gedanken – und auch nur ein kleiner Schritt vom profitorientierten Angebot – wären vergleichbare Angebote, die von lokalen oder regionalen Kooperativen getragen werden. Auf diese Weise ließe sich ein ökologisch sinnvolles Sharing-Angebot mit echter Gemeinwohlorientierung umsetzen.

Ausgebeutete Amateure

Während es aus ökologischer Sicht zweifellos sinnvoll ist, PKWs gemeinsam zu nutzen und Fahrten zu „teilen“, kann auch eine Plattform für Mitfahrgelegenheiten zu einer bedenklichen Kommerzialisierung führen: Voll professionalisierte Angebote wie Uber haben das Potenzial, qualifizierte Taxifahrer um ihren Verdienst zu bringen und sozial nicht abgesicherte Kleinunternehmer zu erschaffen. Sascha Lobo warnt angesichts solcher Angebote sogar davor, dass man „eine Dumpinghölle schafft, in der ausgebeutete Amateure nur dazu dienen, die Preise der Profis zu drücken.“ Auch unter steuerlichen Gesichtpunkten sind derartige Angebote, bei denen eine Privatperson für eine Dienstleistung von einer anderen Privatperson eine (finanzielle) Gegenleistung erhält, mindestens zweifelhaft.

Oft profitieren die, die haben

Leider gilt für viele Angebote, dass tendenziell diejenigen finanziell profitieren, die bereits durch Besitz oder Einkommen privilegiert sind: Wer ein Auto besitzt oder eine Wohnung in der Innenstadt bewohnt, kann diese für einiges Geld weitervermieten. Anders ist das bei Projekten, bei denen für die Nutzung von Dingen und Dienstleistungen kein Geld fließt – weder an den „Vermittler“ noch an den Besitzer. Auch von genossenschaftlich organisierten Projekten profitieren in der Regel alle Beteiligten.

So teilen wir richtig

Für sinnvoll halten wir prinzipiell Projekte, die tatsächlich Ressourcen schonen, indem sie dazu beitragen, dass weniger Waren neu produziert oder entsorgt werden müssen. Zukunftsweisend und wirklich nachhaltig sind Konzepte, die darauf basieren, dass Besitz gemeinsam genutzt wird. Idealerweise werden solche Projekte überwiegend von Leuten betrieben und genutzt, die dies aus Überzeugung und nicht mit vorwiegend kommerziellem Interesse tun. Dazu zählen wir beispielsweise die „Lebensmittelretter“-Plattform Foodsharing, die gegen Lebensmittelverschwendung kämpft. Auch Verleih-Plattformen und –Apps wie Whyownit und leihdirwas, auf denen man beispielsweise Geräte, die man selten benötigt, kostenlos (ver)leihen kann sowie die Seite garten-teilen.de passen unserer Ansicht nach zum Gedanken des kollektiven Konsums. Das private Carsharing entspricht ebenfalls diesen Prinzipien, birgt aber die Gefahr, dass Anbieter es in quasi-kommerziellem Stil nutzen. Wo genau die Linie verläuft zwischen gemeinwohlorientierten Projekten und solchen, bei denen der persönliche Vorteil der Betreiber oder Nutzer im Fokus steht, liegt letztendlich im individuellen Ermessen.

von  

lesen Sie weiter: http://www.utopia.de/magazin/share-economy-bitte-teilen

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Montag, 22. September 2014

Bundeswehreinsatz im Inneren || Soldaten fürs aufsässige Volk

http://www.taz.de/!99382/

Reservisten der Bundeswehr sollen die Polizei zur Aufstandsbekämpfung unterstützen dürfen. Eine erste Einheit ist nun in Bremen im Dienst.


HAMBURG taz | Die Sicherheitsbehörden können in prekären Situationen künftig auf militärische Unterstützung zurückgreifen, wenn polizeiliche Mittel nicht ausreichend erscheinen. Aktuell stellt die Bundeswehr neue Einheiten im Rahmen des sogenannten Heimatschutzes auf. Die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) bestehen ausschließlich aus Reservisten der Bundeswehr. „In Bremen hat die Kompanie schon im Juni ihren Dienst aufgenommen“, bestätigt Oberstleutnant Uwe Roth vom Bundesverteidigungsministerium.
Zum sogenannten Aufstellungsappell in der Scharnhorst-Kaserne war eigens Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) an die Weser gereist. In Bremen sei die Vorbereitung schon so weit vorangeschritten gewesen, dass die Einheit einsetzbar sei, sagt Roth. „An den anderen Orten werden die meisten Kompanien erst 2013 in Dienst gestellt.“ 

Die RSUKr-Einheiten werden insgesamt aus 2.700 Mann in 27 Kompanien bestehen, die den in den sechzehn Bundesländern vorhandenen Landeskommandos der Streitkräfte unterstellt sind. Offiziell ist die vorrangige Aufgabe, „die aktive Truppe“ im Rahmen des Heimatschutzes zu unterstützen.  

Verstanden wird darunter ein Bündel von Maßnahmen wie die „Überwachung und Gewährleistung der Sicherheit des deutschen Luft- und Seeraums“ sowie die „Absicherung militärischer Anlagen im Inland“ ebenso wie beim „Inneren Notstand“ nach der Definition der Notstandsgesetze, wenn „Gefahr für den Bestand der freiheitlich demokratischen Grundordnung“ bestehe.
Beim „Inneren Notstand“ bedarf es jedoch des Einsatzbefehls der Bundesregierung auf der Basis einer Zwei-Drittel-Mehrheit des Bundestages, schreibt der Bremer Rechtsanwalt, Publizist und Vizepräsident der Internationalen Liga für Menschenrechte, Rolf Gössner, in seinem Aufsatz „Neue Sicherheitsarchitektur für den alltägliche Ausnahmezustand?“.
Möglich ist jedoch der Einsatz der RSUKr-Einheiten in Rahmen der „Amtshilfe“ zur Unterstützung der Polizei beim „Schutz ziviler Objekte“, „zum Schutz kritischer Infrastruktur“ und bei der „Bekämpfung organisierter und militärischer bewaffneter Aufständischer“ oder „widerstrebender“ Bevölkerungsteile. „Hier haben wir bereits ein Element der militärischen Aufstandsbekämpfung als Unterstützungshilfe für die Polizei“, sagt Gössner.
Nach einer Generalklausel der Europäischen Union könnte der Amtshilfe-Einsatz auch beim politischen Generalstreik gegen Versorgungseinrichtungen, gewaltsamen Massenprotesten, sozialen Unruhen sowie Aktionen des zivilen Ungehorsam durch Streiks und/oder Straßenblockaden im Transport- und Energie- oder Gesundheitswesen möglich sein. Mit dieser Ausrichtung böten die neu aufgestellten RSUKr „allen interessierten und geeigneten Reservisten Chancen des Engagements“, wirbt die Bundeswehr.
Was mit der zivil-militärischen Zusammenarbeit gemeint sein kann, haben die Protestler gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm erfahren müssen, wo sich die Region im Ausnahmezustand befand. Damals waren 2.500 Bundeswehrsoldaten, Tornados, Awacs-Aufklärungsflugzeuge und Fuchs-Spürpanzer zur Aufklärung und Abschreckung über oder in der Nähe der Camps im Einsatz. Marineboote und -schiffe sicherten den Tagungsort seewärts ab.
Die RSUKr-Einheit für Hamburg wird erst im Frühjahr 2013 einsatzbereit sein. Das bestätigt auch Oberstleutnant Roth vom Verteidigungsministerium. Sie wird nach taz-Information 150 Reservisten umfassen, die von Reserve-Offizieren der Landesgruppe Hamburg des Verbandes der Reservisten ausgesucht werden. Die Leute würden zurzeit „speziell gedrillt“, berichtet ein Insider: „Die sind heiß drauf.“
Die innenpolitische Sprecherin der Hamburger Linkspartei, Christiane Schneider, hält die Entwicklung mit dem Aufbau der RSUKr-Einheit Hamburg für gefährlich. Schon jetzt seien Bundeswehr-Reservisten in die Strukturen des Katastrophenschutzes integriert. „Darüber kann man ja noch streiten“, sagt Schneider der taz, „aber eine militärische Unterstützung der Polizei lehnen wir kategorisch ab.“

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Die Bundeswehr ist längt keine Verteidigungsarmee mehr. Nach ihrem Umbau zur Interventionsarmee steht auch der Einsatz im Inneren immer mehr im Fokus.
Die Heimatschutz-Bataillone sind im Rahmen der Neuausrichtung 2007 aufgelöst worden.
Wegen politischer Bedenken zur zukünftigen Gewährleistung des "Heimatschutzes" ist das Programm "Konzeption der Reserve" beschlossen worden, das den Aufbau der Regionalen Sicherheits- und Unterstützungskompanien aus Reservisten vorsieht.
Ihren Dienst aufnehmen sollen bundesweit die Reservisten bis zum 1. April 2013. Dann soll die Truppe insgesamt aus 27 Kompanien mit einer Personalstärke von 2.700 Mann bestehen.
 



 


Dienstag, 9. September 2014

Revolution des Bewusstseins, Jetzt! - Jiddu Krishnamurti


Wir werden sehen wie wichtig es ist 
die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. 

Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. 
Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, 
die alten Muster, die uralten Traditionen. 

Wenn man in Betracht zieht, 
was die Welt jetzt ist, mit 
all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. 

Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. 
Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

Mittwoch, 3. September 2014

ZDF Auslandjournal | Außendienst XXL || Wie geht die Welt mit ihren Kindern um?

Heranwachsen rund um den Globus  

ZDF-Reporter Andreas Stamm macht sich auf eine Reise zu Kindern in unterschiedliche Winkel der Erde. Dabei hat er immer die Frage im Gepäck, wie andere Kulturen mit ihren Jüngsten umgehen. 

http://www.zdf.de/auslandsjournal/aussendienst-xxl-34456806.html


von Lars Westermann
Die Geburt des ersten Kindes steht vor der Tür. Das Zimmer ist fertig tapeziert, das Mobile hängt schon über der Wiege und der Schrank ist voller Windeln. Zusätzlich werden Ratgeber mit gezücktem neonfarbenem Leuchtstift gewälzt und Vorbereitungskurse aufgesucht, um Antworten auf die wichtigen Fragen zu finden. „Wie gelingt es mir, dass mein Kind ein glücklicher Mensch wird? Was muss ich ihm an Wissen mitgeben? Kann man ein Baby verwöhnen? Wieviele Regeln und wieviele Freiheiten braucht das Kind? “


Vom ersten Schrei bis zur ersten Akne

Fragen, über die sich natürlich auch Menschen in anderen Ländern Gedanken machen. Wie bereiten sie sich auf die Geburt ihres Nachwuchses vor? Was ist in anderen Ländern wichtig, wenn es um Erziehung geht? Wie erleichtert man Jugendlichen den Schritt zum Erwachsenwerden? Auf der Suche nach Anregungen reist Außendienst-Reporter Andreas Stamm rund um den Globus. Die Reise führt ihn von den ersten bewussten Momenten eines Menschenlebens hin zu den Problemen von Jugendlichen während der Pubertät. Von der Laissez-Faire-Erziehung bis hin zum Drill.


Vom Amazonasbecken bis in chinesische Großstädte 

Der einzigartige Moment, an dem ein Mensch zum ersten Mal das Licht der Welt erblickt, ist für die Mutter sowie das Kind über alle Maßen kräftezehrend. Die väterliche Seite hingegen steht zumeist nur Händchen haltend neben dem Bett. Andreas Stamm möchte sich der Frage, wie man Kinder ins Leben begleitet stellen und geht ihr in einem Geburtszentrum in Amsterdam nach - mit einem Wehensimulator. Das für ihn und die gesamte Männerwelt beruhigende Fazit ist: Er steht es durch, allerdings nur unter der betäubenden Wirkung von Lachgas.


Verschiedene Kulturen, unterschiedliche Methoden

Nach dem Schmerz der simulierten Wehen, der geglückten Geburt, stellt sich die Frage, was braucht das Neugeborene am dringendsten? Forscher sind sich einig: Zuwendung. Aufmerksamkeit und Fürsorge, ganz wichtig: körperlichen Kontakt. Aber was ist, wenn keiner von den Eltern in der Lage ist, sich um die Kleinen kümmern? Die amerikanische Antwort auf das Problem sind „Cuddler“. Ehrenamtliche Mitarbeiter drücken, herzen und kuscheln in Krankenhäusern die Babys, die in ihren ersten Wochen keinen anderen dafür haben.
Wie aber schafft man es, dass der Nachwuchs später eine glückliche Jugend hat? Wie bereiten andere Kulturen ihre Kinder auf die harte Welt der Erwachsenen vor? Was macht man, wenn sie mal aus dem Ruder schlagen? Auf seiner Reise in die unterschiedlichsten Winkel der Erde lernt Andreas Stamm, warum sich mexikanische Eltern hoch verschulden, damit ihre Kinder richtig den wichtigen Schritt zum Erwachsenen machen können. Er erfährt das Geheimnis der Xingu-Indianer im Amazonasbecken, deren Kinder als die glücklichsten der Welt gelten und erträgt am eigenen Leib die harten Methoden der Trainer in chinesischen Diät-Camps für Jugendliche.

Arte Doku: Schluss mit schnell

http://www.arte.tv/guide/de/048763-000/schluss-mit-schnell
Die globalisierte Beschleunigung hat uns alle fest im Griff. Verantwortlich für diese Geschwindigkeit ist die unkontrollierte Entwicklung von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft. Wir sind in einem Zustand permanenten Zeitdrucks. Doch überall auf der Welt verweigern sich immer mehr Menschen dem allgegenwärtigen Stress. Eine Ode an das selbstbestimmte Leben.

Immer schneller, immer effizienter, immer rentabler - was haben wir aus der Zeit gemacht? Die Zeit scheint sich dem allgemeinen Maß des Geldes nicht mehr entziehen zu können. Wir sind in die Ära der Beschleunigung eingetreten, in die Ära der Norm gewordenen Unverzüglichkeit. Aber zu welchem Preis? Im Finanzwesen und in der High-Tech-Branche führt der immer größere Zeitdruck zu ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophen.

Doch es gibt eine Gegenbewegung: Weltweit haben Frauen und Männer beschlossen, sich auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen dem Diktat der Dringlichkeit zu widersetzen. In Europa, Lateinamerika, den USA und Indien gibt es Initiativen einzelner Personen und Vereine, die nach Wegen suchen, um zu einem Umgang mit der Zeit zurückzufinden, der Aufmerksamkeit, Geduld und Sinnhaftigkeit ermöglicht.

Wer sind diese neuen Rebellen, die einen anderen Rhythmus vorleben, um eine fruchtbare Beziehung mit der Zeit wiederzuentdecken? Das Barefoot College in Indien zum Beispiel bildet Tausende von Frauen aus ländlichen Gebieten in der Herstellung von Solartechnik aus. Auch Versuche der Entglobalisierung können zur Entschleunigung beitragen: Die Städte Romans-sur-Isère und Bristol führen eine Alternativwährung ein, um das tägliche Leben wieder lokaler zu gestalten. Und im amerikanischen Ithaca haben Landwirtschafts- und Kreditgenossenschaften bereits bewiesen, dass sie die Wirtschaft lokal verankern können.

Als Gegenmodell zum Wettlauf um Zeit und Rentabilität könnten diese Alternativen beispielhaft für die Welt von morgen sein. Im Grunde sind sie die praktische Umsetzung der kritischen Analysen von Philosophen, Soziologen, Wirtschaftswissenschaftlern und Forschern wie Pierre Dardot, Rob Hopkins, Geneviève Azam und Bunker Roy.

Dienstag, 2. September 2014

Metatron Engelevent: Kinder der neuen Zeit - erkennen und stärken

Für eine wundervolle Seele poste ich heute mal diesen Vortrag.
Sollten Sie fragen haben, her damit :)

@all Eltern,
Eure Kinder sind völlig normal. Unsere Welt ist es nicht! Das ist das Problem und nicht das unsere Kinder diese doofen, veralteten Regeln nicht mehr akzeptieren...
...und entweder zu still (depressiv = Lithium) oder zu wild (ADHS = Ritalin)


Beichte auf dem Sterbebett: ADHS gibt es gar nicht!
http://pravda-tv.com/2013/05/09/beichte-auf-dem-sterbebett-adhs-gibt-es-gar-nicht/

Milliardengeschäft Psychopharmaka
http://www.postswitch.de/wissenswertes/gefaehrliche-psychopharmaka.htm


Dagmar Herrmann und Manuela Herbert auf dem Litios Engelevent. Im ersten Teil spricht Manuela von der neuen Energie der Erde und dem Aufbruch in das Goldene Zeitalter. Und davon, daß die Kinder der Neuen Zeit diese Energien brauchen, um auf diese Erde kommen zu können und ihr Wirken an der Schwelle zum Goldenen Zeitalter entfalten zu können. Dagmar zeigt im zweiten Teil auf, wie man diese Kinder darin unterstützen kann.
Die Energie auf der Erde verändert sich spürbar und wahrnehmbar. Die Erde hat sich entschlossen aufzusteigen und den Transformationsprozeß in Gang gesetzt. Jeder Einzelne von uns ist wichtig für diesen Übergang ins Goldene Zeitalter - und für die Erde! Manuela erläutert, wie sehr die Neuen Kinder diese besondere Energie brauchen. Nur in diesem Umfeld können die Neuen Kinder ihre Audgabe wahrnehmen, für das Neue Zeitalter zu wirken.

Dagmar Herrmann und Manuela Herbert sind Lichtpriesterinnen der ersten Stunde. Sie haben die erste Ausbildung zur Lichtpriesterin absolviert. Beide sind auch geistige Heilerinnen und in München tätig.