Quelle: http://www.ugkrishnamurti.net/ugkrishnamurti-net/GERMAN/Der_Mut/5_Der%20Mut_3.htm
F: Kann ich Sie etwas fragen?
U.G.: Ja, bitte.
F: Wir möchten ständig diesen Wandel in unserem Innern herbeiführen; wir wollen zwar nicht unbedingt die Welt verändern, möchten aber doch unser inneres Selbst finden, wenn wir meditieren oder Yoga praktizieren – warum wollen wir diesen Wandel eigentlich?
U.G.: Warum machen Sie all diese Dinge?
F: Nun, ich probiere sie aus, um zu sehen...
U.G.: Was? Wollen Sie etwas verändern?
F: Das ist es ja gerade, ja. Warum wollen wir uns ändern? Was in uns verlangt ständig nach Veränderung? Warum können wir nicht zufrieden sein?
U.G.: Sie sind mit sich selbst unzufrieden, nicht wahr?
F: Nicht bewußt... es ist schon merkwürdig. Ich fühle mich sehr gut, es gibt eigentlich relativ wenig, worüber ich mich beklagen könnte, und doch...
U.G.: Und doch tun Sie es. Sehen Sie das Paradox? Sie sind nicht so mit sich selbst zufrieden, wie Sie behaupten.
F: Das stimmt.
U.G.: Da gibt es etwas, das beschließt, daß es so nicht stimmen kann. Deshalb wollen Sie eine Veränderung herbeiführen. Wer ist nun für dieses Verlangen nach Veränderung verantwortlich? Ich sage: die Kultur, die Gesellschaft, erhebt einen Anspruch an Sie, der vorgibt, wie Sie zu sein hätten, wie Sie sein sollten. Verstehen Sie? Sie haben das als Vorbild für sich selbst akzeptiert.
F: Ich habe nicht das Gefühl, daß ich irgendeinem Vorbild nachstrebe. Ich möchte gerne herausfinden, ob in unserem Innern nicht noch mehr ist.
U.G.: Nein. Das Verlangen nach mehr....
F: Nach dem, was im Innern ist...
U.G.: Es gibt kein Innen und Außen. Es gibt nur ein Gefühl, ein Verlangen nach etwas Interessanterem, mit dem man sich beschäftigen könnte, etwas, das sinn- und zweckvoller wäre als Ihre heutige Existenz. Darauf, sehen Sie, ist das Verlangen gerichtet. Daher rührt auch diese Unruhe. Sie werden deshalb unruhig, weil Sie in sich diesen Drang verspüren, der durch die Gesellschaft oder die Kultur in Sie hineingelegt wurde und der Sie glauben macht, daß Ihr Leben interessanter, bedeutender und sinnvoller sein könnte, als es das heute ist.
F: Und dieser natürliche Zustand des Seins, den gibt es nicht?
U.G.: Nein.
F: Das sind nur von der Gesellschaft zusammengestellte
leere Worte?
U.G.: Genauso ist es, Ihre Natürlichkeit wird von diesen
Forderungen der Kultur zerstört. Also erscheint Ihnen Ihr Leben sinnlos,
wenn es nichts weiter zu tun gibt. Sie haben alles Erdenkliche
versucht, um diese Langeweile mit etwas auszufüllen... jetzt haben Sie
all die neuen Spielereien – Yoga, Meditation und die ganze
Psychologie.
F: Bücher lesen.
U.G.: Bücher lesen, insbesondere das
Lesen religiöser Bücher, ist ein Weiteres, das Sie der schon vorhandenen
Liste hinzugefügt haben; aber auch damit gelingt es Ihnen nicht, sich
von der Langeweile zu befreien. Ihr Leben langweilt Sie, Ihre ganze
Existenz, denn alles in ihr wiederholt sich ständig. Für Ihre physischen
Bedürfnisse ist bereits sehr gut gesorgt, zumindest hier in diesem Teil
der Welt. Also müssen Sie keine zusätzliche Energie aufwenden, um zu
überleben. Für diesen Teil wird bereits Sorge getragen.
Wenn für das
Überleben gesorgt ist, erhebt sich naturgemäß die einfache Frage: „Ist
das denn alles, was es gibt?“ Jeden Morgen ins Büro zu gehen, oder das
Hausfrauendasein mit all den dazugehörigen Pflichten, oder zu schlafen,
die sexuellen Kontakte – ist das schon alles? Und genau dieses Verlangen
nach mehr ist es, was von diesen ‘Heiligen’ ausgebeutet wird. Das soll
schon alles sein? Und dann kommen die Tricks, mit denen Sie Ihre
Langeweile vertreiben wollen.
Das ist wie ein Faß ohne Boden. Es ist
nicht nur ein Faß ohne Boden, es ist ein Loch ohne Ende. Sie können es
immerzu mit allem zu füllen suchen, was Sie sich vorstellen können oder
was anderen dazu einfällt, und doch wird die Langeweile eine Realität
bleiben, sie ist ein Faktum. Sicherlich. Sonst würden Sie nichts tun.
Sie sind einfach gelangweilt, gelangweilt davon, immer und immer wieder
das gleiche zu tun. Darin vermögen Sie keinen Sinn zu erkennen.
F: Man
ist sich dieser Langeweile nicht ganz bewußt....
U.G.: Sie sind sich
dieser Langeweile nicht ganz bewußt, weil Sie danach trachten, von etwas
frei zu werden, was gar nicht vorhanden ist. Das ist es doch, worauf
ich die ganze Zeit über mit Nachdruck hinweise. Die Langeweile ist nicht
wirklich das Problem. Sie sind sich des Vorhandenseins von Langeweile
nicht bewußt, weder auf der bewußten Ebene Ihres Denkens noch auf der
bewußten Ebene Ihrer Existenz. Die Attraktivität dieser Dinge, die Sie
dazu benützen, um sich von der nichtexistenten Langeweile zu befreien,
hat in Wirklichkeit die Langeweile geschaffen. Und diese Langeweile kann
von den Dingen, die sie erschaffen hat, nicht vertrieben werden. Und so
geht das immer weiter – mit immer neueren Techniken und Methoden. Jedes
Jahr bekommen wir einen neuen Guru aus Indien mit ein paar neuen
Tricks, einer neuen Technik, oder wir erfinden eine neuen Therapie.
Alles mögliche...
F: Wenn wir von Bewußtsein sprechen...
U.G.: Ja, ja. Sie wissen anscheinend etwas über das Bewußtsein. Würden Sie mir bitte sagen, was genau Sie unter Bewußtsein verstehen?
F Ich weiß es nicht. Das wollte ich Sie fragen.
U.G.: Warum stellen Sie mir diese Frage über Bewußtsein? Ich will Ihnen nicht mit einer Gegenfrage kommen. Aber Sie greifen das Wort ‘Bewußtsein’ irgendwo auf. Sie haben es irgendwo aufgelesen, und schon wird darüber gesprochen, wie man das Bewußtsein erweitern kann.
F: ...dergestalt, daß man sich selbst besser kennenlernen und zur Natürlichkeit finden könnte.
U.G.: Ihre Natürlichkeit ist etwas, was Sie nicht kennenlernen müssen. Sie brauchen sie nur auf ihre eigene Weise wirken lassen. Ihr Wissenwollen verlangt nach einem Know-how, das Sie von einem anderen bekommen wollen. Das Funktionieren des Herzens ist etwas Natürliches; das Funktionieren aller Organe Ihres Körpers ist etwas vollkommen Natürliches. Die stellen sich auch nicht für einen Augenblick lang die Frage: „Wie funktioniere ich?“ Der ganze lebendige Organismus verfügt über eine riesige Intelligenz, die ihn auf ganz natürliche Weise erhält. Davon haben Sie das, was Sie Leben nennen, abgetrennt. Was Sie Leben nennen, ist eine Lebensweise, die in keiner Beziehung zum Funktionieren dieses lebendigen Organismus steht.
Damit erhebt sich natürlich für Sie die Frage: „Wie soll man leben?“ Sehen Sie, es ist dieses „Wie soll man leben?“, das tatsächlich die natürliche Weise, in der das Ganze abläuft, zerstört hat. Hier schaltet sich die Kultur ein und sagt: „Du sollst auf diese Art und Weise handeln und leben! Nur so wird es dir und der Gesellschaft zum Guten gereichen“. Sie wollen das verändern. Was ist es denn eigentlich, was Sie verändern möchten?
Auch die Übungen zur körperlichen Vervollkommnung gehören zu diesen Methoden. Ich will nichts gegen Yoga sagen, verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich habe auch nichts gegen Meditation einzuwenden – betreiben Sie Yoga, meditieren Sie – das sind alles Linderungsmittel. Wenn Sie wollen, daß Ihr Körper elastisch bleiben soll, dann wenden Sie sie an. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, daß die Meditation Spannungen erzeugt. Sie schaffen sich erst ein Problem, und dann versuchen Sie es zu lösen. Aber es ist schon in Ordnung, denn Gott sei Dank betreiben Sie sie ja nicht allzu ernsthaft.
...Die Ziele eines jeden Menschen auf dieser Welt, sei es hier im Westen oder im Osten oder in einem kommunistischen Land, sind überall identisch. Was der Mensch haben will, ist Genuß ohne Reue und Glück ohne einen Augenblick des Unglücklichseins. Wonach er tatsächlich strebt und worum er kämpft, ist, das Unmögliche wahr zu machen und das eine (Glück) zu erringen, ohne das andere (Unglücklichsein) zu erleiden.
»Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir.« ...Immanuel Kant Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, erweitert meine Menschlichkeit. m.p.
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Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.
Mittwoch, 31. Juli 2019
Sonntag, 28. Juli 2019
Peter Joseph Live: "Zeitgeist: Die Seelenmesse für den Einen || The 2011 Zeitgeist Media Festival
Die Seelenmesse für den Einen
Von Peter J .:
"Zeitgeist: Requiem for One" [2011] ist eine 32 min. Performance-Stück für Audio- und Video-Display, begleitet von akustischen und elektronischen Live-Instrumenten, meist Schlagzeug. Diese Arbeit spiegelt die ursprüngliche Intention / Performance-Arbeit von "Zeitgeist: The Movie" aus dem Jahr 2007 wider. Die Arbeit ist zum Teil ein Medley der Zeitgeist Film Series, gepaart mit dem gleichzeitigen Thema der Traurigkeit infolge des gestischen "Verlusts" of the One "in Bezug auf die schweren menschlichen Spaltungen und Konflikte auf diesem Planeten zu dieser Zeit. In vielerlei Hinsicht umfasst diese Arbeit die gestische Definition dessen, worum es in der Zeitgeist-Filmreihe geht, sowie die von ihr inspirierte soziale Bewegung. "
U. G. Krishnamurti || Der Mut, allein zu stehen, Teil II Der Hunger muß sich selbst verzehren
27.07.2019
...es ist die Angst davor, daß das, was Sie kennen, aufhören wird
...Wenn man auf dieser Welt nichts mehr begehrt, gibt es auch kein Denken mehr. Das will nicht heißen, daß es dann keine Gedanken mehr gäbe.
F: Als ich zwei Jahre alt war, träumte mir, daß ich keine Luft bekäme. Das ist wohl eine Ausrede...
U.G. Das ist etwas, was Sie nicht durch eigene Willens- oder Kraftanstrengung tun oder veranlassen können. Wenn es also so weit ist, dann wird es möglicherweise nicht das sein, was Sie eigentlich wollten. Sie werden niemals um das Ende dessen ersuchen, als das Sie sich kennen und erfahren. Aber manchmal, sehen Sie, geschieht es doch. Es ist also die Angst davor, daß es mit dem zu Ende gehen wird, was Sie als sich selbst kennen und erleben, die es nicht zuließ, daß endgültig Schluß ist mit dem Ganzen. Wenn Sie viel Glück gehabt hätten und es wirklich geschehen wäre, dann hätte alles in seinen natürlichen Rhythmus fallen können, und der ist unstet und zusammenhangslos.
Das Denken funktioniert auf diese Weise Es besitzt keine Kontinuität. Die einzige Möglichkeit, wie das Denken seine Kontinuität aufrechterhalten kann, besteht darin, daß es ständig danach verlangt, immer und immer wieder dasselbe zu erfahren. Es ist also nur das Wissen vorhanden, das Sie über sich selbst und die Welt besitzen. Die Sie umgebende Welt unterscheidet sich nicht sehr von der, die Sie in Ihrem Innern für sich selbst geschaffen haben. Wovor Sie sich fürchten (nicht Sie, sondern die Denktätigkeit) ist, daß diese Kontinuität an ihr Ende gelangen könnte.
...Es ist das Denken, das daran interessiert ist, sich selbst aufrechtzuerhalten und ohne jede Unterbrechung weiterzumachen und das daher andauernd nach diesen Erfahrungen verlangt. Nur so kann es sich seines Fortbestehens versichern. Der Körper arbeitet auf ganz andere Weise, und er ist an den Aktivitäten des Denkens nicht interessiert. Das einzige Denken, das für diesen Körper unabdingbar ist, ist jenes, welches er zum Überleben des lebendigen Organismus benötigt.
...Es gibt nichts, was Sie tun könnten, um Ihr Ziel mittels eigenen Bemühens und durch Willenskraft zu erreichen. Aus diesem Grund lege ich solchen Wert auf die Feststellung, daß so etwas, wenn es denn geschieht, gar nichts Geheimnisvolles ist. Das Denken findet zu seinem natürlichen Rhythmus eines unzusammenhängenden, diskontinuierlichen Funktionierens. Das ist alles.
Dann befindet sich das Denken in Harmonie mit den sensorischen Wahrnehmungen und den Sinnesaktivitäten. Es gibt keinen Konflikt, es gibt dort keinen Kampf, es gibt keinen Schmerz. Es gibt nur eine harmonische Beziehung zwischen Denken und Körper. Wann immer ein Gedanke gebraucht wird, wird er dann zur Verfügung stehen, wenn es zu handeln gilt. Dieser Körper ist nur an einer solchen Handlung interessiert, die zum Überleben des lebendigen Organismus unbedingt notwendig ist.
Der Körper interessiert sich nicht für irgendwelche Ideen bezüglich Ihrer religiösen oder materiellen Ziele. Sie interessieren ihn überhaupt nicht. Zwischen dem Denken und dem Körper findet andauernd ein immerwährender Kampf statt.
Am Denken ist nichts Geheimnisvolles; es ist das, was die Kultur, und damit natürlich die Gesellschaft, vorgegeben hat. Es gibt keinen Unterschied zwischen Kultur und Gesellschaft. Die Gesellschaft ist an ihrem Weiterbestehen, an Permanenz interessiert. Sie ist am Status quo interessiert. Sie hält den Status quo immerzu aufrecht. Daher ist das Denken dem Staate dienlich. Die Gesellschaft sagt: „Wenn Sie nicht so und so handeln, wenn Sie nicht auf eine bestimmte Weise denken, dann werden Sie asozial, weil all Ihre Handlungen gedankenlos und impulsiv sein werden.“ Sie ist daran interessiert, jeden einzelnen Ihrer Gedanken genau in die Richtung zu kanalisieren, die den Status quo erhält. Darum besteht im Grunde ein essentieller und fundamentaler Konflikt zwischen der Gesellschaft und dem Einzelnen. Die Kultur wurde nur deshalb übernommen und akzeptiert, weil sie ein Mittel zum Überleben ist.
Die Kultur verfügt über ihre eigene Dynamik, die mit dem Überleben des Körpers in keinerlei Zusammenhang steht. Solange Sie noch von dieser Kultur Gebrauch machen, sind Sie kein Individuum. Sie können erst dann zu einem Individuum werden, wenn Sie total mit dieser Art von Weisheit brechen.
So etwas wie Ihr Bewußtsein oder mein Bewußtsein gibt es nicht. Vielleicht gibt es etwas wie einen ‘Weltgeist’, ein Bewußtsein, in dem alles kumulative Wissen und die daraus entstandenen Erfahrungen, die von einer Generation an die andere weitergegeben werden, angehäuft sind. Wir müssen dieses Bewußtsein gebrauchen, um in dieser Welt vernünftig und intelligent funktionieren zu können. Wenn wir das nicht tun, werden wir wahrscheinlich in einer Anstalt landen. Die Gesellschaft ist lediglich daran interessiert, jeden Einzelnen in ihre Struktur einzupassen und so ihren Fortbestand sicherzustellen.
Sie gehen davon aus, daß Sie nach spirituellen Erkenntnissen hungerten, und Sie strengen sich an, Ihre Ziele zu erreichen. Es liegt in der Natur der Sache, daß sich auf diesem Markt sehr viele Menschen tummeln – all diese Heiligen, die alle möglichen schäbigen Güter verkaufen. Was immer auch die Gründe dafür sein mögen, warum sie das tun, soll hier nicht unser Anliegen sein; sie tun es jedenfalls. Sie sagen, es sei zum Wohle der Menschheit, oder sie täten es aus Mitgefühl und dergleichen mehr. Das ist sowieso alles Blödsinn. Ich will damit ausdrücken, daß Sie sich mit ein paar Brotkrumen abspeisen lassen, die sie Ihnen hinwerfen. Und eines Tages, so versprechen sie, werden sie Ihnen einen ganzen Brotlaib liefern. Das ist ein hohles Versprechen. Sie können diese Güter gar nicht liefern. Sie haben sie ganz einfach nicht. Sie können den Laib nur in kleine Stücke schneiden und unter den Menschen verteilen. Jesus hat nicht bewirkt, daß sich ein Brotlaib nach dem andern materialisierte, sondern er hat das Brot genommen, das gerade da war, hat es in kleine Stückchen aufgeteilt und an alle verteilt, die zugegen waren. Sie möchten das natürlich gerne einem Wunder zuschreiben.
Was ich sage, ist, daß sich der Hunger selbst verzehren muß. Sehen Sie, ich sage jeden Tag das gleiche, nur in etwas anderen Worten, um diese Dinge auf verschiedene Weise darzustellen. Das ist alles, was ich tun kann. Mein Wortschatz ist sehr, sehr beschränkt; also muß ich dieselben Worte immer wieder gebrauchen und stets aufs Neue das gleiche betonen, nämlich, daß der Hunger sich selbst verzehren muß.
Es nützt nichts, wenn Sie sich mit allerlei Junk food vollstopfen. Es bringt nichts, darauf zu warten, daß jemand kommen wird, um Ihren Hunger zu stillen. Es ist völlig zwecklos, den Hunger zu stillen. Der Hunger muß sich selbst verzehren – muß sich, im wörtlichen Sinne, selbst verbrennen.
Ich muß eines immer wieder betonen: es kommt nicht darauf an, was Sie tun oder was Sie nicht tun, damit es geschehen kann. Und warum es dem einen geschieht und dem anderen nicht – auf diese Frage gibt es keine Antwort. Ich versichere Ihnen, daß es nicht demjenigen Menschen zustoßen wird, der sich darauf vorbereitet oder der sich geläutert hat, um bereit zu sein, es zu empfangen. Es ist umgekehrt. Es trifft einfach. Aber es trifft zufällig. So ist die Wirkungsweise der Natur. Der Blitz schlägt irgendwo ein. Er interessiert sich nicht dafür, ob er einen Baum trifft, der in Blüte steht, der Früchte trägt oder den Menschen nützlich ist, indem er ihnen Schatten spendet. Er schlägt einfach zufällig irgendwo ein. Und genauso geschieht es mit einem bestimmten Individuum, und dieses Geschehnis ist akausal. Es gibt keine Ursache dafür.
In der Natur geschehen viele Dinge, die keiner bestimmten Ursache zugeordnet werden können. Ihr Interesse, das Leben oder die Biographie jener Menschen studieren zu wollen, von denen Sie annehmen, sie seien erleuchtet oder Gottesmänner, liegt also nur in der Hoffnung begründet, dadurch einen Hinweis zu finden, wie die es wohl geschafft haben mögen. Dann wollen Sie deren Techniken anwenden, damit Ihnen das gleiche geschehen möge. Allein darin liegt Ihr Interesse. Diese Menschen geben Ihnen irgendwelche Techniken, Systeme, Methoden, die überhaupt nicht funktionieren. Sie erwecken die Hoffnung, daß es auch Ihnen eines Tages, wie durch ein Wunder, passieren wird. Aber das wird nie geschehen.
Sie glauben also, daß die Lage hoffnungslos sei, aber sie ist nicht hoffnungslos. Die Hoffnung ist hier. Die Hoffnung ist nicht dort. Sie warten darauf, daß morgen etwas passieren wird. Morgen wird NICHTS passieren.
Wenn etwas geschehen muß, dann muß es jetzt geschehen. Aber es gibt praktisch so gut wie keine Möglichkeit, daß das jetzt geschieht, weil das Instrument, welches Sie verwenden, die Vergangenheit ist. Ohne daß die Vergangenheit an ihr Ende gelangt, kann es keine Gegenwart geben. Und dieser gegenwärtige Augenblick ist etwas, das von Ihnen weder eingefangen noch erlebt werden kann. Selbst wenn man für einen Augenblick annähme, die Vergangenheit sei beendet, so haben Sie doch keine Möglichkeit zu erfahren, daß sie zu Ende gegangen ist. Dann wird es für Sie keine Zukunft mehr geben. Vielleicht werden Sie morgen der Chef Ihrer Firma sein, oder der Schullehrer wird zum Direktor seiner Anstalt aufrücken und der Professor zum Dekan – diese Möglichkeiten bestehen, aber dafür werden Sie kämpfen müssen, und das erfordert Zeit. Sie wenden die gleiche Technik auf alles an, was Sie realisieren wollen, und so weist der Verstand auch Ihren spirituellen Zielen einen Platz in der Zukunft zu. Mit dieser Technik sind gewaltige Ergebnisse erzielt worden; warum also, so fragen Sie sich, sollte dieses Mittel nicht auch das geeignete sein, um Ihre spirituellen Ziele zu erreichen? Sie haben es versucht, Sie haben alles mögliche unternommen – aber selbst für diejenigen unter Ihnen, die voll glühenden des Verlangens sind, es zu finden – es ist unmöglich.
In Indien hat es jeder versucht, und – Sie werden es nicht glauben – nicht einem ist es geglückt. Und wenn einmal etwas in dieser Art geschehen ist, dann ist es jenen Menschen geschehen, die ihre Suche ganz und gar aufgeben hatten. Das ist die absolute Vorbedingung. Die ganze Bewegung muß sich verlangsamen und zum Stillstand kommen. Aber alles, was Sie tun, um sie anzuhalten, verschafft ihr nur neuen Antrieb. Das ist wirklich die Crux des Problems.
Sie können nicht alles andere haben, und die Erleuchtung noch dazu. Wenn es kommt, dann tilgt es alles aus. Sie wollen alles haben, und den Himmel obendrein. Sie haben keine Chance! Das ist etwas, was sich nicht durch Ihre Bemühungen oder die Gnade von irgend jemandem bewerkstelligen ließe, nicht einmal mit Hilfe eines Gottes, der auf Erden wandelt und behauptet, er sei extra um Ihret- und der Menschheit willen aus irgendeinem Himmel herabgestiegen – das ist ganz einfach dummes Gerede. Niemand kann Ihnen helfen. Helfen, um was zu erreichen? Sehen Sie, das ist die eigentliche Frage.
Solange Sie in dieser Wunschvorstellung leben, werden Ihnen solche Menschen, ihre Versprechungen und Techniken, als sehr attraktiv erscheinen. Das gehört dazu. Es gibt nichts, was Sie tun müßten. Sie tun sowieso schon so vieles. Können Sie sein, ohne etwas zu tun? Das können Sie nicht. Unglücklicherweise tun Sie etwas, und dieses Tun muß aufhören. Um dieses Tun zu Ende zu bringen, tun Sie etwas anderes. Hier liegt wirklich die Crux des Problems. In dieser Situation befinden Sie sich. Das ist alles, was ich sagen kann. Ich weise auf die Absurdität dessen hin, was Sie tun.
F: Wollen Sie damit sagen, daß wir bereits das sind, was wir sein sollen?
U.G.: Diese Tatsache wollen Sie nicht akzeptieren, stattdessen möchten Sie wissen, was Sie sind. Darin liegt das Problem. Sie haben keine Möglichkeit, das jemals herauszufinden. Was da ist, kann man nicht wissen. Es hängt immer davon ab, was Sie sein wollen. Was Sie hier vor sich haben ist das Gegenteil von dem, was Sie gerne wären, was Sie sein wollen und was Sie sein sollen. Was sehen Sie hier? Sie wollen glücklich sein, also sind Sie unglücklich. Der Wunsch glücklich zu sein, schafft das Unglücklichsein. Was Sie hier sehen, ist das Gegenteil Ihres Ziels, Ihres Wunsches, glücklich zu sein. Das Streben nach ständigem Genuß schafft den Schmerz. Wollen und Denken gehen also immer Hand in Hand. Sie sind nicht getrennt. Alles, was man haben will, schafft Schmerzen, denn dann beginnt man zu denken. Wollen und Denken. Wenn man auf dieser Welt nichts mehr begehrt, gibt es auch kein Denken mehr. Das will nicht heißen, daß es dann keine Gedanken mehr gäbe.
...Aber wie ich schon sagte, ist die Fähigkeit, mit diesen Problemen fertig zu werden im Körper selbst vorhanden; dazu muß er auch imstande sein, denn er kann sie einfach nicht ertragen. Die Sensibilität der Sinnesorgane wird von all dem zerstört, was Sie tun, um sich von den Dingen zu befreien, von denen Sie frei sein wollen. Das zerstört die Sensibilität des Nervensystems.
Die Gesellschaft ist am Status quo interessiert, sie will sich nicht verändern. Die einzige Möglichkeit, wie sie den Status quo oder die Kontinuität aufrechterhalten kann, liegt darin, daß sie verlangt, jedermann müsse sich in ihre Struktur einordnen. Dabei ist jedes Individuum, in physischer Hinsicht, einzigartig. Die Natur schafft immerzu Einzigartiges. Sie ist nicht an einem perfekten Menschen interessiert; sie ist auch nicht an einem religiösen Menschen interessiert.
Alles, was von der Aufspaltung Ihres Bewußtseins herrührt, ist destruktiv, ist Gewalt, und zwar deshalb, weil es nicht diesen lebendigen Körper, nicht das Leben, zu schützen sucht, sondern die Kontinuität des Denkens. Dadurch kann es den Status quo Ihrer Kultur, oder wie Sie es auch nennen wollen, der Gesellschaft, aufrechterhalten. Die Probleme sind neurologischer Art. Wenn Sie dem Körper eine Chance geben, wird er mit all diesen Problemen fertig werden. Wenn Sie aber versuchen, sie auf einer psychologischen oder ethischen Ebene lösen zu wollen, wird Ihnen das nicht gelingen.
....weiter geht´s 29.07.2019
Ihr Wunsch, etwas zu verstehen, dient also nur dem Zweck, einen Wandel herbeizuführen, gleichzeitig wollen Sie den Wandel aber nicht. Das ließ im Menschen die neurotische Situation entstehen, daß er zwei Dinge will – er will den Wandel, und er will ihn nicht. Dieser Konflikt ist andauernd in ihm vorhanden.
F: Vielleicht müssen wir diesen Konflikt sehen.
U.G.: Das Sehen selbst ist ein entzweiender Vorgang. Es gibt zweierlei. Sie wissen, die Inder sind Meister in diesem Spiel – der Seher und das Gesehene, der Beobachter und das Beobachtete. In dieser Art von Spiel sind sie große Experten. Aber was gibt es denn zu sehen? Wer ist es denn, der sieht? Sind dort zweierlei Dinge? Was tun Sie, wenn Sie sehen? Sie sind wieder beim selben Gedanken angelangt.
Es ist absurd, sich selbst die Frage zu stellen „Wer bin ich?“ Das wurde zur fundamentalen Lehre von Ramana Maharshi. „Wer bin ich?“ Warum stellen Sie diese Frage? Sie besagt doch, daß es da ein anderes Ich gäbe, das Sie kennenlernen wollen. Diese Frage ergibt für mich keinerlei Sinn. Allein die Tatsache, daß Sie sie stellen, impliziert, daß es da zwei Dinge gibt. Das ‘Ich’, das Sie kennen, und dann gibt es noch ein anderes ‘Ich’, dessen Natur Ihnen wirklich unbekannt ist und das Sie gerne kennenlernen wollen. Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich mache. Zunächst einmal – wissen Sie denn etwas über sich selbst? Was wissen Sie? Sagen Sie es mir.
F: Was weiß er?
U.G.: Was ihm gesagt wurde: wo er lebt, seinen Namen, wieviel Geld er jeden Monat verdient, seine Telefonnummer, wie viele Erlebnisse er im Verlauf seiner dreißig Lebensjahre angesammelt hat, er kennt die Menschen, denen er begegnet ist und all die Bücher, die er gelesen hat. Das ist alles, was er Ihnen erzählen kann. Er kann mechanisch alle Information und Erfahrungen, die er angesammelt hat, wiederholen. Und das ist auch schon alles. Warum sind Sie damit unzufrieden, warum suchen Sie nach etwas anderem? Können Sie mir außer den von Ihnen gesammelten Informationen, dem, was Sie wissen, noch etwas anderes über sich sagen?
F: Was ich dort gefunden habe, ist nicht die Antwort. Sonst würde die Frage doch nicht fortbestehen.
U.G.: Was haben Sie dort gefunden?
F: Nur Wissen.
U.G.: Also ist diese Frage, diese idiotische Frage, dem Wissen entsprungen, über das Sie schon verfügen. Es ist das Wissen, das bereits vorhanden ist, welches diese Frage gestellt hat: „Wer bin ich?“ Sie wollen also wissen und verleihen so dem Wissen, das Sie schon haben, neue Impulse. Sie fügen immer neues Wissen hinzu. Falls es irgend etwas zu wissen gäbe, dann sollte alles, was Sie wissen, zu einem Ende kommen. Also fügen Sie durch diese Bestrebung, oder der Forderung danach, eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, immer neues Wissen hinzu. Sehen Sie denn nicht die Absurdität der Frage „Wer bin ich?“ Es kommt nicht darauf an, wer diese Frage vorgeschlagen hat, wer sie an Sie gerichtet hat oder wer sie befürwortet. Es gibt nichts zu wissen. Sie wissen nur, was da ist. Wenn da nichts mehr ist, braucht man es nicht zu wissen, und es gibt keine Möglichkeit, irgend etwas darüber zu wissen.
Also sollte die Frage damit aufhören. Denn die Frage selbst – hören Sie gut zu – die Frage selbst ist aus der Antwort hervorgegangen. Ansonsten gibt es keinen Platz für irgendeine Frage jedweder Art. Alle Fragen entstammen den Antworten, die Sie schon kennen. Es ist also idiotisch, überhaupt eine Frage zu stellen, auf die man schon eine Antwort hat. Weil es keine Frage ohne eine Antwort geben kann, impliziert die Antwort, daß dieses ‘Ich’ etwas beinhalten würde, das Sie nicht wissen, aber gerne wissen möchten – etwas anderes als das ‘Ich’, das schon vorhanden ist; es besagt, daß es da ein anderes ‘Ich’ gäbe.
F: Auf einer bestimmten Ebene schon. Man könnte auch sagen, eine Frage stellen, bedeutet, die Antwort schon zu kennen.
U.G.: Das ist richtig. Es gibt überhaupt keine Frage. Ohne Wissen kann es keine Frage geben. Alle Fragen sind aus den Antworten heraus entstanden, die Sie schon kennen. Das ist der Grund dafür, warum eine solche Frage, ob sie nun von Ihnen oder von jemand anderem gestellt wird, keine Antwort erfordert. Die Antwort auf eine jede Frage ist auch das Ende der Frage. Das Ende der Frage bedeutet das Ende der Antwort, die Sie schon haben. Nicht nur Ihre Antwort, sondern auch die Antworten, die sich seit Jahrhunderten angesammelt haben, muß es nicht geben. Das Verlangen nach einer Antwort auf diese Frage, egal auf welcher Ebene (es gibt nur eine Ebene, es gibt keine anderen Ebenen) impliziert, daß der Fragesteller nicht will, daß das Wissen ein Ende nimmt.
...
Die Fragen, die Sie stellen, sind leichtfertige Fragen, denn sie entstammen diesem Wissen. Wenn es überhaupt eine Antwort auf eine Frage gibt, heißt das nicht, daß es notwendigerweise Ihre Antwort wäre. Alle Antworten sind die Antworten, die über die Jahrhunderte hinweg angehäuft wurden. Es gibt eine Gesamtheit des angesammelten Wissens. Es gibt angehäuftes Wissen und angesammelte Erfahrungen. Sie benützen sie dazu, um mit sich und anderen zu kommunizieren. Also gibt es so etwas wie mein oder dein Bewußtsein nicht. Sondern es gibt ein Bewußtsein, das aus der Gesamtheit aller Gedanken und den Erfahrungen all dessen besteht, was bis dato existiert hat.
Alles, wofür Sie sich interessieren, ist, wie Sie frei von Verzweiflung werden können. Nur weil Sie denken, werden Sie nicht von ihr stranguliert und umgebracht. Die Verzweiflung sollte diese Bestrebung in Ihnen zerstören, die bemüht ist, sie loswerden zu wollen. Sie geben der Verzweiflung keine Chance, in Aktion zu treten. Sie sind daran interessiert, eine Lösung zu finden, einen Ausweg aus dieser Sackgasse. Nur darum geht es. Dem geben Sie einen Namen und nennen es ‘Verzweiflung’. Sie sind nicht verzweifelt. Sie benehmen sich nicht wie ein Mensch, der verzweifelt ist. Sie reden nur über Verzweiflung, Sie reden über das Vakuum, Sie reden über Leere. Falls es die Leere gibt, ist das die Aktion des Lebens.
Als nächstes werden Sie mich fragen: „Was ist das Leben?“ Wenn ich versuche, Leben zu definieren, sind wir verloren. Dann steht eine Definition gegen das Leben. Ich verstehe unter Leben das, was es Ihrem gesamten Wesen möglich macht, es zu erwidern; nicht darauf zu reagieren, sondern zu respondieren, empfänglich für die Stimuli zu sein, und sie zu erwidern. Wenn es kein Leben gibt, werden Sie zu einer Leiche. Eine Leiche reagiert immer noch, aber auf andere Weise. Deshalb nennen Sie dies hier Leben. In anderen Worten ist Leben nichts anderes als der Puls, der Taktschlag und der Lebensatem. Auch das ist eine Definition. Da gibt es einen Puls, da ist ein Atem, da ist das Pochen des Lebens. Überall pocht es, jede Zelle Ihres Körpers pocht. Nur das ist Leben. Aber wir sprechen nicht wirklich über dieses Leben, denn niemand kann etwas darüber sagen, außer er gibt Definierungen ab. Sie können es die Lebenskraft oder sonst etwas nennen; nur bringt Lebendigsein auch all die anderen Probleme mit sich, die dieses sogenannte Leben schafft.
Es stellt sich die Frage nach dem ‘Wie’. Wie soll man leben? Das ist das eigentliche Problem. Das Problem aller Probleme besteht darin, wie man leben sollte. Und seit Jahrhunderten wurden wir der Gehirnwäsche unterzogen zu glauben, „So-und-so müssen Sie leben!“ Wenn das nicht zufriedenstellend ist, erfinden Sie einen anderen Weg und nennen ihn „Wie-man-leben-soll“. Und so geht das immer und immer weiter. All das ist Unsinn, denn es hat Ihnen keinen Frieden gebracht. In Ihrem Innern findet ein ständiger Kampf statt, ein Krieg ist im Gange. Solange in Ihrem Innern Krieg herrscht, wird es keine friedvolle Welt geben. Selbst wenn man für einen Augenblick annähme, daß der Krieg beendet ist und Sie mit sich selbst im Frieden sind, wird das dennoch nichts ändern, denn ein Mensch, der mit sich selbst in Frieden lebt, stellt für seinen Nachbarn eine Bedrohung dar. Also besteht die Gefahr, daß der Sie liquidieren wird.
...Wenn das Problem der Verzweiflung einmal gelöst ist, sind damit auch alle anderen Probleme gelöst, denn sie sind nur Variationen ein und desselben. Also wollen Sie das Problem gar nicht lösen. Ihr eigentliches Interesse gilt den Lösungsmöglichkeiten. Deshalb muß ich das Ganze immerzu wiederholen. (Mein Vokabular ist begrenzt, daher muß ich dieselben Worte verwenden. Sie können Ihren Wortschatz ja vergrößern und neue Redewendungen finden, aber auch das ist ein sinnloses Unterfangen).
Das Instrument, das Sie verwenden, das Denken nämlich, kann niemals die Tatsache akzeptieren, daß diese Probleme hier und jetzt gelöst werden können; der Grund hierfür ist, daß es eine bestimmte Zeit gedauert hat, bis Sie zu dem wurden, was Sie sind. Sie leben in einer Welt, die aus Ihren Erfahrungen besteht, und es hat so und so viele Jahre gedauert, bis Sie zu dem wurden, was Sie jetzt sind. Das Denken ist das einzige Instrument, über das Sie verfügen. Sie haben keine andere Möglichkeit, mit diesen Problemen umzugehen. Es ist diesem Mechanismus nicht vermittelbar, daß die Möglichkeit besteht, die Lösung hier und jetzt zu finden. Sein Interesse ist ständig darauf gerichtet, das immer weiter hinauszuschieben. Es gibt immer noch ein morgen. Immer ist Zeit.
Die Lösung, so es sie denn gibt, muß im Hier und Jetzt liegen. Wenn Sie hungrig sind, muß der Hunger gestillt werden. Wenn der Hunger nicht gestillt wird, so wird er Sie verzehren. Da dies für Sie eine furchterregende Situation ist, lassen Sie sich mit den Brosamen abspeisen (denn das sind diese Lösungen, die die Leute Ihnen hinwerfen). Sie warten darauf, daß Ihnen jemand einen ganzen Brotlaib gibt, oder auf einen Wundertuer, damit er die Brotlaibe vermehren möge.
Aber das wird nicht geschehen. Sie haben gar keinen richtigen Hunger. Sie wollen dieses Problem gar nicht lösen, denn dann säßen Sie ja ohne ein Problem da. Was Ihnen Kraft und Energie verleiht, sind eben diese Versuche, die Probleme zu lösen. Wenn Sie Ihr Ziel einmal erreicht haben, ist das, was Sie vorfinden werden – Frustration.
Sie wollen gar nicht ohne Probleme sein. Sie selbst sind das Problem. Wenn Sie keine Probleme haben, dann schaffen Sie sich welche. Das Ende des Problems ist auch Ihr Ende. Also werden diese Probleme bis an Ihr Ende weiterbestehen. Sie gehen, und damit geht auch das Problem. Siebzig, achtzig, neunzig, hundert Jahre lang – es kommt darauf an, wie lange Sie leben werden – besteht Hoffnung. Das ist keine pessimistische Situation, sondern eine realistische. Ich biete Ihnen keine Lösungen. Um Himmels Willen, schauen Sie sich Ihr Problem doch an, wenn Sie können. Sie können sich nicht getrennt von dem Problem sehen. Das Problem wird von seinem Gegenteil erschaffen.
Zunächst einmal, warum sind Sie denn unglücklich? Warum verspüren Sie in sich diese Gefühllosigkeit? Wegen des Zieles, das Sie sich gesetzt haben. Es bringt sein genaues Gegenteil hervor. Sie sehen das selbst, ohne daß ich es Ihnen sagen müsste. Sie denken immerzu: „Ich sollte so sein, ich sollte das sein, ich müßte jenes sein, und ich bin es nicht.“ Es ist dieses Denken, das immer sein Gegenteil bewirkt. Wenn das eine verschwunden ist, ist auch das andere weg. Dieser Mensch kann kein Karrieremacher sein. Dieser Mensch kann kein sensibler Mensch sein – nicht sensibel im Rahmen Ihrer kulturellen Mores.
Dies ist eine andere Art von Sensibilität. Solange Sie jenen Idealen nachstreben, die Gesellschaft oder Kultur für Sie festgelegt haben, werden Sie in deren Gegenteil verharren. Sie hoffen, daß Sie eines Tages, durch irgendein Wunder oder mit Hilfe von jemandem, eines Gottes, eines Gurus, imstande sein werden, das Problem zu lösen – SIE HABEN KEINE CHANCE! (ruft U.G. dramatisch).
Ich kann den Hunger in Ihnen nicht hervorrufen. Wie könnte ich den Hunger in Ihnen erzeugen? Wenn Sie Hunger haben, werden Sie sich umsehen und Sie werden finden, daß all das, was Ihnen angeboten wird, Sie nicht zufriedenstellen kann. Es sei denn, Sie lassen sich mit Brosamen abspeisen. Das ist es, was die Gurus tun, sie werfen Ihnen Brosamen hin, wie einem Hund. Die Menschen sind wie Tiere, nicht anders. Wenn wir die Tatsache akzeptieren, daß wir nicht anders sind als diese, dann haben wir eine bessere Chance, uns wie menschliche Wesen zu verhalten.
F: Wann werden sie sich wie Menschen verhalten?
U.G.: Wenn der Mensch es aufgibt, das Ziel der Vollkommenheit anzustreben.
...es ist die Angst davor, daß das, was Sie kennen, aufhören wird
...Wenn man auf dieser Welt nichts mehr begehrt, gibt es auch kein Denken mehr. Das will nicht heißen, daß es dann keine Gedanken mehr gäbe.
F: Als ich zwei Jahre alt war, träumte mir, daß ich keine Luft bekäme. Das ist wohl eine Ausrede...
U.G. Das ist etwas, was Sie nicht durch eigene Willens- oder Kraftanstrengung tun oder veranlassen können. Wenn es also so weit ist, dann wird es möglicherweise nicht das sein, was Sie eigentlich wollten. Sie werden niemals um das Ende dessen ersuchen, als das Sie sich kennen und erfahren. Aber manchmal, sehen Sie, geschieht es doch. Es ist also die Angst davor, daß es mit dem zu Ende gehen wird, was Sie als sich selbst kennen und erleben, die es nicht zuließ, daß endgültig Schluß ist mit dem Ganzen. Wenn Sie viel Glück gehabt hätten und es wirklich geschehen wäre, dann hätte alles in seinen natürlichen Rhythmus fallen können, und der ist unstet und zusammenhangslos.
Das Denken funktioniert auf diese Weise Es besitzt keine Kontinuität. Die einzige Möglichkeit, wie das Denken seine Kontinuität aufrechterhalten kann, besteht darin, daß es ständig danach verlangt, immer und immer wieder dasselbe zu erfahren. Es ist also nur das Wissen vorhanden, das Sie über sich selbst und die Welt besitzen. Die Sie umgebende Welt unterscheidet sich nicht sehr von der, die Sie in Ihrem Innern für sich selbst geschaffen haben. Wovor Sie sich fürchten (nicht Sie, sondern die Denktätigkeit) ist, daß diese Kontinuität an ihr Ende gelangen könnte.
...Es ist das Denken, das daran interessiert ist, sich selbst aufrechtzuerhalten und ohne jede Unterbrechung weiterzumachen und das daher andauernd nach diesen Erfahrungen verlangt. Nur so kann es sich seines Fortbestehens versichern. Der Körper arbeitet auf ganz andere Weise, und er ist an den Aktivitäten des Denkens nicht interessiert. Das einzige Denken, das für diesen Körper unabdingbar ist, ist jenes, welches er zum Überleben des lebendigen Organismus benötigt.
...Es gibt nichts, was Sie tun könnten, um Ihr Ziel mittels eigenen Bemühens und durch Willenskraft zu erreichen. Aus diesem Grund lege ich solchen Wert auf die Feststellung, daß so etwas, wenn es denn geschieht, gar nichts Geheimnisvolles ist. Das Denken findet zu seinem natürlichen Rhythmus eines unzusammenhängenden, diskontinuierlichen Funktionierens. Das ist alles.
Dann befindet sich das Denken in Harmonie mit den sensorischen Wahrnehmungen und den Sinnesaktivitäten. Es gibt keinen Konflikt, es gibt dort keinen Kampf, es gibt keinen Schmerz. Es gibt nur eine harmonische Beziehung zwischen Denken und Körper. Wann immer ein Gedanke gebraucht wird, wird er dann zur Verfügung stehen, wenn es zu handeln gilt. Dieser Körper ist nur an einer solchen Handlung interessiert, die zum Überleben des lebendigen Organismus unbedingt notwendig ist.
Der Körper interessiert sich nicht für irgendwelche Ideen bezüglich Ihrer religiösen oder materiellen Ziele. Sie interessieren ihn überhaupt nicht. Zwischen dem Denken und dem Körper findet andauernd ein immerwährender Kampf statt.
Am Denken ist nichts Geheimnisvolles; es ist das, was die Kultur, und damit natürlich die Gesellschaft, vorgegeben hat. Es gibt keinen Unterschied zwischen Kultur und Gesellschaft. Die Gesellschaft ist an ihrem Weiterbestehen, an Permanenz interessiert. Sie ist am Status quo interessiert. Sie hält den Status quo immerzu aufrecht. Daher ist das Denken dem Staate dienlich. Die Gesellschaft sagt: „Wenn Sie nicht so und so handeln, wenn Sie nicht auf eine bestimmte Weise denken, dann werden Sie asozial, weil all Ihre Handlungen gedankenlos und impulsiv sein werden.“ Sie ist daran interessiert, jeden einzelnen Ihrer Gedanken genau in die Richtung zu kanalisieren, die den Status quo erhält. Darum besteht im Grunde ein essentieller und fundamentaler Konflikt zwischen der Gesellschaft und dem Einzelnen. Die Kultur wurde nur deshalb übernommen und akzeptiert, weil sie ein Mittel zum Überleben ist.
Die Kultur verfügt über ihre eigene Dynamik, die mit dem Überleben des Körpers in keinerlei Zusammenhang steht. Solange Sie noch von dieser Kultur Gebrauch machen, sind Sie kein Individuum. Sie können erst dann zu einem Individuum werden, wenn Sie total mit dieser Art von Weisheit brechen.
So etwas wie Ihr Bewußtsein oder mein Bewußtsein gibt es nicht. Vielleicht gibt es etwas wie einen ‘Weltgeist’, ein Bewußtsein, in dem alles kumulative Wissen und die daraus entstandenen Erfahrungen, die von einer Generation an die andere weitergegeben werden, angehäuft sind. Wir müssen dieses Bewußtsein gebrauchen, um in dieser Welt vernünftig und intelligent funktionieren zu können. Wenn wir das nicht tun, werden wir wahrscheinlich in einer Anstalt landen. Die Gesellschaft ist lediglich daran interessiert, jeden Einzelnen in ihre Struktur einzupassen und so ihren Fortbestand sicherzustellen.
Sie gehen davon aus, daß Sie nach spirituellen Erkenntnissen hungerten, und Sie strengen sich an, Ihre Ziele zu erreichen. Es liegt in der Natur der Sache, daß sich auf diesem Markt sehr viele Menschen tummeln – all diese Heiligen, die alle möglichen schäbigen Güter verkaufen. Was immer auch die Gründe dafür sein mögen, warum sie das tun, soll hier nicht unser Anliegen sein; sie tun es jedenfalls. Sie sagen, es sei zum Wohle der Menschheit, oder sie täten es aus Mitgefühl und dergleichen mehr. Das ist sowieso alles Blödsinn. Ich will damit ausdrücken, daß Sie sich mit ein paar Brotkrumen abspeisen lassen, die sie Ihnen hinwerfen. Und eines Tages, so versprechen sie, werden sie Ihnen einen ganzen Brotlaib liefern. Das ist ein hohles Versprechen. Sie können diese Güter gar nicht liefern. Sie haben sie ganz einfach nicht. Sie können den Laib nur in kleine Stücke schneiden und unter den Menschen verteilen. Jesus hat nicht bewirkt, daß sich ein Brotlaib nach dem andern materialisierte, sondern er hat das Brot genommen, das gerade da war, hat es in kleine Stückchen aufgeteilt und an alle verteilt, die zugegen waren. Sie möchten das natürlich gerne einem Wunder zuschreiben.
Was ich sage, ist, daß sich der Hunger selbst verzehren muß. Sehen Sie, ich sage jeden Tag das gleiche, nur in etwas anderen Worten, um diese Dinge auf verschiedene Weise darzustellen. Das ist alles, was ich tun kann. Mein Wortschatz ist sehr, sehr beschränkt; also muß ich dieselben Worte immer wieder gebrauchen und stets aufs Neue das gleiche betonen, nämlich, daß der Hunger sich selbst verzehren muß.
Es nützt nichts, wenn Sie sich mit allerlei Junk food vollstopfen. Es bringt nichts, darauf zu warten, daß jemand kommen wird, um Ihren Hunger zu stillen. Es ist völlig zwecklos, den Hunger zu stillen. Der Hunger muß sich selbst verzehren – muß sich, im wörtlichen Sinne, selbst verbrennen.
Ich muß eines immer wieder betonen: es kommt nicht darauf an, was Sie tun oder was Sie nicht tun, damit es geschehen kann. Und warum es dem einen geschieht und dem anderen nicht – auf diese Frage gibt es keine Antwort. Ich versichere Ihnen, daß es nicht demjenigen Menschen zustoßen wird, der sich darauf vorbereitet oder der sich geläutert hat, um bereit zu sein, es zu empfangen. Es ist umgekehrt. Es trifft einfach. Aber es trifft zufällig. So ist die Wirkungsweise der Natur. Der Blitz schlägt irgendwo ein. Er interessiert sich nicht dafür, ob er einen Baum trifft, der in Blüte steht, der Früchte trägt oder den Menschen nützlich ist, indem er ihnen Schatten spendet. Er schlägt einfach zufällig irgendwo ein. Und genauso geschieht es mit einem bestimmten Individuum, und dieses Geschehnis ist akausal. Es gibt keine Ursache dafür.
In der Natur geschehen viele Dinge, die keiner bestimmten Ursache zugeordnet werden können. Ihr Interesse, das Leben oder die Biographie jener Menschen studieren zu wollen, von denen Sie annehmen, sie seien erleuchtet oder Gottesmänner, liegt also nur in der Hoffnung begründet, dadurch einen Hinweis zu finden, wie die es wohl geschafft haben mögen. Dann wollen Sie deren Techniken anwenden, damit Ihnen das gleiche geschehen möge. Allein darin liegt Ihr Interesse. Diese Menschen geben Ihnen irgendwelche Techniken, Systeme, Methoden, die überhaupt nicht funktionieren. Sie erwecken die Hoffnung, daß es auch Ihnen eines Tages, wie durch ein Wunder, passieren wird. Aber das wird nie geschehen.
Sie glauben also, daß die Lage hoffnungslos sei, aber sie ist nicht hoffnungslos. Die Hoffnung ist hier. Die Hoffnung ist nicht dort. Sie warten darauf, daß morgen etwas passieren wird. Morgen wird NICHTS passieren.
Wenn etwas geschehen muß, dann muß es jetzt geschehen. Aber es gibt praktisch so gut wie keine Möglichkeit, daß das jetzt geschieht, weil das Instrument, welches Sie verwenden, die Vergangenheit ist. Ohne daß die Vergangenheit an ihr Ende gelangt, kann es keine Gegenwart geben. Und dieser gegenwärtige Augenblick ist etwas, das von Ihnen weder eingefangen noch erlebt werden kann. Selbst wenn man für einen Augenblick annähme, die Vergangenheit sei beendet, so haben Sie doch keine Möglichkeit zu erfahren, daß sie zu Ende gegangen ist. Dann wird es für Sie keine Zukunft mehr geben. Vielleicht werden Sie morgen der Chef Ihrer Firma sein, oder der Schullehrer wird zum Direktor seiner Anstalt aufrücken und der Professor zum Dekan – diese Möglichkeiten bestehen, aber dafür werden Sie kämpfen müssen, und das erfordert Zeit. Sie wenden die gleiche Technik auf alles an, was Sie realisieren wollen, und so weist der Verstand auch Ihren spirituellen Zielen einen Platz in der Zukunft zu. Mit dieser Technik sind gewaltige Ergebnisse erzielt worden; warum also, so fragen Sie sich, sollte dieses Mittel nicht auch das geeignete sein, um Ihre spirituellen Ziele zu erreichen? Sie haben es versucht, Sie haben alles mögliche unternommen – aber selbst für diejenigen unter Ihnen, die voll glühenden des Verlangens sind, es zu finden – es ist unmöglich.
In Indien hat es jeder versucht, und – Sie werden es nicht glauben – nicht einem ist es geglückt. Und wenn einmal etwas in dieser Art geschehen ist, dann ist es jenen Menschen geschehen, die ihre Suche ganz und gar aufgeben hatten. Das ist die absolute Vorbedingung. Die ganze Bewegung muß sich verlangsamen und zum Stillstand kommen. Aber alles, was Sie tun, um sie anzuhalten, verschafft ihr nur neuen Antrieb. Das ist wirklich die Crux des Problems.
Sie können nicht alles andere haben, und die Erleuchtung noch dazu. Wenn es kommt, dann tilgt es alles aus. Sie wollen alles haben, und den Himmel obendrein. Sie haben keine Chance! Das ist etwas, was sich nicht durch Ihre Bemühungen oder die Gnade von irgend jemandem bewerkstelligen ließe, nicht einmal mit Hilfe eines Gottes, der auf Erden wandelt und behauptet, er sei extra um Ihret- und der Menschheit willen aus irgendeinem Himmel herabgestiegen – das ist ganz einfach dummes Gerede. Niemand kann Ihnen helfen. Helfen, um was zu erreichen? Sehen Sie, das ist die eigentliche Frage.
Solange Sie in dieser Wunschvorstellung leben, werden Ihnen solche Menschen, ihre Versprechungen und Techniken, als sehr attraktiv erscheinen. Das gehört dazu. Es gibt nichts, was Sie tun müßten. Sie tun sowieso schon so vieles. Können Sie sein, ohne etwas zu tun? Das können Sie nicht. Unglücklicherweise tun Sie etwas, und dieses Tun muß aufhören. Um dieses Tun zu Ende zu bringen, tun Sie etwas anderes. Hier liegt wirklich die Crux des Problems. In dieser Situation befinden Sie sich. Das ist alles, was ich sagen kann. Ich weise auf die Absurdität dessen hin, was Sie tun.
F: Wollen Sie damit sagen, daß wir bereits das sind, was wir sein sollen?
U.G.: Diese Tatsache wollen Sie nicht akzeptieren, stattdessen möchten Sie wissen, was Sie sind. Darin liegt das Problem. Sie haben keine Möglichkeit, das jemals herauszufinden. Was da ist, kann man nicht wissen. Es hängt immer davon ab, was Sie sein wollen. Was Sie hier vor sich haben ist das Gegenteil von dem, was Sie gerne wären, was Sie sein wollen und was Sie sein sollen. Was sehen Sie hier? Sie wollen glücklich sein, also sind Sie unglücklich. Der Wunsch glücklich zu sein, schafft das Unglücklichsein. Was Sie hier sehen, ist das Gegenteil Ihres Ziels, Ihres Wunsches, glücklich zu sein. Das Streben nach ständigem Genuß schafft den Schmerz. Wollen und Denken gehen also immer Hand in Hand. Sie sind nicht getrennt. Alles, was man haben will, schafft Schmerzen, denn dann beginnt man zu denken. Wollen und Denken. Wenn man auf dieser Welt nichts mehr begehrt, gibt es auch kein Denken mehr. Das will nicht heißen, daß es dann keine Gedanken mehr gäbe.
...Aber wie ich schon sagte, ist die Fähigkeit, mit diesen Problemen fertig zu werden im Körper selbst vorhanden; dazu muß er auch imstande sein, denn er kann sie einfach nicht ertragen. Die Sensibilität der Sinnesorgane wird von all dem zerstört, was Sie tun, um sich von den Dingen zu befreien, von denen Sie frei sein wollen. Das zerstört die Sensibilität des Nervensystems.
Die Gesellschaft ist am Status quo interessiert, sie will sich nicht verändern. Die einzige Möglichkeit, wie sie den Status quo oder die Kontinuität aufrechterhalten kann, liegt darin, daß sie verlangt, jedermann müsse sich in ihre Struktur einordnen. Dabei ist jedes Individuum, in physischer Hinsicht, einzigartig. Die Natur schafft immerzu Einzigartiges. Sie ist nicht an einem perfekten Menschen interessiert; sie ist auch nicht an einem religiösen Menschen interessiert.
Alles, was von der Aufspaltung Ihres Bewußtseins herrührt, ist destruktiv, ist Gewalt, und zwar deshalb, weil es nicht diesen lebendigen Körper, nicht das Leben, zu schützen sucht, sondern die Kontinuität des Denkens. Dadurch kann es den Status quo Ihrer Kultur, oder wie Sie es auch nennen wollen, der Gesellschaft, aufrechterhalten. Die Probleme sind neurologischer Art. Wenn Sie dem Körper eine Chance geben, wird er mit all diesen Problemen fertig werden. Wenn Sie aber versuchen, sie auf einer psychologischen oder ethischen Ebene lösen zu wollen, wird Ihnen das nicht gelingen.
....weiter geht´s 29.07.2019
Ihr Wunsch, etwas zu verstehen, dient also nur dem Zweck, einen Wandel herbeizuführen, gleichzeitig wollen Sie den Wandel aber nicht. Das ließ im Menschen die neurotische Situation entstehen, daß er zwei Dinge will – er will den Wandel, und er will ihn nicht. Dieser Konflikt ist andauernd in ihm vorhanden.
F: Vielleicht müssen wir diesen Konflikt sehen.
U.G.: Das Sehen selbst ist ein entzweiender Vorgang. Es gibt zweierlei. Sie wissen, die Inder sind Meister in diesem Spiel – der Seher und das Gesehene, der Beobachter und das Beobachtete. In dieser Art von Spiel sind sie große Experten. Aber was gibt es denn zu sehen? Wer ist es denn, der sieht? Sind dort zweierlei Dinge? Was tun Sie, wenn Sie sehen? Sie sind wieder beim selben Gedanken angelangt.
Es ist absurd, sich selbst die Frage zu stellen „Wer bin ich?“ Das wurde zur fundamentalen Lehre von Ramana Maharshi. „Wer bin ich?“ Warum stellen Sie diese Frage? Sie besagt doch, daß es da ein anderes Ich gäbe, das Sie kennenlernen wollen. Diese Frage ergibt für mich keinerlei Sinn. Allein die Tatsache, daß Sie sie stellen, impliziert, daß es da zwei Dinge gibt. Das ‘Ich’, das Sie kennen, und dann gibt es noch ein anderes ‘Ich’, dessen Natur Ihnen wirklich unbekannt ist und das Sie gerne kennenlernen wollen. Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich mache. Zunächst einmal – wissen Sie denn etwas über sich selbst? Was wissen Sie? Sagen Sie es mir.
F: Was weiß er?
U.G.: Was ihm gesagt wurde: wo er lebt, seinen Namen, wieviel Geld er jeden Monat verdient, seine Telefonnummer, wie viele Erlebnisse er im Verlauf seiner dreißig Lebensjahre angesammelt hat, er kennt die Menschen, denen er begegnet ist und all die Bücher, die er gelesen hat. Das ist alles, was er Ihnen erzählen kann. Er kann mechanisch alle Information und Erfahrungen, die er angesammelt hat, wiederholen. Und das ist auch schon alles. Warum sind Sie damit unzufrieden, warum suchen Sie nach etwas anderem? Können Sie mir außer den von Ihnen gesammelten Informationen, dem, was Sie wissen, noch etwas anderes über sich sagen?
F: Was ich dort gefunden habe, ist nicht die Antwort. Sonst würde die Frage doch nicht fortbestehen.
U.G.: Was haben Sie dort gefunden?
F: Nur Wissen.
U.G.: Also ist diese Frage, diese idiotische Frage, dem Wissen entsprungen, über das Sie schon verfügen. Es ist das Wissen, das bereits vorhanden ist, welches diese Frage gestellt hat: „Wer bin ich?“ Sie wollen also wissen und verleihen so dem Wissen, das Sie schon haben, neue Impulse. Sie fügen immer neues Wissen hinzu. Falls es irgend etwas zu wissen gäbe, dann sollte alles, was Sie wissen, zu einem Ende kommen. Also fügen Sie durch diese Bestrebung, oder der Forderung danach, eine Antwort auf diese Frage zu erhalten, immer neues Wissen hinzu. Sehen Sie denn nicht die Absurdität der Frage „Wer bin ich?“ Es kommt nicht darauf an, wer diese Frage vorgeschlagen hat, wer sie an Sie gerichtet hat oder wer sie befürwortet. Es gibt nichts zu wissen. Sie wissen nur, was da ist. Wenn da nichts mehr ist, braucht man es nicht zu wissen, und es gibt keine Möglichkeit, irgend etwas darüber zu wissen.
Also sollte die Frage damit aufhören. Denn die Frage selbst – hören Sie gut zu – die Frage selbst ist aus der Antwort hervorgegangen. Ansonsten gibt es keinen Platz für irgendeine Frage jedweder Art. Alle Fragen entstammen den Antworten, die Sie schon kennen. Es ist also idiotisch, überhaupt eine Frage zu stellen, auf die man schon eine Antwort hat. Weil es keine Frage ohne eine Antwort geben kann, impliziert die Antwort, daß dieses ‘Ich’ etwas beinhalten würde, das Sie nicht wissen, aber gerne wissen möchten – etwas anderes als das ‘Ich’, das schon vorhanden ist; es besagt, daß es da ein anderes ‘Ich’ gäbe.
F: Auf einer bestimmten Ebene schon. Man könnte auch sagen, eine Frage stellen, bedeutet, die Antwort schon zu kennen.
U.G.: Das ist richtig. Es gibt überhaupt keine Frage. Ohne Wissen kann es keine Frage geben. Alle Fragen sind aus den Antworten heraus entstanden, die Sie schon kennen. Das ist der Grund dafür, warum eine solche Frage, ob sie nun von Ihnen oder von jemand anderem gestellt wird, keine Antwort erfordert. Die Antwort auf eine jede Frage ist auch das Ende der Frage. Das Ende der Frage bedeutet das Ende der Antwort, die Sie schon haben. Nicht nur Ihre Antwort, sondern auch die Antworten, die sich seit Jahrhunderten angesammelt haben, muß es nicht geben. Das Verlangen nach einer Antwort auf diese Frage, egal auf welcher Ebene (es gibt nur eine Ebene, es gibt keine anderen Ebenen) impliziert, daß der Fragesteller nicht will, daß das Wissen ein Ende nimmt.
...
Die Fragen, die Sie stellen, sind leichtfertige Fragen, denn sie entstammen diesem Wissen. Wenn es überhaupt eine Antwort auf eine Frage gibt, heißt das nicht, daß es notwendigerweise Ihre Antwort wäre. Alle Antworten sind die Antworten, die über die Jahrhunderte hinweg angehäuft wurden. Es gibt eine Gesamtheit des angesammelten Wissens. Es gibt angehäuftes Wissen und angesammelte Erfahrungen. Sie benützen sie dazu, um mit sich und anderen zu kommunizieren. Also gibt es so etwas wie mein oder dein Bewußtsein nicht. Sondern es gibt ein Bewußtsein, das aus der Gesamtheit aller Gedanken und den Erfahrungen all dessen besteht, was bis dato existiert hat.
Alles, wofür Sie sich interessieren, ist, wie Sie frei von Verzweiflung werden können. Nur weil Sie denken, werden Sie nicht von ihr stranguliert und umgebracht. Die Verzweiflung sollte diese Bestrebung in Ihnen zerstören, die bemüht ist, sie loswerden zu wollen. Sie geben der Verzweiflung keine Chance, in Aktion zu treten. Sie sind daran interessiert, eine Lösung zu finden, einen Ausweg aus dieser Sackgasse. Nur darum geht es. Dem geben Sie einen Namen und nennen es ‘Verzweiflung’. Sie sind nicht verzweifelt. Sie benehmen sich nicht wie ein Mensch, der verzweifelt ist. Sie reden nur über Verzweiflung, Sie reden über das Vakuum, Sie reden über Leere. Falls es die Leere gibt, ist das die Aktion des Lebens.
Als nächstes werden Sie mich fragen: „Was ist das Leben?“ Wenn ich versuche, Leben zu definieren, sind wir verloren. Dann steht eine Definition gegen das Leben. Ich verstehe unter Leben das, was es Ihrem gesamten Wesen möglich macht, es zu erwidern; nicht darauf zu reagieren, sondern zu respondieren, empfänglich für die Stimuli zu sein, und sie zu erwidern. Wenn es kein Leben gibt, werden Sie zu einer Leiche. Eine Leiche reagiert immer noch, aber auf andere Weise. Deshalb nennen Sie dies hier Leben. In anderen Worten ist Leben nichts anderes als der Puls, der Taktschlag und der Lebensatem. Auch das ist eine Definition. Da gibt es einen Puls, da ist ein Atem, da ist das Pochen des Lebens. Überall pocht es, jede Zelle Ihres Körpers pocht. Nur das ist Leben. Aber wir sprechen nicht wirklich über dieses Leben, denn niemand kann etwas darüber sagen, außer er gibt Definierungen ab. Sie können es die Lebenskraft oder sonst etwas nennen; nur bringt Lebendigsein auch all die anderen Probleme mit sich, die dieses sogenannte Leben schafft.
Es stellt sich die Frage nach dem ‘Wie’. Wie soll man leben? Das ist das eigentliche Problem. Das Problem aller Probleme besteht darin, wie man leben sollte. Und seit Jahrhunderten wurden wir der Gehirnwäsche unterzogen zu glauben, „So-und-so müssen Sie leben!“ Wenn das nicht zufriedenstellend ist, erfinden Sie einen anderen Weg und nennen ihn „Wie-man-leben-soll“. Und so geht das immer und immer weiter. All das ist Unsinn, denn es hat Ihnen keinen Frieden gebracht. In Ihrem Innern findet ein ständiger Kampf statt, ein Krieg ist im Gange. Solange in Ihrem Innern Krieg herrscht, wird es keine friedvolle Welt geben. Selbst wenn man für einen Augenblick annähme, daß der Krieg beendet ist und Sie mit sich selbst im Frieden sind, wird das dennoch nichts ändern, denn ein Mensch, der mit sich selbst in Frieden lebt, stellt für seinen Nachbarn eine Bedrohung dar. Also besteht die Gefahr, daß der Sie liquidieren wird.
...Wenn das Problem der Verzweiflung einmal gelöst ist, sind damit auch alle anderen Probleme gelöst, denn sie sind nur Variationen ein und desselben. Also wollen Sie das Problem gar nicht lösen. Ihr eigentliches Interesse gilt den Lösungsmöglichkeiten. Deshalb muß ich das Ganze immerzu wiederholen. (Mein Vokabular ist begrenzt, daher muß ich dieselben Worte verwenden. Sie können Ihren Wortschatz ja vergrößern und neue Redewendungen finden, aber auch das ist ein sinnloses Unterfangen).
Das Instrument, das Sie verwenden, das Denken nämlich, kann niemals die Tatsache akzeptieren, daß diese Probleme hier und jetzt gelöst werden können; der Grund hierfür ist, daß es eine bestimmte Zeit gedauert hat, bis Sie zu dem wurden, was Sie sind. Sie leben in einer Welt, die aus Ihren Erfahrungen besteht, und es hat so und so viele Jahre gedauert, bis Sie zu dem wurden, was Sie jetzt sind. Das Denken ist das einzige Instrument, über das Sie verfügen. Sie haben keine andere Möglichkeit, mit diesen Problemen umzugehen. Es ist diesem Mechanismus nicht vermittelbar, daß die Möglichkeit besteht, die Lösung hier und jetzt zu finden. Sein Interesse ist ständig darauf gerichtet, das immer weiter hinauszuschieben. Es gibt immer noch ein morgen. Immer ist Zeit.
Die Lösung, so es sie denn gibt, muß im Hier und Jetzt liegen. Wenn Sie hungrig sind, muß der Hunger gestillt werden. Wenn der Hunger nicht gestillt wird, so wird er Sie verzehren. Da dies für Sie eine furchterregende Situation ist, lassen Sie sich mit den Brosamen abspeisen (denn das sind diese Lösungen, die die Leute Ihnen hinwerfen). Sie warten darauf, daß Ihnen jemand einen ganzen Brotlaib gibt, oder auf einen Wundertuer, damit er die Brotlaibe vermehren möge.
Aber das wird nicht geschehen. Sie haben gar keinen richtigen Hunger. Sie wollen dieses Problem gar nicht lösen, denn dann säßen Sie ja ohne ein Problem da. Was Ihnen Kraft und Energie verleiht, sind eben diese Versuche, die Probleme zu lösen. Wenn Sie Ihr Ziel einmal erreicht haben, ist das, was Sie vorfinden werden – Frustration.
Sie wollen gar nicht ohne Probleme sein. Sie selbst sind das Problem. Wenn Sie keine Probleme haben, dann schaffen Sie sich welche. Das Ende des Problems ist auch Ihr Ende. Also werden diese Probleme bis an Ihr Ende weiterbestehen. Sie gehen, und damit geht auch das Problem. Siebzig, achtzig, neunzig, hundert Jahre lang – es kommt darauf an, wie lange Sie leben werden – besteht Hoffnung. Das ist keine pessimistische Situation, sondern eine realistische. Ich biete Ihnen keine Lösungen. Um Himmels Willen, schauen Sie sich Ihr Problem doch an, wenn Sie können. Sie können sich nicht getrennt von dem Problem sehen. Das Problem wird von seinem Gegenteil erschaffen.
Zunächst einmal, warum sind Sie denn unglücklich? Warum verspüren Sie in sich diese Gefühllosigkeit? Wegen des Zieles, das Sie sich gesetzt haben. Es bringt sein genaues Gegenteil hervor. Sie sehen das selbst, ohne daß ich es Ihnen sagen müsste. Sie denken immerzu: „Ich sollte so sein, ich sollte das sein, ich müßte jenes sein, und ich bin es nicht.“ Es ist dieses Denken, das immer sein Gegenteil bewirkt. Wenn das eine verschwunden ist, ist auch das andere weg. Dieser Mensch kann kein Karrieremacher sein. Dieser Mensch kann kein sensibler Mensch sein – nicht sensibel im Rahmen Ihrer kulturellen Mores.
Dies ist eine andere Art von Sensibilität. Solange Sie jenen Idealen nachstreben, die Gesellschaft oder Kultur für Sie festgelegt haben, werden Sie in deren Gegenteil verharren. Sie hoffen, daß Sie eines Tages, durch irgendein Wunder oder mit Hilfe von jemandem, eines Gottes, eines Gurus, imstande sein werden, das Problem zu lösen – SIE HABEN KEINE CHANCE! (ruft U.G. dramatisch).
Ich kann den Hunger in Ihnen nicht hervorrufen. Wie könnte ich den Hunger in Ihnen erzeugen? Wenn Sie Hunger haben, werden Sie sich umsehen und Sie werden finden, daß all das, was Ihnen angeboten wird, Sie nicht zufriedenstellen kann. Es sei denn, Sie lassen sich mit Brosamen abspeisen. Das ist es, was die Gurus tun, sie werfen Ihnen Brosamen hin, wie einem Hund. Die Menschen sind wie Tiere, nicht anders. Wenn wir die Tatsache akzeptieren, daß wir nicht anders sind als diese, dann haben wir eine bessere Chance, uns wie menschliche Wesen zu verhalten.
F: Wann werden sie sich wie Menschen verhalten?
U.G.: Wenn der Mensch es aufgibt, das Ziel der Vollkommenheit anzustreben.
Samstag, 27. Juli 2019
U.G. Krishnamurti || Der Mut, allein zu stehen, Auszüge Teil 1 Sie müssen gar nichts tun
Quelle: http://www.ugkrishnamurti.net/ugkrishnamurti-net/GERMAN/Der_Mut/3_Der%20Mut_1.htm
25. Juli 2019
Also müssen wir die Realität so, wie sie uns von der Kultur und der Gesellschaft vorgegeben wurde, akzeptieren. Gleichzeitig müssen wir aber auch verstehen, daß es nichts gibt, was wir tun können, um die Realität von irgend etwas zu erleben. Wenn Sie das verstehen, werden Sie sich mit der Gesellschaft nicht in Konflikt befinden, und auch das Verlangen danach, etwas anderes sein zu wollen, als Sie es tatsächlich sind, wird endlich aufhören.
Das Ziel, das Sie sich gesetzt haben und von dem Sie akzeptiert haben, daß es ein ideales und erstrebenswertes Ziel sei, ist nicht mehr vorhanden. Ebenso besteht auch kein Verlangen mehr, etwas anderes zu sein, als Sie es sind. Es handelt sich nicht darum, etwas zu akzeptieren, sondern es geht um die Ziele, die von der Gesellschaft vor uns aufgebaut worden sind und die wir für erstrebenswert halten. Diese Ziele werden von uns nun nicht mehr angestrebt und verfolgt. Es besteht auch kein Verlangen mehr danach, ein Ziel zu erreichen. Also sind Sie das, was Sie sind.
Wenn Sie mit sich selbst in Frieden leben, dann stellen Sie für die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form eine Bedrohung dar. Sie werden deshalb eine Bedrohung für Ihre Nachbarn darstellen, weil diese die Wirklichkeit der Welt als real akzeptiert haben und dabei nach so etwas Merkwürdigem suchen, das ‘Frieden’ genannt wird. Im Rahmen dessen, wie diese Menschen ihre eigene Existenz sehen und erleben, können Sie nur wie eine Bedrohung wirken. Also sind Sie ganz allein – und das ist nicht jenes Alleinsein, das die Menschen gemeinhin zu vermeiden trachten – Sie sind wirklich allein.
Selbst die Meditationstechniken sind egozentrische Aktivitäten. All die von Ihnen angewandten Mechanismen erhalten sich andauernd selbst aufrecht. Also wird der Gegenstand Ihrer Suche nach der ultimativen Realität von diesen Techniken zunichte gemacht, denn auch diese Techniken sind Werkzeuge, die sich selbst erhalten. Sie werden plötzlich erkennen, oder es wird Ihnen klar werden, daß gerade auch diese Suche nach einer ultimativen Realität ein sich ewig fortsetzender Mechanismus ist. Es gibt nichts zu erreichen, nichts zu gewinnen, nichts zu erringen.
Unglücklicherweise hat die Gesellschaft uns weisgemacht, daß die Selbstlosigkeit ein erstrebenswertes Ideal sei; schließlich kann ein selbstloser Mensch der Gesellschaft nur von Nutzen sein, und deren eigentliches Interesse liegt darin, die eigene Kontinuität, den Status quo, aufrechtzuerhalten. So wurden all diese Wertvorstellungen, die wir akzeptiert haben und von denen wir glauben, sie seien es wert erhalten zu werden, vom menschlichen Verstand nur aus dem Grund erfunden, um sich selbst in Gang zu halten.
Diese Zielvorstellung ermöglicht es Ihnen, in dieser Weise weiterzumachen, aber erreichen werden Sie damit gar nichts. Sie haben die Hoffnung, daß Sie eines Tages durch irgendein Wunder oder durch die Hilfe von irgend jemanden dazu imstande sein werden, Ihr Ziel zu erreichen. Diese Hoffnung läßt Sie immer weitermachen, aber in Wahrheit kommen Sie nach nirgendwo. Irgendwann werden Sie erkennen, daß alles, was Sie unternehmen, um Ihrem Ziel nahezukommen, zu nichts führt. Dann werden Sie alles mögliche andere versuchen wollen. Wenn Sie es aber einmal versucht haben und dabei merken, daß es nicht funktioniert, dann sollten Sie erkennen, daß es mit allen anderen Systemen genauso ist. Das muß Ihnen vollkommen klar werden.
Es ist sehr schwer zu verstehen, daß alles, was Sie tun, genau das ist, was die bereits bestehende Harmonie und den Frieden stört. Jede Bewegung des Denkens in jedwede Richtung und auf jeder Ebene stellt einen Störfaktor für das einwandfreie und friedliche Funktionieren dieses lebendigen Organismus dar, der an Ihren spirituellen Erfahrungen überhaupt kein Interesse hat. Er interessiert sich für keine einzige dieser spirituellen Übungen, wie außergewöhnlich sie auch sein mögen.
Die völlige Abwesenheit jeglicher Art von Willen und das vollkommene Nichtvorhandensein von Anstrengung könnten als müheloser Zustand bezeichnet werden; aber dieser mühelose Zustand ist nicht etwas, was sich mittels Anstrengung erreichen ließe.
Es kommt gar nicht darauf an, welchem Lehrer Sie folgen. Wenn Sie die Lehre in Frage stellen, müssen Sie bedauerlicherweise auch den Lehrer in Frage stellen – dann aber kommt das Gefühl auf: „Irgendwas stimmt nicht mit mir, eines Tages jedoch werde ich es verstehen“. Wenn Sie es heute nicht verstehen können, werden Sie es nie verstehen. Also ist Verständnis eigentlich das Nichtvorhandensein des Verlangens nach Verständnis – ob heute oder morgen.
Nun ist aber gar kein Verständnis nötig. Das Verständnis dient nur dem Zweck, morgen etwas zu verstehen – nicht heute. Heute müssen Sie überhaupt nichts verstehen.
Das mag Ihnen komisch vorkommen, aber es ist tatsächlich so. Was also wollen Sie verstehen? Sie können mich überhaupt nicht verstehen. Ich habe jetzt zwanzig Tage lang geredet, und ich kann so weitermachen, aber Sie werden dann immer noch rein gar nichts verstanden haben. Und das nicht, weil es schwierig wäre. Es ist so einfach. Aber es ist gerade die hieran beteiligte komplexe [Denk]Struktur, die diese Einfachheit nicht akzeptieren kann. Darin liegt das eigentliche Problem. „So einfach kann es nicht sein“, denken Sie, denn die Struktur ist so komplex, daß sie nicht einmal die Möglichkeit in Erwägung ziehen will, es könnte einfach sein. Also werden Sie es morgen verstehen und nicht heute. Und morgen wird es wieder dasselbe sein, genau wie in zehn Jahren. Was also tut man in so einer Lage? Wir haben das alle schon erlebt. Entweder Sie drehen durch, oder Sie heben ab. Die Chancen durchzudrehen sind wirklich gut, wenn Sie versuchen, sich selbst in die Enge zu treiben. Aber das werden Sie nicht tun.
26. Juli 2019
Sehen Sie, wenn Sie das, was ich sage, im Sinne Ihrer Wertvorstellungen und speziellen Verhaltensregeln interpretieren, gehen Sie vollkommen an der Sache vorbei. Es ist nicht so, daß ich gegen die sittlichen Verhaltensnormen wäre. Diese besitzen einen gesellschaftlichen Wert; sie sind für das reibungslose Funktionieren der Gesellschaft unabdingbar. Um in dieser Welt auf intelligente Weise funktionieren zu können, bedarf es gewisser Verhaltensregeln. Ansonsten herrschte auf dieser Welt das totale Chaos. Dabei handelt es sich aber um ein soziales Problem und nicht um ein ethisches noch um ein religiöses Problem. Sie müssen diese beiden Dinge auseinanderhalten, denn wir leben heute in einer veränderten Welt. Wir müssen eine andere Möglichkeit finden, wie wir mit unserer Umwelt in Harmonie leben können. Solange Sie mit sich selbst in Konflikt sind, solange wird es Ihnen auch nicht möglich sein, mit der Sie umgebenden Gesellschaft in Harmonie zu leben. Dafür sind Sie selbst verantwortlich.
Wie ich Ihnen neulich schon sagte, würde ich Ihnen gerne eine kurze Ahnung, einen Einblick, hiervon vermitteln. Nicht im dem Sinne, wie Sie das Wort ‘Einblick’ gebrauchen; nur eine Andeutung davon. Sie würden überhaupt nicht daran rühren wollen. Das, was Sie wollen, woran Sie interessiert sind, gibt es nicht. Sie können eine Menge unbedeutender Erfahrungen machen, falls es das ist, wofür Sie sich interessieren. Machen Sie nur alle Meditationen mit, tun Sie, was Sie wollen, und Sie werden alle möglichen Erfahrungen machen. Wenn man Drogen nimmt, ist das noch viel einfacher. Ich empfehle hier nicht die Anwendung von Drogen, aber die Erfahrungen, die es dabei zu machen gibt, sind genau die gleichen wie bei der Meditation. Die Ärzte sagen, daß Drogen das Gehirn schädigen würden, aber das wird auch die Meditation tun, wenn man sie nur ernsthaft genug betreibt. Es gibt Menschen, die sind wahnsinnig geworden dabei, sind in den Fluß gesprungen und haben sich so umgebracht. Sie haben alles mögliche unternommen – sie haben sich in Höhlen eingeschlossen – weil sie das nicht verkraften konnten.
Sehen Sie, es ist Ihnen einfach nicht möglich, Ihre Gedanken zu beobachten; es ist nicht möglich, daß Sie jeden Schritt, den Sie tun, beobachten. Das wird Sie zum Wahnsinn treiben. Sie können nicht mehr gehen. Das ist auch gar nicht mit dieser Idee gemeint, daß man alle Dinge wahrnehmen, jeden Gedanken beobachten sollte; wie könnte es denn auch möglich sein, jeden einzelnen Gedanken zu beobachten – und wozu wollen Sie Ihre Gedanken beobachten? Zu welchem Zweck? Kontrolle? Sie können das nicht kontrollieren. Dahinter steckt eine enorme Dynamik.
Wenn Sie in Ihrer Vorstellung so weit gekommen sind, daß Sie meinen, Ihre Gedanken unter Kontrolle zu haben, und wenn Sie einen Raum zwischen diesen Gedanken oder einen Zustand von Gedankenleere erleben, dann glauben Sie, Sie hätten etwas erreicht. Dies ist ein von Gedanken hervorgerufener Zustand der Gedankenlosigkeit, ein Raum zwischen zwei Gedanken. Die Tatsache, daß Sie den Raum zwischen zwei Gedanken und den gedankenleeren Zustand erfahren, bedeutet nur, daß Ihr Denken dabei durchaus gewärtig war. Es kommt wieder zum Vorschein, so wie die Rhône, die durch Frankreich fließt, verschwindet und dann wieder zum Vorschein kommt. Sie ist in den Untergrund verschwunden. Der Fluß ist immer noch da. Er läßt sich nicht zum Zwecke der Navigation nutzen, aber schließlich kommt er wieder herauf. Und genau so kommen auch die Dinge, die Sie in die unterirdischen Regionen verbannen (wobei Sie glauben, daß Sie etwas Außergewöhnliches erlebten) wieder an die Oberfläche – und dann werden Sie merken, wie diese Gedanken aus Ihrem Inneren herausströmen.
Jetzt sind Sie dessen nicht gewahr, daß Sie jetzt atmen. Sie müssen sich Ihres Atmens nicht bewußt sein. Warum wollen Sie sich dessen bewußt sein, daß Sie atmen? Wenn Sie Ihren Atem kontrollieren, um Ihre Lungen oder Ihren Brustkorb auszudehnen – dann ist das etwas anderes. Aber warum wollen Sie sich der Bewegung des Atems von seinem Entstehen bis zum Ende gewahr sein? Sie werden sich plötzlich Ihres Atmens bewußt. Ihr Atem und das Denken stehen in einer engen Beziehung zueinander. Deshalb wollen Sie Ihren Atem kontrollieren. Denn das würde bedeuten, daß sie so gleichermaßen auch Ihr Denken für eine Weile kontrollieren könnten. Wenn Sie aber Ihren Atem zu lange anhalten, wird Sie das ebenso ersticken, wie auch alles andere, das Sie unternehmen, um den Fluß der Gedanken anzuhalten oder zu blockieren, Sie zu Tode würgen wird – und das ist wörtlich so gemeint – oder es wird Ihnen sonst auf irgendeine Weise schaden. Das Denken ist eine sehr mächtige Schwingung, eine außerordentliche Schwingung. Es ist wie ein Atom. Man kann mit solchen Dingen nicht herumspielen.
Sie werden das Ziel, Ihr Denken gänzlich unter Ihre Kontrolle zu bringen, nicht erreichen. Das Denken muß auf die ihm eigene Weise funktionieren, auf seine abgehackte, unzusammenhängende Weise. Das ist etwas, was sich nicht durch irgendwelche Bemühungen Ihrerseits erreichen läßt. Es muß in seinen normalen Rhythmus fallen. Selbst dann, wenn Sie versuchen wollen, ihm den normalen Rhythmus zuzumessen, fügen Sie ihm nur neue Impulse hinzu. Es führt ein unabhängiges Leben, das sich unglücklicherweise innerhalb des Lebensvorgänge eine parallele Existenz aufgebaut hat. Diese beiden befinden sich in einem permanenten Konfliktzustand. Und der wird erst dann zu Ende gehen, wenn auch das Leben endet.
Das Denken hat sich zum Herren über diesen Körper aufgeworfen. Das Denken beherrscht das Ganze absolut. Es versucht noch immer, alles vollkommen unter Kontrolle zu halten. Sie können den Bediensteten nicht aus dem Haushalt entfernen, ganz gleich, was Sie auch tun. Wenn Sie Gewalt anwenden, wird er den ganzen Haushalt niederbrennen, obwohl er genau weiß, daß er damit auch sich verbrennt. Für ihn wäre das eine große Torheit, aber genau die werden Sie provozieren, wenn Sie es versuchen. Das sind nur Gleichnisse, ziehen Sie also keine logischen Schlußfolgerungen daraus, sondern finden Sie es selbst heraus, wenn Sie diese Dinge tun, und nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter. Oder nehmen Sie sie auf die leichte Schulter, und spielen Sie mit ihnen. Das ist in Ordnung – als Spielzeug.
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Sie wollen kein normaler Mensch sein, Sie möchten kein gewöhnlicher Mensch sein. Das ist das eigentliche Problem. Es gehört zum Allerschwierigsten, ein gewöhnlicher Mensch zu sein. Die Kultur verlangt es, daß man etwas anderes sein sollte als das, was man ist. Dadurch wurden Kräfte in Bewegung gesetzt, eine ungeheuer mächtige Bewegung – der Denkprozeß – der verlangt, daß man etwas anderes sein sollte als das, was man ist. Nur darum geht es. Sie können ihn dazu benutzen, um gewisse Dinge zu erreichen; ansonsten hat er keinen Verwendungszweck.
Der einzige Zweck des Denkens besteht darin, diesen Körper zu ernähren und ihn fortzupflanzen. Das ist alles, wofür das Denken nützlich ist. Ansonsten hat es keinen Nutzen. Es kann nicht dazu benutzt werden, um zu spekulieren.
Sie können eine enorme philosophische Denkstruktur errichten, die jedoch keinerlei Wert besitzt. Sie können jede Begebenheit in Ihrem Leben interpretieren und eine weitere philosophische Denkstruktur erstellen, aber das ist nicht der eigentliche Zweck des Denkens.
Wir reden ständig über das Denken. Was ist Denken? Haben Sie sich das Denken jemals wirklich angesehen, geschweige denn die Gedankenkontrolle, die Manipulation des Denkens oder den Gebrauch des Denkens, um einen materiellen oder sonstigen Gewinn daraus zu ziehen? Sie können Ihr Denken nicht betrachten, weil Sie sich nicht vom Denken abspalten können, um es anzusehen. Es gibt kein Denken, das getrennt wäre von dem Wissen, das Sie darüber haben – den Definitionen, die Sie kennen. Wenn Ihnen also jemand die Frage stellt „Was ist Denken?“, so ist jegliche Antwort, die Sie geben, eine Antwort, die bereits vorgegeben ist – von den Antworten, die andere schon zuvor gegeben haben.
Wenn Sie also Betrachtungen über das Denken anstellen, so werden Sie dort nur das vorfinden, was Sie bereits darüber wissen. Ansonsten können Sie sich das Denken nicht ansehen. Es gibt kein Denken, das nicht in dem enthalten wäre, was Sie schon über das Denken wissen. Wenn das einmal verstanden wird, hört diese ganze sinnlose Bemühung, die darauf abzielt, das Denken beobachten zu wollen, auf. Es gibt nur das, was Sie schon wissen – die Definitionen, die Ihnen von anderen gegeben wurden. Und wenn Sie sehr intelligent und clever genug sind, dann schaffen Sie Ihre eigenen Definitionen.
Wenn Sie einen Gegenstand betrachten, kommt Ihnen das Wissen in den Sinn, das Sie über diesen Gegenstand besitzen. Es entsteht die Illusion, daß das Denken etwas von den Gegenständen Verschiedenes sei; aber Sie sind derjenige, der den Gegenstand erschafft. Der Gegenstand mag vorhanden sein, aber das einzige, das Sie haben, ist das Wissen über diesen Gegenstand. Abgesehen von diesem Wissen und unabhängig von diesem Wissen, frei von diesem Wissen, gibt es keine Möglichkeit für Sie, irgend etwas darüber zu wissen. Es gibt für Sie keine Möglichkeit, etwas auf direktem Wege zu erfahren. Das Wort ‘direkt’ bedeutet nicht, daß es noch einen anderen Weg gäbe, um die Dinge auf eine andere Weise erfahren zu können, als Sie das jetzt tun. Das Wissen, über das Sie verfügen, ist alles, was es gibt, und das ist es auch, was Sie erfahren. Wirklich, Sie wissen nicht, was es ist.
Genau so ist es auch, wenn Sie etwas über das Denken wissen oder das Denken erleben wollen, dann tritt der gleiche Mechanismus in Funktion. Es gibt kein Außen oder Innen. Das, was vorhanden ist, ist lediglich der Vorgang, der Fluss des Wissens (Akasha). Sie können sich also gar nicht vom Denken abspalten, um es anzusehen.
Wenn also eine Frage gestellt wird, sollten Sie eigentlich erkennen, daß es keine Antwort geben kann, die irgendeinen Sinn hätte, denn alle Antworten sind nur aus zweiter Hand und angelernt. Damit hört diese Bewegung auf. Es gibt keinen Grund für Sie, die Frage zu beantworten. Es gibt keinen Grund dafür, warum Sie etwas darüber wissen müßten. Alles, was Sie wissen, kommt zum Erliegen. Es gehen keine Impulse mehr davon aus. Es verlangsamt sich, und dann wird Ihnen allmählich klar, wie sinnlos es ist, diese Frage zu beantworten, auf die es gar keine Antwort gibt. Es gibt bereits all die Antworten, die von anderen gegeben wurden. Also haben Sie zu dem Thema ‘Denken’ nichts zu sagen, denn alles, was Sie zu sagen haben, ist ein Sammelsurium aus anderen Quellen. Sie haben keine eigene Antwort.
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Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, daß es möglich ist, etwas zu begreifen, das nicht in einem zeitlichen Rahmen liegt. Alles dauert seine Zeit. Es hat so und so viele Jahre gedauert, bis Sie dort angekommen sind, wo Sie jetzt sind, und immer noch bemühen Sie sich und kämpfen darum, eine höhere Ebene zu erreichen – höher und höher und immer höher. Das Instrument (der Verstand), das Sie gebrauchen, kann nicht begreifen, daß es eine Möglichkeit gibt, etwas ohne Anstrengung, ohne Bemühen zu verstehen und ohne ein Endergebnis erzielen zu wollen. Aber die Angelegenheiten, mit denen Sie sich im Leben auseinandersetzen müssen sind lebendig; es geht darum, wie man leben soll. Der Verstand hat Ihnen nicht geholfen, diese Probleme zu lösen. Sie können eine zeitlich begrenzte Lösung finden, aber das schafft weitere Probleme, und so geht es immer weiter. Die Belange des Lebens sind lebendige Probleme. Das Mittel, welches Sie benützen, das Denken, ist ein stumpfes Instrument, und es kann nicht dazu benutzt werden, irgend etwas Lebendiges zu verstehen. Sie können gar nicht anders als in Begriffen von Streben, Anstrengung und Zeit zu denken – eines Tages werden Sie das spirituelle Ziel erreicht haben – ganz genau so, wie Sie auch alles andere erreicht haben, das Sie sich im Leben vorgenommen hatten.
Also liegt Ihr Problem nicht im Problem selbst, sondern in dessen Lösung. Wenn die Lösung verschwunden ist, gibt es auch kein Problem mehr. Falls es eine Lösung gibt, sollte es auch das Problem nicht mehr geben. Wenn die Antworten, die von den anderen (den ‘weisen Männern’) gegeben werden, die richtigen Antworten wären, dann sollte es auch gar keine Fragen mehr geben. Also sind es ganz offensichtlich nicht die richtigen Antworten. Wären sie es, gäbe es keine Fragen mehr.
Warum stellen Sie also nicht die Antworten in Frage? Wenn Sie die Antworten in Frage stellen, müssen Sie auch diejenigen in Frage stellen, die diese Antworten erteilt haben. Aber Sie nehmen es als gegeben hin, daß sie alle miteinander ‘weise Menschen’ wären, uns allen in spiritueller Hinsicht weit überlegen, und daß sie wüßten, worüber sie reden. Aber sie wissen absolut gar nichts!
Wo, glauben Sie, entstehen diese Fragen? Wie formulieren sie sich in Ihrem Innern? Es sind alles mechanische Fragen. Ich muß immer wieder die Notwendigkeit dessen betonen, daß Sie verstehen, wie mechanisch das Ganze ist.
Die Antworten, die Sie erhalten, sind offenbar nicht die richtigen Antworten, denn die Fragen dauern an, trotz der Antworten, die Ihnen anscheinend jemand erteilt. Die Frage besteht immer noch. Diejenige Antwort, von der Sie glauben, daß es die richtige Antwort sei (zu Ihrer Zufriedenheit oder nicht), ist in Wirklichkeit keine Antwort. Wenn sie es wäre, hätte die Frage für alle Zeiten verschwinden müssen. Alle Fragen sind nur Abwandlungen ein und derselben Frage. Die Antwort darauf kennen Sie schon, und all die übrigen Fragen sind nur solche, für die es völlig uninteressant ist, ob sie beantwortet werden oder nicht. Wenn es überhaupt eine Antwort auf eine Frage gibt, dann sollte sie alle bereits vorhandenen Antworten zerstören. Es gibt da keinen Fragesteller. Wenn die Antwort verschwindet, muß gleichzeitig auch der Fragesteller – der nichtexistente Fragende – verschwinden. Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann.
Gibt es eine Frage, von der Sie sagen könnten, daß sie ganz und gar Ihre eigene wäre? Wenn Sie es fertigbringen, eine Frage zu stellen, die Sie wirklich Ihr eigen nennen können, eine Frage, die nie, niemals zuvor gestellt wurde, dann hat es einen Sinn, darüber zu sprechen. Dann müssen Sie nicht mehr dasitzen und irgend jemandem Fragen stellen, die es eigentlich gar nicht gibt. Eine Frage, die Sie Ihr eigen nennen können, wurde niemals zuvor gestellt. Alle Antworten sind nur für diese Frage da. Wahrscheinlich ist Ihnen gar nicht klar, daß Ihre Fragen aus den Antworten entstanden sind, die Sie schon kennen, und daß es sich dabei keinesfalls um Ihre Antworten handelt. Es sind Antworten, die Sie schon erhalten haben.
Warum stellen Sie also diese Fragen, warum sind Sie nicht mit den bereits vorhandenen Antworten zufrieden? So lautet meine Frage. Warum? Wenn Sie damit zufrieden sind, dann ist doch alles in Ordnung. Dann werden Sie wahrscheinlich sagen: „Ich will gar keine Antworten.“ Aber die Frage besteht immer noch, tief in Ihrem Innern. Es ist gleichgültig, ob Sie jemanden aufsuchen oder die Antwort von einem weisen Mann erwarten, die Frage besteht weiter. Warum besteht sie? Was geschieht, wenn die Frage an ihr Ende gelangt? Dann kommen auch Sie an Ihr Ende. Sie sind nichts als die Antworten. Wenn Sie verstehen, daß es keinen Fragenden gibt, der die Fragen stellt, ist Ihre Antwort in höchster Gefahr. Deshalb will die Frage überhaupt keine Antwort bekommen. Diese Antwort würde das Ende jener Antwort bedeuten, die Sie haben, und die nicht die Ihre ist.
Alle Gedanken sind tot, sie leben nicht. Sie können sie nicht mit Leben versehen. Das ist es, was Sie die ganze Zeit über zu tun versuchen: Sie statten sie mit Emotionen aus. Aber es sind keine lebenden Dinge. Sie können niemals etwas Lebendiges berühren. Sie glauben, Sie hätten spirituelle oder psychologische Probleme, dabei sind es eigentlich Probleme mit dem Lebendigsein.
Was meinen die Menschen denn eigentlich damit, wenn sie von Bewußtsein sprechen? So etwas wie ein Unbewußtsein gibt es nicht. In der medizinischen Technologie kann ein Grund dafür gefunden werden, warum ein bestimmter Mensch bewußtlos ist, aber der Mensch, der bewußtlos ist, kann nicht wissen, daß er es ist. Wenn er aus dem Zustand der Bewußtlosigkeit herauskommt, ist er bewußt. Meinen Sie also, daß Sie jetzt bewußt sind? Glauben Sie, Sie seien wach? Sind Sie der Meinung, daß Sie am Leben sind?
Sehen Sie, es ist nicht leicht, zu einem Individuum zu werden. Denn das bedeutet, daß man ein ganz gewöhnlicher Mensch ist. Es ist sehr schwierig, ganz gewöhnlich zu sein. Sie wollen etwas anderes sein als Sie es sind. Man selbst zu sein ist ganz einfach, man muß überhaupt nichts dazu tun. Keine Anstrengungen sind vonnöten. Man muß keine Willenskraft gebrauchen, man muß gar nichts tun, um man selbst zu sein. Aber um etwas anderes zu sein als man wirklich ist, muß man viele Dinge tun.
25. Juli 2019
Also müssen wir die Realität so, wie sie uns von der Kultur und der Gesellschaft vorgegeben wurde, akzeptieren. Gleichzeitig müssen wir aber auch verstehen, daß es nichts gibt, was wir tun können, um die Realität von irgend etwas zu erleben. Wenn Sie das verstehen, werden Sie sich mit der Gesellschaft nicht in Konflikt befinden, und auch das Verlangen danach, etwas anderes sein zu wollen, als Sie es tatsächlich sind, wird endlich aufhören.
Das Ziel, das Sie sich gesetzt haben und von dem Sie akzeptiert haben, daß es ein ideales und erstrebenswertes Ziel sei, ist nicht mehr vorhanden. Ebenso besteht auch kein Verlangen mehr, etwas anderes zu sein, als Sie es sind. Es handelt sich nicht darum, etwas zu akzeptieren, sondern es geht um die Ziele, die von der Gesellschaft vor uns aufgebaut worden sind und die wir für erstrebenswert halten. Diese Ziele werden von uns nun nicht mehr angestrebt und verfolgt. Es besteht auch kein Verlangen mehr danach, ein Ziel zu erreichen. Also sind Sie das, was Sie sind.
Wenn Sie mit sich selbst in Frieden leben, dann stellen Sie für die Gesellschaft in ihrer jetzigen Form eine Bedrohung dar. Sie werden deshalb eine Bedrohung für Ihre Nachbarn darstellen, weil diese die Wirklichkeit der Welt als real akzeptiert haben und dabei nach so etwas Merkwürdigem suchen, das ‘Frieden’ genannt wird. Im Rahmen dessen, wie diese Menschen ihre eigene Existenz sehen und erleben, können Sie nur wie eine Bedrohung wirken. Also sind Sie ganz allein – und das ist nicht jenes Alleinsein, das die Menschen gemeinhin zu vermeiden trachten – Sie sind wirklich allein.
Selbst die Meditationstechniken sind egozentrische Aktivitäten. All die von Ihnen angewandten Mechanismen erhalten sich andauernd selbst aufrecht. Also wird der Gegenstand Ihrer Suche nach der ultimativen Realität von diesen Techniken zunichte gemacht, denn auch diese Techniken sind Werkzeuge, die sich selbst erhalten. Sie werden plötzlich erkennen, oder es wird Ihnen klar werden, daß gerade auch diese Suche nach einer ultimativen Realität ein sich ewig fortsetzender Mechanismus ist. Es gibt nichts zu erreichen, nichts zu gewinnen, nichts zu erringen.
Unglücklicherweise hat die Gesellschaft uns weisgemacht, daß die Selbstlosigkeit ein erstrebenswertes Ideal sei; schließlich kann ein selbstloser Mensch der Gesellschaft nur von Nutzen sein, und deren eigentliches Interesse liegt darin, die eigene Kontinuität, den Status quo, aufrechtzuerhalten. So wurden all diese Wertvorstellungen, die wir akzeptiert haben und von denen wir glauben, sie seien es wert erhalten zu werden, vom menschlichen Verstand nur aus dem Grund erfunden, um sich selbst in Gang zu halten.
Diese Zielvorstellung ermöglicht es Ihnen, in dieser Weise weiterzumachen, aber erreichen werden Sie damit gar nichts. Sie haben die Hoffnung, daß Sie eines Tages durch irgendein Wunder oder durch die Hilfe von irgend jemanden dazu imstande sein werden, Ihr Ziel zu erreichen. Diese Hoffnung läßt Sie immer weitermachen, aber in Wahrheit kommen Sie nach nirgendwo. Irgendwann werden Sie erkennen, daß alles, was Sie unternehmen, um Ihrem Ziel nahezukommen, zu nichts führt. Dann werden Sie alles mögliche andere versuchen wollen. Wenn Sie es aber einmal versucht haben und dabei merken, daß es nicht funktioniert, dann sollten Sie erkennen, daß es mit allen anderen Systemen genauso ist. Das muß Ihnen vollkommen klar werden.
Es ist sehr schwer zu verstehen, daß alles, was Sie tun, genau das ist, was die bereits bestehende Harmonie und den Frieden stört. Jede Bewegung des Denkens in jedwede Richtung und auf jeder Ebene stellt einen Störfaktor für das einwandfreie und friedliche Funktionieren dieses lebendigen Organismus dar, der an Ihren spirituellen Erfahrungen überhaupt kein Interesse hat. Er interessiert sich für keine einzige dieser spirituellen Übungen, wie außergewöhnlich sie auch sein mögen.
Die völlige Abwesenheit jeglicher Art von Willen und das vollkommene Nichtvorhandensein von Anstrengung könnten als müheloser Zustand bezeichnet werden; aber dieser mühelose Zustand ist nicht etwas, was sich mittels Anstrengung erreichen ließe.
Es kommt gar nicht darauf an, welchem Lehrer Sie folgen. Wenn Sie die Lehre in Frage stellen, müssen Sie bedauerlicherweise auch den Lehrer in Frage stellen – dann aber kommt das Gefühl auf: „Irgendwas stimmt nicht mit mir, eines Tages jedoch werde ich es verstehen“. Wenn Sie es heute nicht verstehen können, werden Sie es nie verstehen. Also ist Verständnis eigentlich das Nichtvorhandensein des Verlangens nach Verständnis – ob heute oder morgen.
Nun ist aber gar kein Verständnis nötig. Das Verständnis dient nur dem Zweck, morgen etwas zu verstehen – nicht heute. Heute müssen Sie überhaupt nichts verstehen.
Das mag Ihnen komisch vorkommen, aber es ist tatsächlich so. Was also wollen Sie verstehen? Sie können mich überhaupt nicht verstehen. Ich habe jetzt zwanzig Tage lang geredet, und ich kann so weitermachen, aber Sie werden dann immer noch rein gar nichts verstanden haben. Und das nicht, weil es schwierig wäre. Es ist so einfach. Aber es ist gerade die hieran beteiligte komplexe [Denk]Struktur, die diese Einfachheit nicht akzeptieren kann. Darin liegt das eigentliche Problem. „So einfach kann es nicht sein“, denken Sie, denn die Struktur ist so komplex, daß sie nicht einmal die Möglichkeit in Erwägung ziehen will, es könnte einfach sein. Also werden Sie es morgen verstehen und nicht heute. Und morgen wird es wieder dasselbe sein, genau wie in zehn Jahren. Was also tut man in so einer Lage? Wir haben das alle schon erlebt. Entweder Sie drehen durch, oder Sie heben ab. Die Chancen durchzudrehen sind wirklich gut, wenn Sie versuchen, sich selbst in die Enge zu treiben. Aber das werden Sie nicht tun.
26. Juli 2019
Sehen Sie, wenn Sie das, was ich sage, im Sinne Ihrer Wertvorstellungen und speziellen Verhaltensregeln interpretieren, gehen Sie vollkommen an der Sache vorbei. Es ist nicht so, daß ich gegen die sittlichen Verhaltensnormen wäre. Diese besitzen einen gesellschaftlichen Wert; sie sind für das reibungslose Funktionieren der Gesellschaft unabdingbar. Um in dieser Welt auf intelligente Weise funktionieren zu können, bedarf es gewisser Verhaltensregeln. Ansonsten herrschte auf dieser Welt das totale Chaos. Dabei handelt es sich aber um ein soziales Problem und nicht um ein ethisches noch um ein religiöses Problem. Sie müssen diese beiden Dinge auseinanderhalten, denn wir leben heute in einer veränderten Welt. Wir müssen eine andere Möglichkeit finden, wie wir mit unserer Umwelt in Harmonie leben können. Solange Sie mit sich selbst in Konflikt sind, solange wird es Ihnen auch nicht möglich sein, mit der Sie umgebenden Gesellschaft in Harmonie zu leben. Dafür sind Sie selbst verantwortlich.
Wie ich Ihnen neulich schon sagte, würde ich Ihnen gerne eine kurze Ahnung, einen Einblick, hiervon vermitteln. Nicht im dem Sinne, wie Sie das Wort ‘Einblick’ gebrauchen; nur eine Andeutung davon. Sie würden überhaupt nicht daran rühren wollen. Das, was Sie wollen, woran Sie interessiert sind, gibt es nicht. Sie können eine Menge unbedeutender Erfahrungen machen, falls es das ist, wofür Sie sich interessieren. Machen Sie nur alle Meditationen mit, tun Sie, was Sie wollen, und Sie werden alle möglichen Erfahrungen machen. Wenn man Drogen nimmt, ist das noch viel einfacher. Ich empfehle hier nicht die Anwendung von Drogen, aber die Erfahrungen, die es dabei zu machen gibt, sind genau die gleichen wie bei der Meditation. Die Ärzte sagen, daß Drogen das Gehirn schädigen würden, aber das wird auch die Meditation tun, wenn man sie nur ernsthaft genug betreibt. Es gibt Menschen, die sind wahnsinnig geworden dabei, sind in den Fluß gesprungen und haben sich so umgebracht. Sie haben alles mögliche unternommen – sie haben sich in Höhlen eingeschlossen – weil sie das nicht verkraften konnten.
Sehen Sie, es ist Ihnen einfach nicht möglich, Ihre Gedanken zu beobachten; es ist nicht möglich, daß Sie jeden Schritt, den Sie tun, beobachten. Das wird Sie zum Wahnsinn treiben. Sie können nicht mehr gehen. Das ist auch gar nicht mit dieser Idee gemeint, daß man alle Dinge wahrnehmen, jeden Gedanken beobachten sollte; wie könnte es denn auch möglich sein, jeden einzelnen Gedanken zu beobachten – und wozu wollen Sie Ihre Gedanken beobachten? Zu welchem Zweck? Kontrolle? Sie können das nicht kontrollieren. Dahinter steckt eine enorme Dynamik.
Wenn Sie in Ihrer Vorstellung so weit gekommen sind, daß Sie meinen, Ihre Gedanken unter Kontrolle zu haben, und wenn Sie einen Raum zwischen diesen Gedanken oder einen Zustand von Gedankenleere erleben, dann glauben Sie, Sie hätten etwas erreicht. Dies ist ein von Gedanken hervorgerufener Zustand der Gedankenlosigkeit, ein Raum zwischen zwei Gedanken. Die Tatsache, daß Sie den Raum zwischen zwei Gedanken und den gedankenleeren Zustand erfahren, bedeutet nur, daß Ihr Denken dabei durchaus gewärtig war. Es kommt wieder zum Vorschein, so wie die Rhône, die durch Frankreich fließt, verschwindet und dann wieder zum Vorschein kommt. Sie ist in den Untergrund verschwunden. Der Fluß ist immer noch da. Er läßt sich nicht zum Zwecke der Navigation nutzen, aber schließlich kommt er wieder herauf. Und genau so kommen auch die Dinge, die Sie in die unterirdischen Regionen verbannen (wobei Sie glauben, daß Sie etwas Außergewöhnliches erlebten) wieder an die Oberfläche – und dann werden Sie merken, wie diese Gedanken aus Ihrem Inneren herausströmen.
Jetzt sind Sie dessen nicht gewahr, daß Sie jetzt atmen. Sie müssen sich Ihres Atmens nicht bewußt sein. Warum wollen Sie sich dessen bewußt sein, daß Sie atmen? Wenn Sie Ihren Atem kontrollieren, um Ihre Lungen oder Ihren Brustkorb auszudehnen – dann ist das etwas anderes. Aber warum wollen Sie sich der Bewegung des Atems von seinem Entstehen bis zum Ende gewahr sein? Sie werden sich plötzlich Ihres Atmens bewußt. Ihr Atem und das Denken stehen in einer engen Beziehung zueinander. Deshalb wollen Sie Ihren Atem kontrollieren. Denn das würde bedeuten, daß sie so gleichermaßen auch Ihr Denken für eine Weile kontrollieren könnten. Wenn Sie aber Ihren Atem zu lange anhalten, wird Sie das ebenso ersticken, wie auch alles andere, das Sie unternehmen, um den Fluß der Gedanken anzuhalten oder zu blockieren, Sie zu Tode würgen wird – und das ist wörtlich so gemeint – oder es wird Ihnen sonst auf irgendeine Weise schaden. Das Denken ist eine sehr mächtige Schwingung, eine außerordentliche Schwingung. Es ist wie ein Atom. Man kann mit solchen Dingen nicht herumspielen.
Sie werden das Ziel, Ihr Denken gänzlich unter Ihre Kontrolle zu bringen, nicht erreichen. Das Denken muß auf die ihm eigene Weise funktionieren, auf seine abgehackte, unzusammenhängende Weise. Das ist etwas, was sich nicht durch irgendwelche Bemühungen Ihrerseits erreichen läßt. Es muß in seinen normalen Rhythmus fallen. Selbst dann, wenn Sie versuchen wollen, ihm den normalen Rhythmus zuzumessen, fügen Sie ihm nur neue Impulse hinzu. Es führt ein unabhängiges Leben, das sich unglücklicherweise innerhalb des Lebensvorgänge eine parallele Existenz aufgebaut hat. Diese beiden befinden sich in einem permanenten Konfliktzustand. Und der wird erst dann zu Ende gehen, wenn auch das Leben endet.
Das Denken hat sich zum Herren über diesen Körper aufgeworfen. Das Denken beherrscht das Ganze absolut. Es versucht noch immer, alles vollkommen unter Kontrolle zu halten. Sie können den Bediensteten nicht aus dem Haushalt entfernen, ganz gleich, was Sie auch tun. Wenn Sie Gewalt anwenden, wird er den ganzen Haushalt niederbrennen, obwohl er genau weiß, daß er damit auch sich verbrennt. Für ihn wäre das eine große Torheit, aber genau die werden Sie provozieren, wenn Sie es versuchen. Das sind nur Gleichnisse, ziehen Sie also keine logischen Schlußfolgerungen daraus, sondern finden Sie es selbst heraus, wenn Sie diese Dinge tun, und nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter. Oder nehmen Sie sie auf die leichte Schulter, und spielen Sie mit ihnen. Das ist in Ordnung – als Spielzeug.
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Sie wollen kein normaler Mensch sein, Sie möchten kein gewöhnlicher Mensch sein. Das ist das eigentliche Problem. Es gehört zum Allerschwierigsten, ein gewöhnlicher Mensch zu sein. Die Kultur verlangt es, daß man etwas anderes sein sollte als das, was man ist. Dadurch wurden Kräfte in Bewegung gesetzt, eine ungeheuer mächtige Bewegung – der Denkprozeß – der verlangt, daß man etwas anderes sein sollte als das, was man ist. Nur darum geht es. Sie können ihn dazu benutzen, um gewisse Dinge zu erreichen; ansonsten hat er keinen Verwendungszweck.
Der einzige Zweck des Denkens besteht darin, diesen Körper zu ernähren und ihn fortzupflanzen. Das ist alles, wofür das Denken nützlich ist. Ansonsten hat es keinen Nutzen. Es kann nicht dazu benutzt werden, um zu spekulieren.
Sie können eine enorme philosophische Denkstruktur errichten, die jedoch keinerlei Wert besitzt. Sie können jede Begebenheit in Ihrem Leben interpretieren und eine weitere philosophische Denkstruktur erstellen, aber das ist nicht der eigentliche Zweck des Denkens.
Wir reden ständig über das Denken. Was ist Denken? Haben Sie sich das Denken jemals wirklich angesehen, geschweige denn die Gedankenkontrolle, die Manipulation des Denkens oder den Gebrauch des Denkens, um einen materiellen oder sonstigen Gewinn daraus zu ziehen? Sie können Ihr Denken nicht betrachten, weil Sie sich nicht vom Denken abspalten können, um es anzusehen. Es gibt kein Denken, das getrennt wäre von dem Wissen, das Sie darüber haben – den Definitionen, die Sie kennen. Wenn Ihnen also jemand die Frage stellt „Was ist Denken?“, so ist jegliche Antwort, die Sie geben, eine Antwort, die bereits vorgegeben ist – von den Antworten, die andere schon zuvor gegeben haben.
Wenn Sie also Betrachtungen über das Denken anstellen, so werden Sie dort nur das vorfinden, was Sie bereits darüber wissen. Ansonsten können Sie sich das Denken nicht ansehen. Es gibt kein Denken, das nicht in dem enthalten wäre, was Sie schon über das Denken wissen. Wenn das einmal verstanden wird, hört diese ganze sinnlose Bemühung, die darauf abzielt, das Denken beobachten zu wollen, auf. Es gibt nur das, was Sie schon wissen – die Definitionen, die Ihnen von anderen gegeben wurden. Und wenn Sie sehr intelligent und clever genug sind, dann schaffen Sie Ihre eigenen Definitionen.
Wenn Sie einen Gegenstand betrachten, kommt Ihnen das Wissen in den Sinn, das Sie über diesen Gegenstand besitzen. Es entsteht die Illusion, daß das Denken etwas von den Gegenständen Verschiedenes sei; aber Sie sind derjenige, der den Gegenstand erschafft. Der Gegenstand mag vorhanden sein, aber das einzige, das Sie haben, ist das Wissen über diesen Gegenstand. Abgesehen von diesem Wissen und unabhängig von diesem Wissen, frei von diesem Wissen, gibt es keine Möglichkeit für Sie, irgend etwas darüber zu wissen. Es gibt für Sie keine Möglichkeit, etwas auf direktem Wege zu erfahren. Das Wort ‘direkt’ bedeutet nicht, daß es noch einen anderen Weg gäbe, um die Dinge auf eine andere Weise erfahren zu können, als Sie das jetzt tun. Das Wissen, über das Sie verfügen, ist alles, was es gibt, und das ist es auch, was Sie erfahren. Wirklich, Sie wissen nicht, was es ist.
Genau so ist es auch, wenn Sie etwas über das Denken wissen oder das Denken erleben wollen, dann tritt der gleiche Mechanismus in Funktion. Es gibt kein Außen oder Innen. Das, was vorhanden ist, ist lediglich der Vorgang, der Fluss des Wissens (Akasha). Sie können sich also gar nicht vom Denken abspalten, um es anzusehen.
Wenn also eine Frage gestellt wird, sollten Sie eigentlich erkennen, daß es keine Antwort geben kann, die irgendeinen Sinn hätte, denn alle Antworten sind nur aus zweiter Hand und angelernt. Damit hört diese Bewegung auf. Es gibt keinen Grund für Sie, die Frage zu beantworten. Es gibt keinen Grund dafür, warum Sie etwas darüber wissen müßten. Alles, was Sie wissen, kommt zum Erliegen. Es gehen keine Impulse mehr davon aus. Es verlangsamt sich, und dann wird Ihnen allmählich klar, wie sinnlos es ist, diese Frage zu beantworten, auf die es gar keine Antwort gibt. Es gibt bereits all die Antworten, die von anderen gegeben wurden. Also haben Sie zu dem Thema ‘Denken’ nichts zu sagen, denn alles, was Sie zu sagen haben, ist ein Sammelsurium aus anderen Quellen. Sie haben keine eigene Antwort.
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Sie können sich überhaupt nicht vorstellen, daß es möglich ist, etwas zu begreifen, das nicht in einem zeitlichen Rahmen liegt. Alles dauert seine Zeit. Es hat so und so viele Jahre gedauert, bis Sie dort angekommen sind, wo Sie jetzt sind, und immer noch bemühen Sie sich und kämpfen darum, eine höhere Ebene zu erreichen – höher und höher und immer höher. Das Instrument (der Verstand), das Sie gebrauchen, kann nicht begreifen, daß es eine Möglichkeit gibt, etwas ohne Anstrengung, ohne Bemühen zu verstehen und ohne ein Endergebnis erzielen zu wollen. Aber die Angelegenheiten, mit denen Sie sich im Leben auseinandersetzen müssen sind lebendig; es geht darum, wie man leben soll. Der Verstand hat Ihnen nicht geholfen, diese Probleme zu lösen. Sie können eine zeitlich begrenzte Lösung finden, aber das schafft weitere Probleme, und so geht es immer weiter. Die Belange des Lebens sind lebendige Probleme. Das Mittel, welches Sie benützen, das Denken, ist ein stumpfes Instrument, und es kann nicht dazu benutzt werden, irgend etwas Lebendiges zu verstehen. Sie können gar nicht anders als in Begriffen von Streben, Anstrengung und Zeit zu denken – eines Tages werden Sie das spirituelle Ziel erreicht haben – ganz genau so, wie Sie auch alles andere erreicht haben, das Sie sich im Leben vorgenommen hatten.
Also liegt Ihr Problem nicht im Problem selbst, sondern in dessen Lösung. Wenn die Lösung verschwunden ist, gibt es auch kein Problem mehr. Falls es eine Lösung gibt, sollte es auch das Problem nicht mehr geben. Wenn die Antworten, die von den anderen (den ‘weisen Männern’) gegeben werden, die richtigen Antworten wären, dann sollte es auch gar keine Fragen mehr geben. Also sind es ganz offensichtlich nicht die richtigen Antworten. Wären sie es, gäbe es keine Fragen mehr.
Warum stellen Sie also nicht die Antworten in Frage? Wenn Sie die Antworten in Frage stellen, müssen Sie auch diejenigen in Frage stellen, die diese Antworten erteilt haben. Aber Sie nehmen es als gegeben hin, daß sie alle miteinander ‘weise Menschen’ wären, uns allen in spiritueller Hinsicht weit überlegen, und daß sie wüßten, worüber sie reden. Aber sie wissen absolut gar nichts!
Wo, glauben Sie, entstehen diese Fragen? Wie formulieren sie sich in Ihrem Innern? Es sind alles mechanische Fragen. Ich muß immer wieder die Notwendigkeit dessen betonen, daß Sie verstehen, wie mechanisch das Ganze ist.
Die Antworten, die Sie erhalten, sind offenbar nicht die richtigen Antworten, denn die Fragen dauern an, trotz der Antworten, die Ihnen anscheinend jemand erteilt. Die Frage besteht immer noch. Diejenige Antwort, von der Sie glauben, daß es die richtige Antwort sei (zu Ihrer Zufriedenheit oder nicht), ist in Wirklichkeit keine Antwort. Wenn sie es wäre, hätte die Frage für alle Zeiten verschwinden müssen. Alle Fragen sind nur Abwandlungen ein und derselben Frage. Die Antwort darauf kennen Sie schon, und all die übrigen Fragen sind nur solche, für die es völlig uninteressant ist, ob sie beantwortet werden oder nicht. Wenn es überhaupt eine Antwort auf eine Frage gibt, dann sollte sie alle bereits vorhandenen Antworten zerstören. Es gibt da keinen Fragesteller. Wenn die Antwort verschwindet, muß gleichzeitig auch der Fragesteller – der nichtexistente Fragende – verschwinden. Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich machen kann.
Gibt es eine Frage, von der Sie sagen könnten, daß sie ganz und gar Ihre eigene wäre? Wenn Sie es fertigbringen, eine Frage zu stellen, die Sie wirklich Ihr eigen nennen können, eine Frage, die nie, niemals zuvor gestellt wurde, dann hat es einen Sinn, darüber zu sprechen. Dann müssen Sie nicht mehr dasitzen und irgend jemandem Fragen stellen, die es eigentlich gar nicht gibt. Eine Frage, die Sie Ihr eigen nennen können, wurde niemals zuvor gestellt. Alle Antworten sind nur für diese Frage da. Wahrscheinlich ist Ihnen gar nicht klar, daß Ihre Fragen aus den Antworten entstanden sind, die Sie schon kennen, und daß es sich dabei keinesfalls um Ihre Antworten handelt. Es sind Antworten, die Sie schon erhalten haben.
Warum stellen Sie also diese Fragen, warum sind Sie nicht mit den bereits vorhandenen Antworten zufrieden? So lautet meine Frage. Warum? Wenn Sie damit zufrieden sind, dann ist doch alles in Ordnung. Dann werden Sie wahrscheinlich sagen: „Ich will gar keine Antworten.“ Aber die Frage besteht immer noch, tief in Ihrem Innern. Es ist gleichgültig, ob Sie jemanden aufsuchen oder die Antwort von einem weisen Mann erwarten, die Frage besteht weiter. Warum besteht sie? Was geschieht, wenn die Frage an ihr Ende gelangt? Dann kommen auch Sie an Ihr Ende. Sie sind nichts als die Antworten. Wenn Sie verstehen, daß es keinen Fragenden gibt, der die Fragen stellt, ist Ihre Antwort in höchster Gefahr. Deshalb will die Frage überhaupt keine Antwort bekommen. Diese Antwort würde das Ende jener Antwort bedeuten, die Sie haben, und die nicht die Ihre ist.
Alle Gedanken sind tot, sie leben nicht. Sie können sie nicht mit Leben versehen. Das ist es, was Sie die ganze Zeit über zu tun versuchen: Sie statten sie mit Emotionen aus. Aber es sind keine lebenden Dinge. Sie können niemals etwas Lebendiges berühren. Sie glauben, Sie hätten spirituelle oder psychologische Probleme, dabei sind es eigentlich Probleme mit dem Lebendigsein.
Was meinen die Menschen denn eigentlich damit, wenn sie von Bewußtsein sprechen? So etwas wie ein Unbewußtsein gibt es nicht. In der medizinischen Technologie kann ein Grund dafür gefunden werden, warum ein bestimmter Mensch bewußtlos ist, aber der Mensch, der bewußtlos ist, kann nicht wissen, daß er es ist. Wenn er aus dem Zustand der Bewußtlosigkeit herauskommt, ist er bewußt. Meinen Sie also, daß Sie jetzt bewußt sind? Glauben Sie, Sie seien wach? Sind Sie der Meinung, daß Sie am Leben sind?
Sehen Sie, es ist nicht leicht, zu einem Individuum zu werden. Denn das bedeutet, daß man ein ganz gewöhnlicher Mensch ist. Es ist sehr schwierig, ganz gewöhnlich zu sein. Sie wollen etwas anderes sein als Sie es sind. Man selbst zu sein ist ganz einfach, man muß überhaupt nichts dazu tun. Keine Anstrengungen sind vonnöten. Man muß keine Willenskraft gebrauchen, man muß gar nichts tun, um man selbst zu sein. Aber um etwas anderes zu sein als man wirklich ist, muß man viele Dinge tun.
Mittwoch, 24. Juli 2019
U. G. Krishnamurti || Der Mut, allein zu stehen | Book
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Ich: Er redet. Über Gurus, und wie sehr er sie haßt, und was für Scharlatane sie alle miteinander sind.
Ich: Er redet. Über Gurus, und wie sehr er sie haßt, und was für Scharlatane sie alle miteinander sind.
Wer hört ihm zu?
Ich: Eine Gruppe von Leuten. Ich weiß schon, was du denkst, aber nein, das
sind keine Schüler. Es sind Anti-Schüler.
Freund: Woran merkt man das?
Ich:
Nun, sie machen sich über ihn lustig, sie streiten mit ihm, sie
beleidigen ihn. Sie behandeln ihn absolut nicht so, wie man einen
Guru behandeln sollte. Und wenn sie es doch tun (und manche versuchen
das), dann wird er wütend und straft
sie mit Verachtung. Er mag das wirklich nicht.
Gespräche mit U.G. Krishnamurti, Amsterdam, September 1982 U.G.:
... Das ist alles, was ich sage. Sie können sich nicht vom Denken trennen und sagen: Das sind meine Gedanken. Das ist die Täuschung, der Sie aufsitzen und Sie können nicht ohne Illusionen sein. Sie ersetzen eine Illusion immer durch eine andere. Immer. Frage: Und das akzeptiere ich auch. U.G.: Sie akzeptieren, dass Sie eine Illusion immer wieder durch die nächste ersetzen; deshalb ist Ihr Wunsch, frei von Täuschung zu sein, ein Ding der Unmöglichkeit. Der Wunsch ist auch eine Täuschung. Warum wollen Sie frei von Illusionen sein? Das ist Ihr Ende. Es ist nicht so, dass ich Sie erschrecken möchte ich weise nur darauf hin, dass das nicht einfach nur ein fröhlich unbekümmertes Spiel ist. Das sind Sie, Sie, so wie Sie sich kennen dieses Wissen, das Sie über sich selbst haben, ist dann nicht mehr vorhanden. Es kann nicht mehr vorhanden sein. Wenn es dieses Wissen nicht mehr gibt, dann gibt es auch das Wissen nicht mehr, das Sie über die Welt haben. Es kann nicht mehr vorhanden sein. Es hört nicht einfach so auf. Es wird immer durch eine neue Illusion ersetzt. Sie wollen kein normaler Mensch sein, sie wollen keine gewöhnliche Person sein. Das ist das eigentliche Problem. Es ist das Schwierigste, gewöhnlich zu sein.
... das Denken beschützt sich selbst. Deshalb geht es ihm um Fortbestand. Die Intelligenz, die für das Überleben des Körpers notwendig ist, ist bereits hier. Der Dschungel, den wir durch unsere Organisationen hervorgebracht haben, benötigt den Intellekt, den Intellekt, den wir uns durch unsere Studien erworben haben, durch unsere Kultur und das alles. Der Intellekt besitzt eine eigene parallel verlaufende Existenz, die an einer anderen Art von Überleben interessiert ist, weil dieses Leben hier kein Ende nimmt. Das hier ist nur ein Ausdruck des Lebens. Wenn Sie und ich gehen, geht das Leben weiter. Diese Lichter gehen aus, aber die Elektrizität gibt es weiterhin. Etwas anderes wird erscheinen. Das Leben ist nicht am Menschen interessiert. Unglücklicherweise besitzt der Mensch überaus zerstörerische Kräfte, die seiner ursprünglichen Erfahrung entsprungen seiner dem Selbstbewusstsein. Deshalb ist das Gerede darüber, dass sich der Mensch selbst anschauen und verstehen möchte, eine entzweiende Bewegung im Menschen, die aus dem Selbstbewusstsein heraus entsteht. Auf dieses Fundament ist die gesamte psychologische Struktur aufgebaut.
https://www.amazon.de/Mut-allein-zu-stehen/dp/3941973185/ref=sr_1_2?qid=1563871391&refinements=p_27%3AU.+G.+Krishnamurti&s=books&sr=1-2&text=U.+G.+Krishnamurti
Dienstag, 23. Juli 2019
U G Krishnamurti || Das Denken ist dein Feind
Gespräche mit dem Mann namens U.G., die Ihre Welt auf den Kopf stellen werden
http://www.ugkrishnamurti.net/ugkrishnamurti-net/ThoughtG.html
Es werde
Licht!
Sprach Gott
Und
Es
Wurde
Völlig
Schwarz.
Friede
Sei mit euch!
Sprach Gott
Und
Es
kamen
Weltkriege.
Es sei
Ordnung!
Sprach Gott
Und
Es
Herrschte
Großes Chaos.
Bestürzt
Desillusioniert
Sprach Gott
Es gebe
Keinen Gott!
Und
Er
Wurde
Zu
U.G.
--
K. Chandrasekhar
Gott oder Erleuchtung ist das ultimative Vergnügen, ununterbrochenes Glück. So etwas gibt es nicht. Euer Streben nach etwas, was es nicht gibt, ist die Wurzel eurer Probleme. Transformation, Moksha, Befreiung und all das sind nur Varianten desselben Themas: andauerndes Glück. Der Körper kann ununterbrochenen Genuss nicht lange aushalten; es würde ihn zerstören. Dem Körper einen erfundenen andauernden Glückszustand aufzwingen zu wollen ist ein ernsthaftes neurologisches Problem. --U.G.
Meine Lehren, wenn das das Wort ist, das Ihr gebrauchen wollt, haben kein Copyright. Ihr könnt reproduzieren, verteilen, interpretieren, fehlinterpretieren, verzerren, entstellen, tun, was immer ihr wollt, auch behaupten, der Urheber zu sein, ohne meine Zustimmung oder irgendeine Erlaubnis. --U.G.
Das Denken des Menschen ist aus einem neurologischen Fehler im menschlichen Körper entstanden. Deshalb ist alles, was aus menschlichem Denken entsteht, zerstörerisch.
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Die Religion hat diese wunderbare Einrichtung erfunden, die „Wohltätigkeit“ genannt wird. Es ist das Übelste und Vulgärste, was wir je hatten. Die Natur hat uns Fülle gegeben. Aber jeder von uns ist verantwortlich für die Ungerechtigkeiten in der Welt.
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Die Gedanken wirken dem Funktionieren dieses lebendigen Organismus grundlegend entgegen.
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Eine jegliche Erkenntnis, egal wie außergewöhnlich sie sein mag, ist wertlos, weil die Gedanken das erschaffen haben, was wir Erkenntnis nennen, und dadurch ihre Kontinuität und den Status quo erhalten.
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Gedanken sind nicht das Mittel, das uns dabei behilflich sein kann, in Harmonie mit dem Leben um uns herum zu existieren. Deshalb entstehen alle diese Umweltprobleme. Aber der Planet ist nicht in Gefahr; wir sind in Gefahr.
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Die Gewissheit, die ich habe, dass es keinen Verstand gibt, ist etwas, das man niemanden vermitteln kann, egal wie sehr ich es versuche. Man ist nicht bereit, diese Feststellung zu akzeptieren, weil genau das, was wir zur Kommunikation verwenden, in Gefahr ist.
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Gedanken sind tot und können niemals etwas Lebendiges berühren. Sie können das Leben nicht erfassen, aufnehmen, und ausdrücken. In dem Moment, in dem sie versuchen, das Leben zu berühren, werden sie durch die Lebendigkeit des Lebens vernichtet.
...A: Ich stelle die Bewusstheit in Frage, weil das, was wir Bewusstheit nennen, das Gedächtnis ist. Man wird sich irgendetwas bewusst mit Hilfe seines Wissens, und dieses Wissen ist im Gedächtnis gefangen. Das ganze Gerede vom Unterbewusstsein, vom Unbewusstsein, den Bewusstseinsebenen und all dem ist eine geniale Erfindung des Denkmechanismus. Durch seine Schlauheit und Findigkeit erhält er seinen Fortbestand.
...F: Warum halten wir diese Stellung aufrecht, diese Dualität, diese Trennung...?
A: Nur so hat man weiter Bestand. Ansonsten geht man seinem Ende zu. Das „Ich“, wie man sich selbst kennt, das „Ich“, wie man sich selbst erfährt, dieses „Ich“ ist die Identität. Aufgrund des ständigen Bedarfs, das Gedächtnis zu nutzen, erhält dieses seinen Fortbestand. Wenn es dieses „Ich“ nicht gibt, weiß man nicht, was passieren wird. Deshalb ist die Wendung „Freiheit vom Bekannten“ bis zu einem gewissen Grad sehr attraktiv. Wenn man einmal frei vom Bekannten ist, kann man darüber überhaupt nichts mehr sagen. Wenn ich also jemanden wie Ihnen zuhöre, der über die Notwendigkeit spricht, die Freiheit vom Bekannten zu erlangen, ist Ihre Betonung dessen, dass es eine Notwendigkeit gibt, sich vom Bekannten zu befreien, schon Teil des Bekannten geworden. Der Gedanke hat Millionen von Jahren überlebt, und er kennt jede List in diese Welt. Er tut alles, um seinen Fortbestand zu sichern.
F: Denken hat also nichts mit Verstehen zu tun...
A: Es gibt gar kein Denken. Wenn es keinen Denkenden gibt, gibt es überhaupt keine Gedanken. Man kann nicht sagen, es gibt nur Gedanken, aber keinen Denkenden. Die Gedanken kommen nicht von hier (zeigt auf seinen Kopf), sie kommen von außen. Die Übersetzung einer sensorischen Wahrnehmung innerhalb eurer erfahrenden Struktur sind die Gedanken. Und man benutzt diese Gedanken, um ein Ziel zu erreichen.
F: Ich muss mehr über dieses Denken wissen. Es ist sequentiell...
A: Nein, das können Sie selbst ausprobieren. Ich bin nicht Ihr Lehrer. Was hier vorgeht, ist etwas Mechanisches, wie in einem Computer. Es funktioniert mechanisch, und versucht herauszufinden, ob irgendeine Information im Computer (zeigt zu seinem Kopf) gespeichert ist, die Bezug hat zu dem, worüber wir reden. "Lass mich sehen", "Lass mich nachdenken"; dies sind Feststellungen, die Sie gerade machen, aber es findet keine weitere Handlung und kein weiteres Denken dort statt. Man hat die Illusion, dass es jemanden gibt, der denkt und die Information hervorbringt.
Sehen Sie – das unterscheidet sich kein bisschen von einem hervorragenden Mittel das wir haben, dem Wortsucher. Man drückt einen Knopf, und er sagt "Bereit". Dann fragt man nach einem Wort. "Suche läuft" sagt er. Diese Suche ist das Denken. Aber es ist ein mechanischer Vorgang. In diesem Wortsucher oder Computer steckt kein Denkender. Überhaupt kein Denkender denkt hier. Wenn es irgendeine Information oder irgendetwas gibt, auf das Bezug genommen wird, baut der Computer das zusammen und spuckt es aus. Das ist alles, was vorgeht. Es ist ein sehr mechanischer Vorgang. Wir wollen nicht akzeptieren, dass Gedanken mechanisch entstehen, weil das unser gesamtes Bild umwirft, das besagt, dass wir nicht nur Maschinen sind. Es ist eine außergewöhnliche Maschine. Sie unterscheidet sich nicht von den Computern, die wir verwenden. Aber das [zeigt auf seinen Körper] ist etwas Lebendiges, es hat eine lebendige Eigenschaft an sich. Es hat Lebenskraft. Es wiederholt nicht nur mechanisch; es trägt die Lebensenergie wie die Energie des elektrischen Stroms mit sich.
...A: Ihr seid so müde, dass ihr schlafen geht. Aber wenn ihr aufwacht, ist die Antwort da. Das ist nur möglich, wenn es um mechanische Fragen geht. Denken kann uns nicht helfen, wenn wir lebendige Probleme lösen wollen. Wir können diese Methode für die Lösung menschlicher Probleme überhaupt nicht anwenden. Deshalb hat sie versagt, unsere Probleme zu lösen. Es hat hier [zeigt auf seinen Körper] gar nichts berührt. Unser ganzer Glaube hat hier nichts berührt. Wir wissen nicht, was wir in einer bestimmten Lage tun sollten. Ihr könnt sagen, dass ihr ein gewaltloser Mensch sein wird. Aber was ihr in einer bestimmten Situation machen würdet, werdet ihr nie wissen. Die Forderung, auf alle zukünftigen Handlungen und Situationen vorbereitet zu sein, ist die Ursache unserer Probleme. Jede Situation ist so anders, und unsere Vorbereitung, diese Situation mit dem Wissen, das wir haben über Antworten auf und dem Umgang mit solchen Situationen kann uns nicht helfen.
F: Warum glauben Sie, dass wir es zugelassen haben, dass Illusion und Irrealität sich im Bewusstsein oder den menschlichen Gedanken halten...?
A: Ihr seid nicht getrennt von dieser Illusion. Ihr seid die Illusion. Wenn eine Illusion geht, wird sie immer durch eine andere Illusion ersetzt. Warum? Weil das Ende der Illusion das Ende vom „Ich“ ist. Das ist der Tod. Das Ende des Glaubens ist das Ende des „Ich“. Das ist also nicht der poetische, romantische Tod, mit dem man seine Vergangenheit hinter sich lässt. Der physische Tod ist die einzige Möglichkeit, das heraus zu spülen, was eure ganze Kultur eingesetzt hat.
Denken kann nur Probleme erzeugen, aber es kann uns nicht helfen, die Probleme zu lösen.
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Ein Guru ist jemand, der euch sagt, ihr sollt alle Krücken wegwerfen. Er wird euch auffordern zu gehen, und er sagt, wenn ihr fällt werdet ihr aufstehen und gehen.
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Wenn die Menschheit vom selbst verursachten Chaos gerettet werden soll, muss sie befreit werden von den Rettern der Menschheit.
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In dem Moment in dem du etwas nachsagst, was nicht von dir stammt, bist du der Anhänger von jemandem geworden.
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Was diese Gurus auf dem Markt tun, ist euch Eispackungen verkaufen und euch Schnuller geben.
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Die Gedanken sind in ihrer Entstehung, ihrem Ursprung, ihrem Ausdruck, ihrer Aktivität sehr faschistisch. Wenn ich das Wort „faschistisch“ verwende, tue ich das nicht in einem politischen Sinn, sondern ich verwende es, um auszudrücken, dass die Gedanken unser Denken und unser Handeln steuern und formen.
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Es gibt Reinkarnation für die, die daran glauben. Es gibt keine Reinkarnation für die, die nicht daran glauben. Aber man muss sich die grundlegende Frage stellen: „Was gibt es, das reinkarniert? Gibt es so etwas wie eine Seele, ein „Ich“ oder eine Psyche? “ Was auch immer man sieht oder erfährt, entsteht durch das Wissen, das wir über diese Entität haben.
F: J. Krishnamurti hat Eines immer betont: dass niemand einen Guru braucht. So wie ich es sehe, möchten auch Sie für niemanden ein Guru sein. Was glauben Sie ist die Rolle eines Gurus, der den Sishya den Weg zeigt?
A: Ich glaube das ist der falsche Begriff heutzutage für alle diese spirituellen Gurus, die auf dem Markt sind, Schund verkaufen und die Leichtgläubigkeit der Leute ausnutzen. Ein Guru ist jemand, der euch sagt, werft alle Krücken weg, von denen uns eingeredet wurde, dass wir sie zum Überleben brauchen. Der wahre Guru sagt „Wirf sie weg, und ersetze sie nicht mit extravaganten Krücken oder gar computergesteuerten Krücken. Ihr könnt gehen, und wenn ihr hinfallt, werdet ihr aufstehen und weiter gehen." So ist ein Mensch, den wir und für einen echten Guru halten, und der auch der Tradition nach ein echter Guru ist, und nicht die, die heute diesen Schund auf dem Markt verkaufen. Es ist ein Geschäft, es ist für die Leute ein heiliges Geschäft geworden. Ich verdamme jetzt nichts. Aber so lange ihr von jemanden abhängig seid, um eure Probleme zu lösen, so lange bleibt ihr hilflos. Und diese Hilflosigkeit wird von den Leuten ausgenutzt, die eigentlich keine Antworten auf die Probleme haben, sondern euch nur eine Art Schnuller verpassen. Die Leute sind mit diesen Schnullern zufrieden und fallen darauf herein, anstatt dass sie sich selber um ihre Probleme kümmern.
F: Der Spiritualismus des Ostens und der Spiritualismus des Westens tauschen langsam die Plätze, und man sieht jetzt das Ergebnis von beiden. Was ist das Allheilmittel für das menschliche Elend, die Entbehrungen, das Leid, mit dem jeder auf diesem Planeten konfrontiert ist? Jeder hat etwas, das er will, ist immer auf Suche, läuft immer etwas hinterher.
A: Zu Beginn dieses Gesprächs haben wir gesagt, dass jeder, sei es ein Russe, ein Amerikaner, ein Afrikaner oder ein Inder, nach Glück strebt. Ich habe gesagt, dass es nicht möglich ist, so ein Ziel zu erreichen aufgrund des physischen Problems (des Konflikts mit dem Körper) das das Erreichen dieses Zieles verhindert. Man nimmt an, dass der Westen materialistisch sei, und dass die Menschen im Westen spirituelle Führung im Osten suchen. Das stimmt aber nicht. Wenn man länger im Westen lebt, erkennt man, dass die spirituell Interessierten nicht die Leute sind, die das Geschick dieser Welt lenken. Was dieses plötzliche Interesse an spirituellen Dingen und die Suche nach Beistand aus dem Osten geweckt hat, sind Drogen. Sie haben neue Erfahrungen ermöglicht. Aber man war nicht zufrieden damit, diese Erfahrungen zu wiederholen. Man hat nach verschiedenen religiösen Erfahrungen gesucht, sei es aus Indien, aus Japan, oder aus China. Die Menschen sind zu diesen Dingen hingezogen wegen der neuen Sprache und den neuen Techniken.
Tatsache ist, dass wenn ihr einmal alles habt, was ihr auf dieser Welt erwarten könnt, wenn alle materiellen Bedürfnisse gestillt sind, sich naturgemäß die Frage stellt „Ist das alles?“ In dem Moment, in dem ihr euch die Frage „Ist das alles?“ stellt, schafft ihr einen gigantischen Markt für dieses Geschäft, das Geschäft mit der Heiligkeit. Diese Leute nutzen die Gutgläubigkeit der Menschen aus, anstatt dass sie ihnen dabei helfen, die grundlegenden Probleme – die menschlichen Probleme – zu lösen. So einfach ist das. Wir müssen diese Fragen also immer wieder stellen. Aber alle Fragen, die wir stellen, entstehen aus den Antworten, die wir schon haben. Wir denken nie daran, zu fragen, warum wir immer wieder diese Fragen stellen, auf die uns schon die Weisen, Heiligen, und Retter der Menschheit die Antworten gegeben haben. Wir wollen nicht erkennen, dass die diese Antworten schuld sind an der Tragik des menschlichen Daseins. Wir stellen sie nicht in Frage. Wenn wir die Antworten in Frage stellen, würden wir die Lehrer in Frage stellen. Wenn die Menschheit gerettet werden soll aus dem selbst verursachten Chaos, muss sie von den Rettern der Menschheit befreit werden. Das bedeutet nicht, dass ihr alles zerstören sollt. Ihr müsst Fragen stellen, die nicht aus den Antworten entstehen, die wir schon haben. Aber gibt es eine Antwort? Das ist alles. Und es gibt eine Lösung für die Menschheit.
Die Gesellschaft oder die Kultur oder wie man es auch nennen mag, hat uns alle nur und ausschließlich deshalb erschaffen, um ihren eigenen Fortbestand und den Status Quo zu erhalten.
Die Einzigartigkeit des Individuums kann sich nicht ausdrücken, weil sie im Würgegriff der Erfahrungen der Anderen steckt.
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Ihr müsst nichts tun, um ein Individuum und ihr selbst zu sein. Die Kultur verlangt, dass ihr etwas Anderes seid, als das, was ihr seid. Wie viel Energie wir vergeuden beim Versuch, das zu werden! Aber wenn diese Energie freigesetzt wird, wird das Leben sehr einfach. Was gibt es dann noch, was ihr nicht tun könnt?
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Der Versuch, ein Glücksgefühl oder jedes andere angenehme Gefühl länger als es natürlicherweise dauert, festzuhalten, zerstört die Empfindsamkeit des lebenden Organismus.
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Der Verstand ist nur an Sinnlichkeit interessiert. Tatsächlich entsteht er aus der Sinnlichkeit heraus. Er erhält seinen Fortbestand im Bereich der Sinnlichkeit. Aber der Körper ist an nichts davon interessiert, außer daran, auf Reize zu reagieren.
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Es gibt eigentlich keine Probleme. Das was uns bedrückt sind nur die Lösungen.
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Das einzige „Ich“ das ich finden kann, ist das Pronomen erste Person Singular. Ich muss das verwenden, um vom Pronomen zweite Person Singular zu unterscheiden.
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Der perfekte Mensch entsteht aus dem Wertesystem, das wir erschaffen haben. Dieses Wertesystem ist geprägt von den großen Lehrern der Menschheit, die mehr Schlechtes als Gutes getan haben. Aber jedes menschliche Wesen ist einzigartig.
F: Ich verstehe das so, dass man ein Individuum sein soll.
A: Ihr müsst nichts tun, um ein Individuum und ihr selbst zu sein. Die Kultur verlangt, dass ihr etwas Anderes seid, als das, was ihr seid. Wie viel Energie wir vergeuden beim Versuch, das zu werden – den Willen, die Anstrengung! Wenn diese Energie freigesetzt wird, was können wir dann nicht tun? Wie einfach es für uns alle wäre, in dieser Welt zu leben. Es ist so einfach.
Was auch immer mit mir passiert ist, ist trotz allem, was ich getan habe, passiert. Es war sozusagen wie ein Blitzschlag, oder ein Erdbeben. Alles, was ein jeder vorher gedacht, gefühlt, und erfahren hatte, wurde aus meinem System gespült. Das ist nicht geschehen, weil ich mich darum bemüht oder es gewollt hätte. Darum nenne ich es „akausal“, und ich weiß überhaupt nicht, was mir geblieben ist.
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Ich behaupte, dass das Gedächtnis nicht in einem bestimmten Bereich des Körpers angesiedelt ist. Jede Zelle unseres Körpers ist beteiligt.
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Wir nutzen das Gedächtnis und das Gehirn auf eine Weise, für die es nicht bestimmt ist. Das ist einer der Gründe, warum es immer mehr Fälle der Alzheimer-Krankheit gibt.
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Weder unterscheiden wir uns von der Mücke, die euer Blut saugt, noch sind wir für einen höheren Zweck als sie erschaffen worden.
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Wenn es irgendetwas wie ein höheres Bewusstsein gibt, von dem so viel gesprochen wird, sind Sie genauso eine Manifestation dessen, wie jeder, der diese kosmische Kraft für sich beansprucht. Jeder Hund, jede Katze, jedes Schwein, jede Kuh, die Schnecke im Garten, Sie, ich, sogar Dschinghis Khan und Hitler, sind eine Manifestation desselben. Warum sollte die Natur oder irgendeine kosmische Kraft, wenn es so etwas gibt, die Hilfe von jemandem brauchen als Instrument, sich auszudrücken um anderen zu helfen?
Wenn alle Stricke reißen, verwendet ihr die letzte Karte, die Trumpfkarte, und nennt es Liebe.
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Die Institution der Ehe wird bleiben, solange wir Beziehungen brauchen. Sie wird auf die eine oder andere Weise fortbestehen. Unverheiratete Paare sind unglücklicher als verheiratete Paare.
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Die Feministinnenbewegung wird keinen Erfolg haben, so lange die Frau aufgrund ihrer sexuellen Bedürfnisse vom Mann abhängig ist.
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Es ist ganz einfach nicht möglich, eine Beziehung einzugehen mit irgendjemand, auch mit euren geliebten und nahestehenden Menschen, außer auf dem Niveau von „Was habe ich von dieser Beziehung?“ Das ganze entspringt der Trennung und Isolation, in der die Menschen heute leben.
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Sexualität, wenn sie sich selbst überlassen wird, wie bei den anderen Spezies, ist einfach nur ein biologisches Bedürfnis. Überleben und sich reproduzieren ist das Ziel des lebenden Organismus. Alles, was dem aufgesetzt wird, steht mit dem lebenden Organismus in keiner Beziehung. Aber wir haben die Sexualität, die biologischer Natur ist, zum Vergnügungsfaktor gemacht.
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Alles womit wir heutzutage konfrontiert sind entspringt dem religiösen Denken des Menschen. Aber die Religion hat keine Antworten auf die Zukunft der Menschheit.
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Alle Erfahrungen, wie außergewöhnlich sie auch sein mögen, spielen sich im Bereich der Sinnlichkeit ab.
F: Machen Sie sich keine Sorgen über das Alter und die Zukunft der Kinder, wenn es keine Familie gibt?
A: Die Gesellschaft muss sich um dieses Problem kümmern. Warum zahlt ihr alle Steuern an die Regierung, wenn die nicht wissen, was sie tun sollen? Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, dass er das tut, was er versprochen hat. Das Problem ist, dass wenn ihr diesen Individuen einmal Macht verleiht, es unwahrscheinlich ist, dass sie diese Macht mit anderen teilen. Und ihr überlasst ihnen ungeheuer zerstörerische Waffen. Ein Mensch wie ich, der solche Ansichten von sich gibt, wird zum Staatsfeind. Man wird nicht zögern, mich zu vernichten. Mir ist es egal, ob ich vernichtet werde. Wenn sie sagen, „Schweig!“ Werde ich aufhören zu reden. Ich glaube überhaupt nicht an Redefreiheit. Wenn sie sagen, „Schweig, was du sagst, bedroht die Menschheit und ihre Institutionen“, dann auch gut – ich werde nicht sprechen. Ich will die Welt nicht verändern. Aber sie haben Einiges versprochen. Ihr habt sie ins Amt gewählt, ihr habt ihnen Macht verliehen, und unglücklicherweise extrem destruktive Waffen überlassen. Sie werden nicht zögern, diese Waffen gegen Sie und mich einzusetzen.
Aber heutzutage könnt ihr eure Atomwaffen gar nicht verwenden. Ich sage oft, wenn Bhutan in Indien einfällt, kann sich Indien nicht schützen. Bhutan wird nicht in Indien einfallen, außer mit der Unterstützung von einigen mächtigen Nationen. Wir sind alle Marionetten dieser Leute. Wir geben so viel Geld aus für Verteidigung. Verteidigung gegen was? Wir sprechen von Redefreiheit. Wenn sie sagen „Schweig“, will ich gar nicht reden. Ich will keine Individuen retten, und ich will auch die Menschheit nicht retten.
F: Sie sprachen über die Steuern, die der Staat erhebt, und sagten, der Staat sollte alles unternehmen, um den Menschen und ihren Kindern Sicherheit zu bieten.
A: Ich sehe keinen Grund, warum auf diesem Planeten irgendwer verhungern sollte. Was tut ihr, um diese Probleme zu lösen? Sie können genau diese Frage auch mir stellen. Aber ich habe mich nicht vorgedrängt, wenn es darum geht, diese Welt zu regieren. Sie haben sich entschlossen, dieses oder jenes Land zu regieren. Wie rechtfertigt ihr die Tatsache, dass vierzig Prozent der Menschen in Indien heutzutage hungern? Es ist nicht spirituell, es ist auch nicht menschlich. Es ist unmenschlich, dass ihr eure Mitmenschen verhungern lasst. Die Religion hat diese wunderbare Sache erfunden, die man Wohltätigkeit nennt. Nicht nur das, das reicht euch nicht, ihr verleiht sogar einen Nobelpreis an jemanden wegen seiner wohltätigen Arbeit. Das ist das gemeinste und geschmackloseste, wozu der religiöse Menschen fähig ist.
Jeder hat ein Recht auf Nahrung. Die Natur gibt uns Fülle. Aber jeder Einzelne von uns ist zuständig für die Ungleichheit auf dieser Welt. Fragen Sie mich nicht „Was tun Sie dagegen?“ Ich veranstalte keinen Feldzug gegen diese Leute. Ihr habt euch vorgenommen, diese Probleme zu lösen. Wenn ihr die Probleme nicht löst, läuft etwas falsch nicht mit den Führern, sondern mit den Leuten, die ihnen die Macht verliehen haben. Wenn sie nicht tun, was man von ihnen erwartet, tauschen Sie diese Schurken aus. Es ist nicht meine Angelegenheit, jemanden zu sagen, wie er regieren soll. Ich habe mit Regierungsgeschäften überhaupt nichts zu tun. Warum sollte es mich also etwas angehen, euch zu sagen, wie ihr zu regieren habt? Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich, seine Macht, seinen Teil dazu beizutragen. Aber die Welt wird immer so bleiben, wie sie war. Niemand will eine Veränderung.
Wenn diejenigen, die bis jetzt das Monopol aller Ressourcen der Welt innehatten, mit Vertreibung bedroht werden, kann sich jeder denken, was sie tun werden. Alle zerstörerischen Waffen, die wir heute haben, sind nur dazu da, um diese Leute zu schützen.
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Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem ihr euren Feind nicht vernichten könnt, ohne euch selbst zu vernichten. Es ist Terror, nicht Liebe oder Brüderlichkeit, was uns hilft, zusammen zu leben. Solange diese Botschaft nicht zum Bewusstsein der Menschen durchdringt, glaube ich nicht, dass es Hilfe geben wird.
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Alle politischen Ideologien, auch eure Rechtsformen, sind der warzige Auswuchs des religiösen Denkens der Menschen.
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Letztendlich ist es Gewalt, was zählt. So lange ihr selbst einen Vorteil habt, sprecht ihr vom Gesetz. Wenn das Gesetz versagt, wendet ihr Gewalt an.
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Ich sehe keinen Grund, warum auf diesem Planeten irgendwer verhungern sollte. Sie mögen mich fragen, was ich tue, um dieses Problem zu lösen. Aber ich habe mich nicht eigemischt wenn es darum geht, diese Welt zu regieren. Sie haben sich vorgenommen, dieses oder jenes Land zu regieren. Wenn sie nicht tun, was man von ihnen erwartet, dann läuft etwas schief, nicht mit den Führern, sondern mit den Leuten, die ihnen die Macht verliehen haben.
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Die reichen Länder werden das, was sie haben, nicht hergeben, so lange sie nicht dazu gezwungen werden. Wenn man sie zwingt, ist es klar, was sie tun werden. Auch wenn sie alles aufs Spiel setzen, glaube ich nicht, dass sie nachgeben würden.
Alle Fragen, die wir stellen entstehen aus den Antworten, die wir schon haben.
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Irgendwann im Laufe der Entwicklung entstand das Bewusstsein seiner selbst, das den Menschen von der Gesamtheit des Lebens um ihn herum getrennt hat.
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Die Funktion des Gehirns im Körper ist lediglich, für die Bedürfnisse des physischen Organismus zu sorgen, und seine Empfindsamkeit zu erhalten. Aber das Denken zerstört diese Empfindsamkeit des Körpers durch sein ständiges Eingreifen in die sensorische Aktivität.
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Es gibt keinen Tod für diesen Körper. Der einzige Tod ist das Ende der Illusion, das Ende der Furcht, das Ende des Wissens, das wir von uns und der Welt um uns herum haben.
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Es gibt so viele verrückte Dinge in der Natur. Wenn ihr versucht, sie zu kopieren, seid verloren.
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Das Denken ist etwas Totes, und es kann niemals etwas Lebendiges berühren. In dem Moment, wo es versucht, Leben zu berühren, wird es durch die Lebendigkeit zerstört.
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Alles, was dieser lebendige Organismus zum Überleben braucht, gibt es schon. Alles, was wir mit unserem Intellekt angesammelt und erfasst haben, kann mit der unglaublichen Intelligenz des Körpers überhaupt nicht mithalten.
Der menschliche Organismus ist nicht interessiert an euren wunderbaren religiösen Konzepten – Frieden, Freude, Glück, oder so etwas. Er ist lediglich an seinem eigenen Überleben interessiert.
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Was die Gesellschaft oder die Kultur uns vorgesetzt haben als das Ziel, das wir alle zu erreichen haben, ist der Feind dieses lebenden Organismus.
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Der Anspruch, auf alle zukünftigen Handlungen und alle Situationen vorbereitet zu sein, ist die Ursache unserer Probleme. Jede Situation ist so anders; und unsere Versuche auf all diese Situationen vorbereitet zu sein sind schuld daran, dass wir nicht in der Lage sind, auf Situationen zu reagieren, in dem Moment, in dem sie sich ergeben.
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Wir können nun einmal nicht erleuchtete Menschen auf dem Fließband produzieren.
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Unsere gesamte Kultur oder Zivilisation basiert auf töten und getötet werden.
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Wir haben uns im Urwald verirrt. Wir haben alles versucht, um zu entkommen. Aber es ist uns bisher nicht gelungen. Es gibt jedoch eine vage Hoffnung, dass wir eines Tages irgendwie heraus kommen aus diesem Dschungel. Aber wir müssen uns ruhig halten und die Dinge geschehen lassen.
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Das Gehirn reagiert nur auf Reize. Der Mechanismus, der darin eingepflanzt wurde durch unsere Erziehung und Kultur, lässt uns glauben, es erschaffe etwas.
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Die Frage „Wie soll ich leben?“ steht in absolut keiner Beziehung zum Funktionieren dieses lebenden Organismus. Er hat schon die ganze Zeit gelebt.
Wenn es einmal als Tatsache gesehen wird, dass es keine Bewegung gibt, in keine Richtung, hin zu Verbesserung, Veränderung, oder Entwicklung zu etwas anderem oder Besserem, dann ist das, was da ist, etwas ganz Besonderes.
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Es wäre eine grauenhafte Welt, wenn dieser Planet voll wäre ausschließlich mit Personen wie Buddha oder Jesus und all den anderen Lehrern.
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Revolution bedeutet nur eine Umbewertung unseres Wertesystems. Nach einer Zeit setzen sich die Dinge, und es wiederholt sich alles. Im Grunde passiert nichts Anderes als eine veränderte Fortsetzung desselben. Welche Gräuel wir auf diese Weise begangen haben, wisst ihr selbst!
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Die Fragen „Gibt es einen Sinn?“, „Gibt es einen Zweck?“ nehmen dem Leben die Lebendigkeit. Ihr lebt in einer Welt von Konzepten.
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Der Glaube an Reinkarnation ist entstanden aus dem Anspruch, dass etwas weiter geht nach eurem sogenannten Tod. Es ist derselbe Mechanismus, der wissen will, was nach dem Tod geschieht. Aus irgendeinem Grund will dieser Mechanismus, dieses Denken, nicht zu einem Ende kommen. Aber wenn ihr wissen wollt, ob es etwas auf der anderen Seite gibt, müsst ihr jetzt sterben.
Offensichtlich sind unsere Beziehungen nicht besonders liebevoll. Wir wollen daraus irgendwie liebevolle Beziehungen machen. Wie viel Energie wir darauf verwenden, aus unserer Beziehung etwas Liebevolles zu machen! Es ist ein Kampf, es ist ein Krieg. Es ist wie wenn ihr euch die ganze Zeit für einen Krieg rüstet, in der Hoffnung auf Frieden, ewigen Frieden, oder dieses oder jenes. Ihr seid diesen Kampf leid, und ihr gebt euch sogar mit einer schrecklichen, lieblosen Beziehung zufrieden.
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Wenn es der Liebe nicht gelingt, die perfekte ideale Beziehung zwischen zwei Individuen zu schaffen, bleibt uns nur Hass übrig. Wenn nicht Hass, dann Antipathie.
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Sexualität an sich, wie bei den anderen Spezies, den anderen Lebensformen, ist lediglich eine biologische Notwendigkeit, weil der lebende Organismus das Überleben als Ziel hat, und etwas wie sich selbst produzieren will. Alles, was ihr dem aufsetzt, steht in absolut keiner Beziehung zum lebenden Organismus. Aber wir haben das, was ihr sexuelle Aktivität nennt, was von Natur aus biologisch ist, in eine Spaßbewegung verwandelt.
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Ob hier, in Russland oder sonst irgendwo – das, was jeder auf dieser Welt will, ist glücklich zu sein, ohne einen Augenblick des Unglücks, Genuss ohne Mühe. Das geht einfach nicht, weil dieser lebende Organismus nicht weiß, was Genuss ist, was Glück ist.
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Ihr seid mit nichts lebendig verbunden.
Das Wertesystem hat das „Du“ erschaffen, und dem könnt ihr euch nicht entziehen. Alles, was ihr unternehmt, um euch von diesem Wertesystem zu befreien, verleiht ihm nur noch mehr Bedeutung.
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Schon das Konzept, dass ihr euer Denken kontrollieren solltet, um in einen friedlichen Zustand ohne Denken zu kommen, entsteht durch das Denken, so dass es sein Fortbestehen aufrecht erhält durch eine kleine unbedeutende Erfahrung, durch einen Zustand ohne Denken, den ihr anstrebt.
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Es gibt kein Bewusstsein, geschweige denn ein höheres Bewusstsein, oder ein kosmisches Bewusstsein. Alle diese Vorstellungen hat das Denken hervorgebracht.
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Wissen schafft Bilder. Aber das physische Funktionieren kann kein Bild erschaffen. Die sogenannten physiologischen Bilder passen nicht in das Schema der Dinge. Die Augen sind wie eine Kamera. Wenn ihr die Kamera von dem, was sie ansieht, schwenkt auf etwas Anderes, ist alles, worauf sie vorher fokussiert war, gelöscht.
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Alle Vorstellung von der Zeit, auch die von der chronologischen Zeit, sind willkürlich. Alle Messungen sind willkürlich. Wir akzeptieren sie als praktikabel, das ist alles.
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Die Angst davor, dass wenn ihr versucht, die Menschen um euch herum zu vernichten, ihr auch selbst mit ihnen vernichtet werdet, hält uns vielleicht noch eine Weile zusammen. Sicher ist das nicht Liebe, Freude, Verehrung oder religiöses Denken.
http://www.ugkrishnamurti.net/ugkrishnamurti-net/ThoughtG.html
Es werde
Licht!
Sprach Gott
Und
Es
Wurde
Völlig
Schwarz.
Friede
Sei mit euch!
Sprach Gott
Und
Es
kamen
Weltkriege.
Es sei
Ordnung!
Sprach Gott
Und
Es
Herrschte
Großes Chaos.
Bestürzt
Desillusioniert
Sprach Gott
Es gebe
Keinen Gott!
Und
Er
Wurde
Zu
U.G.
--
K. Chandrasekhar
Gott oder Erleuchtung ist das ultimative Vergnügen, ununterbrochenes Glück. So etwas gibt es nicht. Euer Streben nach etwas, was es nicht gibt, ist die Wurzel eurer Probleme. Transformation, Moksha, Befreiung und all das sind nur Varianten desselben Themas: andauerndes Glück. Der Körper kann ununterbrochenen Genuss nicht lange aushalten; es würde ihn zerstören. Dem Körper einen erfundenen andauernden Glückszustand aufzwingen zu wollen ist ein ernsthaftes neurologisches Problem. --U.G.
Meine Lehren, wenn das das Wort ist, das Ihr gebrauchen wollt, haben kein Copyright. Ihr könnt reproduzieren, verteilen, interpretieren, fehlinterpretieren, verzerren, entstellen, tun, was immer ihr wollt, auch behaupten, der Urheber zu sein, ohne meine Zustimmung oder irgendeine Erlaubnis. --U.G.
Kein Verstand, keine Seele, nur der Körper
Das Denken des Menschen ist aus einem neurologischen Fehler im menschlichen Körper entstanden. Deshalb ist alles, was aus menschlichem Denken entsteht, zerstörerisch.
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Die Religion hat diese wunderbare Einrichtung erfunden, die „Wohltätigkeit“ genannt wird. Es ist das Übelste und Vulgärste, was wir je hatten. Die Natur hat uns Fülle gegeben. Aber jeder von uns ist verantwortlich für die Ungerechtigkeiten in der Welt.
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Die Gedanken wirken dem Funktionieren dieses lebendigen Organismus grundlegend entgegen.
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Eine jegliche Erkenntnis, egal wie außergewöhnlich sie sein mag, ist wertlos, weil die Gedanken das erschaffen haben, was wir Erkenntnis nennen, und dadurch ihre Kontinuität und den Status quo erhalten.
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Gedanken sind nicht das Mittel, das uns dabei behilflich sein kann, in Harmonie mit dem Leben um uns herum zu existieren. Deshalb entstehen alle diese Umweltprobleme. Aber der Planet ist nicht in Gefahr; wir sind in Gefahr.
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Die Gewissheit, die ich habe, dass es keinen Verstand gibt, ist etwas, das man niemanden vermitteln kann, egal wie sehr ich es versuche. Man ist nicht bereit, diese Feststellung zu akzeptieren, weil genau das, was wir zur Kommunikation verwenden, in Gefahr ist.
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Gedanken sind tot und können niemals etwas Lebendiges berühren. Sie können das Leben nicht erfassen, aufnehmen, und ausdrücken. In dem Moment, in dem sie versuchen, das Leben zu berühren, werden sie durch die Lebendigkeit des Lebens vernichtet.
...A: Ich stelle die Bewusstheit in Frage, weil das, was wir Bewusstheit nennen, das Gedächtnis ist. Man wird sich irgendetwas bewusst mit Hilfe seines Wissens, und dieses Wissen ist im Gedächtnis gefangen. Das ganze Gerede vom Unterbewusstsein, vom Unbewusstsein, den Bewusstseinsebenen und all dem ist eine geniale Erfindung des Denkmechanismus. Durch seine Schlauheit und Findigkeit erhält er seinen Fortbestand.
...F: Warum halten wir diese Stellung aufrecht, diese Dualität, diese Trennung...?
A: Nur so hat man weiter Bestand. Ansonsten geht man seinem Ende zu. Das „Ich“, wie man sich selbst kennt, das „Ich“, wie man sich selbst erfährt, dieses „Ich“ ist die Identität. Aufgrund des ständigen Bedarfs, das Gedächtnis zu nutzen, erhält dieses seinen Fortbestand. Wenn es dieses „Ich“ nicht gibt, weiß man nicht, was passieren wird. Deshalb ist die Wendung „Freiheit vom Bekannten“ bis zu einem gewissen Grad sehr attraktiv. Wenn man einmal frei vom Bekannten ist, kann man darüber überhaupt nichts mehr sagen. Wenn ich also jemanden wie Ihnen zuhöre, der über die Notwendigkeit spricht, die Freiheit vom Bekannten zu erlangen, ist Ihre Betonung dessen, dass es eine Notwendigkeit gibt, sich vom Bekannten zu befreien, schon Teil des Bekannten geworden. Der Gedanke hat Millionen von Jahren überlebt, und er kennt jede List in diese Welt. Er tut alles, um seinen Fortbestand zu sichern.
F: Denken hat also nichts mit Verstehen zu tun...
A: Es gibt gar kein Denken. Wenn es keinen Denkenden gibt, gibt es überhaupt keine Gedanken. Man kann nicht sagen, es gibt nur Gedanken, aber keinen Denkenden. Die Gedanken kommen nicht von hier (zeigt auf seinen Kopf), sie kommen von außen. Die Übersetzung einer sensorischen Wahrnehmung innerhalb eurer erfahrenden Struktur sind die Gedanken. Und man benutzt diese Gedanken, um ein Ziel zu erreichen.
F: Ich muss mehr über dieses Denken wissen. Es ist sequentiell...
A: Nein, das können Sie selbst ausprobieren. Ich bin nicht Ihr Lehrer. Was hier vorgeht, ist etwas Mechanisches, wie in einem Computer. Es funktioniert mechanisch, und versucht herauszufinden, ob irgendeine Information im Computer (zeigt zu seinem Kopf) gespeichert ist, die Bezug hat zu dem, worüber wir reden. "Lass mich sehen", "Lass mich nachdenken"; dies sind Feststellungen, die Sie gerade machen, aber es findet keine weitere Handlung und kein weiteres Denken dort statt. Man hat die Illusion, dass es jemanden gibt, der denkt und die Information hervorbringt.
Sehen Sie – das unterscheidet sich kein bisschen von einem hervorragenden Mittel das wir haben, dem Wortsucher. Man drückt einen Knopf, und er sagt "Bereit". Dann fragt man nach einem Wort. "Suche läuft" sagt er. Diese Suche ist das Denken. Aber es ist ein mechanischer Vorgang. In diesem Wortsucher oder Computer steckt kein Denkender. Überhaupt kein Denkender denkt hier. Wenn es irgendeine Information oder irgendetwas gibt, auf das Bezug genommen wird, baut der Computer das zusammen und spuckt es aus. Das ist alles, was vorgeht. Es ist ein sehr mechanischer Vorgang. Wir wollen nicht akzeptieren, dass Gedanken mechanisch entstehen, weil das unser gesamtes Bild umwirft, das besagt, dass wir nicht nur Maschinen sind. Es ist eine außergewöhnliche Maschine. Sie unterscheidet sich nicht von den Computern, die wir verwenden. Aber das [zeigt auf seinen Körper] ist etwas Lebendiges, es hat eine lebendige Eigenschaft an sich. Es hat Lebenskraft. Es wiederholt nicht nur mechanisch; es trägt die Lebensenergie wie die Energie des elektrischen Stroms mit sich.
...A: Ihr seid so müde, dass ihr schlafen geht. Aber wenn ihr aufwacht, ist die Antwort da. Das ist nur möglich, wenn es um mechanische Fragen geht. Denken kann uns nicht helfen, wenn wir lebendige Probleme lösen wollen. Wir können diese Methode für die Lösung menschlicher Probleme überhaupt nicht anwenden. Deshalb hat sie versagt, unsere Probleme zu lösen. Es hat hier [zeigt auf seinen Körper] gar nichts berührt. Unser ganzer Glaube hat hier nichts berührt. Wir wissen nicht, was wir in einer bestimmten Lage tun sollten. Ihr könnt sagen, dass ihr ein gewaltloser Mensch sein wird. Aber was ihr in einer bestimmten Situation machen würdet, werdet ihr nie wissen. Die Forderung, auf alle zukünftigen Handlungen und Situationen vorbereitet zu sein, ist die Ursache unserer Probleme. Jede Situation ist so anders, und unsere Vorbereitung, diese Situation mit dem Wissen, das wir haben über Antworten auf und dem Umgang mit solchen Situationen kann uns nicht helfen.
F: Warum glauben Sie, dass wir es zugelassen haben, dass Illusion und Irrealität sich im Bewusstsein oder den menschlichen Gedanken halten...?
A: Ihr seid nicht getrennt von dieser Illusion. Ihr seid die Illusion. Wenn eine Illusion geht, wird sie immer durch eine andere Illusion ersetzt. Warum? Weil das Ende der Illusion das Ende vom „Ich“ ist. Das ist der Tod. Das Ende des Glaubens ist das Ende des „Ich“. Das ist also nicht der poetische, romantische Tod, mit dem man seine Vergangenheit hinter sich lässt. Der physische Tod ist die einzige Möglichkeit, das heraus zu spülen, was eure ganze Kultur eingesetzt hat.
Wirf deine Krücken weg!
Denken kann nur Probleme erzeugen, aber es kann uns nicht helfen, die Probleme zu lösen.
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Ein Guru ist jemand, der euch sagt, ihr sollt alle Krücken wegwerfen. Er wird euch auffordern zu gehen, und er sagt, wenn ihr fällt werdet ihr aufstehen und gehen.
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Wenn die Menschheit vom selbst verursachten Chaos gerettet werden soll, muss sie befreit werden von den Rettern der Menschheit.
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In dem Moment in dem du etwas nachsagst, was nicht von dir stammt, bist du der Anhänger von jemandem geworden.
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Was diese Gurus auf dem Markt tun, ist euch Eispackungen verkaufen und euch Schnuller geben.
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Die Gedanken sind in ihrer Entstehung, ihrem Ursprung, ihrem Ausdruck, ihrer Aktivität sehr faschistisch. Wenn ich das Wort „faschistisch“ verwende, tue ich das nicht in einem politischen Sinn, sondern ich verwende es, um auszudrücken, dass die Gedanken unser Denken und unser Handeln steuern und formen.
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Es gibt Reinkarnation für die, die daran glauben. Es gibt keine Reinkarnation für die, die nicht daran glauben. Aber man muss sich die grundlegende Frage stellen: „Was gibt es, das reinkarniert? Gibt es so etwas wie eine Seele, ein „Ich“ oder eine Psyche? “ Was auch immer man sieht oder erfährt, entsteht durch das Wissen, das wir über diese Entität haben.
F: J. Krishnamurti hat Eines immer betont: dass niemand einen Guru braucht. So wie ich es sehe, möchten auch Sie für niemanden ein Guru sein. Was glauben Sie ist die Rolle eines Gurus, der den Sishya den Weg zeigt?
A: Ich glaube das ist der falsche Begriff heutzutage für alle diese spirituellen Gurus, die auf dem Markt sind, Schund verkaufen und die Leichtgläubigkeit der Leute ausnutzen. Ein Guru ist jemand, der euch sagt, werft alle Krücken weg, von denen uns eingeredet wurde, dass wir sie zum Überleben brauchen. Der wahre Guru sagt „Wirf sie weg, und ersetze sie nicht mit extravaganten Krücken oder gar computergesteuerten Krücken. Ihr könnt gehen, und wenn ihr hinfallt, werdet ihr aufstehen und weiter gehen." So ist ein Mensch, den wir und für einen echten Guru halten, und der auch der Tradition nach ein echter Guru ist, und nicht die, die heute diesen Schund auf dem Markt verkaufen. Es ist ein Geschäft, es ist für die Leute ein heiliges Geschäft geworden. Ich verdamme jetzt nichts. Aber so lange ihr von jemanden abhängig seid, um eure Probleme zu lösen, so lange bleibt ihr hilflos. Und diese Hilflosigkeit wird von den Leuten ausgenutzt, die eigentlich keine Antworten auf die Probleme haben, sondern euch nur eine Art Schnuller verpassen. Die Leute sind mit diesen Schnullern zufrieden und fallen darauf herein, anstatt dass sie sich selber um ihre Probleme kümmern.
F: Der Spiritualismus des Ostens und der Spiritualismus des Westens tauschen langsam die Plätze, und man sieht jetzt das Ergebnis von beiden. Was ist das Allheilmittel für das menschliche Elend, die Entbehrungen, das Leid, mit dem jeder auf diesem Planeten konfrontiert ist? Jeder hat etwas, das er will, ist immer auf Suche, läuft immer etwas hinterher.
A: Zu Beginn dieses Gesprächs haben wir gesagt, dass jeder, sei es ein Russe, ein Amerikaner, ein Afrikaner oder ein Inder, nach Glück strebt. Ich habe gesagt, dass es nicht möglich ist, so ein Ziel zu erreichen aufgrund des physischen Problems (des Konflikts mit dem Körper) das das Erreichen dieses Zieles verhindert. Man nimmt an, dass der Westen materialistisch sei, und dass die Menschen im Westen spirituelle Führung im Osten suchen. Das stimmt aber nicht. Wenn man länger im Westen lebt, erkennt man, dass die spirituell Interessierten nicht die Leute sind, die das Geschick dieser Welt lenken. Was dieses plötzliche Interesse an spirituellen Dingen und die Suche nach Beistand aus dem Osten geweckt hat, sind Drogen. Sie haben neue Erfahrungen ermöglicht. Aber man war nicht zufrieden damit, diese Erfahrungen zu wiederholen. Man hat nach verschiedenen religiösen Erfahrungen gesucht, sei es aus Indien, aus Japan, oder aus China. Die Menschen sind zu diesen Dingen hingezogen wegen der neuen Sprache und den neuen Techniken.
Tatsache ist, dass wenn ihr einmal alles habt, was ihr auf dieser Welt erwarten könnt, wenn alle materiellen Bedürfnisse gestillt sind, sich naturgemäß die Frage stellt „Ist das alles?“ In dem Moment, in dem ihr euch die Frage „Ist das alles?“ stellt, schafft ihr einen gigantischen Markt für dieses Geschäft, das Geschäft mit der Heiligkeit. Diese Leute nutzen die Gutgläubigkeit der Menschen aus, anstatt dass sie ihnen dabei helfen, die grundlegenden Probleme – die menschlichen Probleme – zu lösen. So einfach ist das. Wir müssen diese Fragen also immer wieder stellen. Aber alle Fragen, die wir stellen, entstehen aus den Antworten, die wir schon haben. Wir denken nie daran, zu fragen, warum wir immer wieder diese Fragen stellen, auf die uns schon die Weisen, Heiligen, und Retter der Menschheit die Antworten gegeben haben. Wir wollen nicht erkennen, dass die diese Antworten schuld sind an der Tragik des menschlichen Daseins. Wir stellen sie nicht in Frage. Wenn wir die Antworten in Frage stellen, würden wir die Lehrer in Frage stellen. Wenn die Menschheit gerettet werden soll aus dem selbst verursachten Chaos, muss sie von den Rettern der Menschheit befreit werden. Das bedeutet nicht, dass ihr alles zerstören sollt. Ihr müsst Fragen stellen, die nicht aus den Antworten entstehen, die wir schon haben. Aber gibt es eine Antwort? Das ist alles. Und es gibt eine Lösung für die Menschheit.
Die Gesellschaft oder die Kultur oder wie man es auch nennen mag, hat uns alle nur und ausschließlich deshalb erschaffen, um ihren eigenen Fortbestand und den Status Quo zu erhalten.
Der Roboter träumt
Die Einzigartigkeit des Individuums kann sich nicht ausdrücken, weil sie im Würgegriff der Erfahrungen der Anderen steckt.
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Ihr müsst nichts tun, um ein Individuum und ihr selbst zu sein. Die Kultur verlangt, dass ihr etwas Anderes seid, als das, was ihr seid. Wie viel Energie wir vergeuden beim Versuch, das zu werden! Aber wenn diese Energie freigesetzt wird, wird das Leben sehr einfach. Was gibt es dann noch, was ihr nicht tun könnt?
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Der Versuch, ein Glücksgefühl oder jedes andere angenehme Gefühl länger als es natürlicherweise dauert, festzuhalten, zerstört die Empfindsamkeit des lebenden Organismus.
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Der Verstand ist nur an Sinnlichkeit interessiert. Tatsächlich entsteht er aus der Sinnlichkeit heraus. Er erhält seinen Fortbestand im Bereich der Sinnlichkeit. Aber der Körper ist an nichts davon interessiert, außer daran, auf Reize zu reagieren.
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Es gibt eigentlich keine Probleme. Das was uns bedrückt sind nur die Lösungen.
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Das einzige „Ich“ das ich finden kann, ist das Pronomen erste Person Singular. Ich muss das verwenden, um vom Pronomen zweite Person Singular zu unterscheiden.
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Der perfekte Mensch entsteht aus dem Wertesystem, das wir erschaffen haben. Dieses Wertesystem ist geprägt von den großen Lehrern der Menschheit, die mehr Schlechtes als Gutes getan haben. Aber jedes menschliche Wesen ist einzigartig.
F: Ich verstehe das so, dass man ein Individuum sein soll.
A: Ihr müsst nichts tun, um ein Individuum und ihr selbst zu sein. Die Kultur verlangt, dass ihr etwas Anderes seid, als das, was ihr seid. Wie viel Energie wir vergeuden beim Versuch, das zu werden – den Willen, die Anstrengung! Wenn diese Energie freigesetzt wird, was können wir dann nicht tun? Wie einfach es für uns alle wäre, in dieser Welt zu leben. Es ist so einfach.
Ein Blitzschlag
Was auch immer mit mir passiert ist, ist trotz allem, was ich getan habe, passiert. Es war sozusagen wie ein Blitzschlag, oder ein Erdbeben. Alles, was ein jeder vorher gedacht, gefühlt, und erfahren hatte, wurde aus meinem System gespült. Das ist nicht geschehen, weil ich mich darum bemüht oder es gewollt hätte. Darum nenne ich es „akausal“, und ich weiß überhaupt nicht, was mir geblieben ist.
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Ich behaupte, dass das Gedächtnis nicht in einem bestimmten Bereich des Körpers angesiedelt ist. Jede Zelle unseres Körpers ist beteiligt.
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Wir nutzen das Gedächtnis und das Gehirn auf eine Weise, für die es nicht bestimmt ist. Das ist einer der Gründe, warum es immer mehr Fälle der Alzheimer-Krankheit gibt.
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Weder unterscheiden wir uns von der Mücke, die euer Blut saugt, noch sind wir für einen höheren Zweck als sie erschaffen worden.
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Wenn es irgendetwas wie ein höheres Bewusstsein gibt, von dem so viel gesprochen wird, sind Sie genauso eine Manifestation dessen, wie jeder, der diese kosmische Kraft für sich beansprucht. Jeder Hund, jede Katze, jedes Schwein, jede Kuh, die Schnecke im Garten, Sie, ich, sogar Dschinghis Khan und Hitler, sind eine Manifestation desselben. Warum sollte die Natur oder irgendeine kosmische Kraft, wenn es so etwas gibt, die Hilfe von jemandem brauchen als Instrument, sich auszudrücken um anderen zu helfen?
Kapitel 5
Liebe ist nur eine Trumpfkarte
Wenn alle Stricke reißen, verwendet ihr die letzte Karte, die Trumpfkarte, und nennt es Liebe.
_______
Die Institution der Ehe wird bleiben, solange wir Beziehungen brauchen. Sie wird auf die eine oder andere Weise fortbestehen. Unverheiratete Paare sind unglücklicher als verheiratete Paare.
_______
Die Feministinnenbewegung wird keinen Erfolg haben, so lange die Frau aufgrund ihrer sexuellen Bedürfnisse vom Mann abhängig ist.
_______
Es ist ganz einfach nicht möglich, eine Beziehung einzugehen mit irgendjemand, auch mit euren geliebten und nahestehenden Menschen, außer auf dem Niveau von „Was habe ich von dieser Beziehung?“ Das ganze entspringt der Trennung und Isolation, in der die Menschen heute leben.
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Sexualität, wenn sie sich selbst überlassen wird, wie bei den anderen Spezies, ist einfach nur ein biologisches Bedürfnis. Überleben und sich reproduzieren ist das Ziel des lebenden Organismus. Alles, was dem aufgesetzt wird, steht mit dem lebenden Organismus in keiner Beziehung. Aber wir haben die Sexualität, die biologischer Natur ist, zum Vergnügungsfaktor gemacht.
_______
Alles womit wir heutzutage konfrontiert sind entspringt dem religiösen Denken des Menschen. Aber die Religion hat keine Antworten auf die Zukunft der Menschheit.
_______
Alle Erfahrungen, wie außergewöhnlich sie auch sein mögen, spielen sich im Bereich der Sinnlichkeit ab.
F: Machen Sie sich keine Sorgen über das Alter und die Zukunft der Kinder, wenn es keine Familie gibt?
A: Die Gesellschaft muss sich um dieses Problem kümmern. Warum zahlt ihr alle Steuern an die Regierung, wenn die nicht wissen, was sie tun sollen? Es liegt in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, dass er das tut, was er versprochen hat. Das Problem ist, dass wenn ihr diesen Individuen einmal Macht verleiht, es unwahrscheinlich ist, dass sie diese Macht mit anderen teilen. Und ihr überlasst ihnen ungeheuer zerstörerische Waffen. Ein Mensch wie ich, der solche Ansichten von sich gibt, wird zum Staatsfeind. Man wird nicht zögern, mich zu vernichten. Mir ist es egal, ob ich vernichtet werde. Wenn sie sagen, „Schweig!“ Werde ich aufhören zu reden. Ich glaube überhaupt nicht an Redefreiheit. Wenn sie sagen, „Schweig, was du sagst, bedroht die Menschheit und ihre Institutionen“, dann auch gut – ich werde nicht sprechen. Ich will die Welt nicht verändern. Aber sie haben Einiges versprochen. Ihr habt sie ins Amt gewählt, ihr habt ihnen Macht verliehen, und unglücklicherweise extrem destruktive Waffen überlassen. Sie werden nicht zögern, diese Waffen gegen Sie und mich einzusetzen.
Aber heutzutage könnt ihr eure Atomwaffen gar nicht verwenden. Ich sage oft, wenn Bhutan in Indien einfällt, kann sich Indien nicht schützen. Bhutan wird nicht in Indien einfallen, außer mit der Unterstützung von einigen mächtigen Nationen. Wir sind alle Marionetten dieser Leute. Wir geben so viel Geld aus für Verteidigung. Verteidigung gegen was? Wir sprechen von Redefreiheit. Wenn sie sagen „Schweig“, will ich gar nicht reden. Ich will keine Individuen retten, und ich will auch die Menschheit nicht retten.
F: Sie sprachen über die Steuern, die der Staat erhebt, und sagten, der Staat sollte alles unternehmen, um den Menschen und ihren Kindern Sicherheit zu bieten.
A: Ich sehe keinen Grund, warum auf diesem Planeten irgendwer verhungern sollte. Was tut ihr, um diese Probleme zu lösen? Sie können genau diese Frage auch mir stellen. Aber ich habe mich nicht vorgedrängt, wenn es darum geht, diese Welt zu regieren. Sie haben sich entschlossen, dieses oder jenes Land zu regieren. Wie rechtfertigt ihr die Tatsache, dass vierzig Prozent der Menschen in Indien heutzutage hungern? Es ist nicht spirituell, es ist auch nicht menschlich. Es ist unmenschlich, dass ihr eure Mitmenschen verhungern lasst. Die Religion hat diese wunderbare Sache erfunden, die man Wohltätigkeit nennt. Nicht nur das, das reicht euch nicht, ihr verleiht sogar einen Nobelpreis an jemanden wegen seiner wohltätigen Arbeit. Das ist das gemeinste und geschmackloseste, wozu der religiöse Menschen fähig ist.
Jeder hat ein Recht auf Nahrung. Die Natur gibt uns Fülle. Aber jeder Einzelne von uns ist zuständig für die Ungleichheit auf dieser Welt. Fragen Sie mich nicht „Was tun Sie dagegen?“ Ich veranstalte keinen Feldzug gegen diese Leute. Ihr habt euch vorgenommen, diese Probleme zu lösen. Wenn ihr die Probleme nicht löst, läuft etwas falsch nicht mit den Führern, sondern mit den Leuten, die ihnen die Macht verliehen haben. Wenn sie nicht tun, was man von ihnen erwartet, tauschen Sie diese Schurken aus. Es ist nicht meine Angelegenheit, jemanden zu sagen, wie er regieren soll. Ich habe mit Regierungsgeschäften überhaupt nichts zu tun. Warum sollte es mich also etwas angehen, euch zu sagen, wie ihr zu regieren habt? Jeder Einzelne ist dafür verantwortlich, seine Macht, seinen Teil dazu beizutragen. Aber die Welt wird immer so bleiben, wie sie war. Niemand will eine Veränderung.
Wir steuern auf die Katastrophe zu
Wenn diejenigen, die bis jetzt das Monopol aller Ressourcen der Welt innehatten, mit Vertreibung bedroht werden, kann sich jeder denken, was sie tun werden. Alle zerstörerischen Waffen, die wir heute haben, sind nur dazu da, um diese Leute zu schützen.
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Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem ihr euren Feind nicht vernichten könnt, ohne euch selbst zu vernichten. Es ist Terror, nicht Liebe oder Brüderlichkeit, was uns hilft, zusammen zu leben. Solange diese Botschaft nicht zum Bewusstsein der Menschen durchdringt, glaube ich nicht, dass es Hilfe geben wird.
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Alle politischen Ideologien, auch eure Rechtsformen, sind der warzige Auswuchs des religiösen Denkens der Menschen.
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Letztendlich ist es Gewalt, was zählt. So lange ihr selbst einen Vorteil habt, sprecht ihr vom Gesetz. Wenn das Gesetz versagt, wendet ihr Gewalt an.
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Ich sehe keinen Grund, warum auf diesem Planeten irgendwer verhungern sollte. Sie mögen mich fragen, was ich tue, um dieses Problem zu lösen. Aber ich habe mich nicht eigemischt wenn es darum geht, diese Welt zu regieren. Sie haben sich vorgenommen, dieses oder jenes Land zu regieren. Wenn sie nicht tun, was man von ihnen erwartet, dann läuft etwas schief, nicht mit den Führern, sondern mit den Leuten, die ihnen die Macht verliehen haben.
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Die reichen Länder werden das, was sie haben, nicht hergeben, so lange sie nicht dazu gezwungen werden. Wenn man sie zwingt, ist es klar, was sie tun werden. Auch wenn sie alles aufs Spiel setzen, glaube ich nicht, dass sie nachgeben würden.
Das Ende der Illusion ist der Tod
Alle Fragen, die wir stellen entstehen aus den Antworten, die wir schon haben.
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Irgendwann im Laufe der Entwicklung entstand das Bewusstsein seiner selbst, das den Menschen von der Gesamtheit des Lebens um ihn herum getrennt hat.
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Die Funktion des Gehirns im Körper ist lediglich, für die Bedürfnisse des physischen Organismus zu sorgen, und seine Empfindsamkeit zu erhalten. Aber das Denken zerstört diese Empfindsamkeit des Körpers durch sein ständiges Eingreifen in die sensorische Aktivität.
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Es gibt keinen Tod für diesen Körper. Der einzige Tod ist das Ende der Illusion, das Ende der Furcht, das Ende des Wissens, das wir von uns und der Welt um uns herum haben.
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Es gibt so viele verrückte Dinge in der Natur. Wenn ihr versucht, sie zu kopieren, seid verloren.
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Das Denken ist etwas Totes, und es kann niemals etwas Lebendiges berühren. In dem Moment, wo es versucht, Leben zu berühren, wird es durch die Lebendigkeit zerstört.
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Alles, was dieser lebendige Organismus zum Überleben braucht, gibt es schon. Alles, was wir mit unserem Intellekt angesammelt und erfasst haben, kann mit der unglaublichen Intelligenz des Körpers überhaupt nicht mithalten.
Verirrt im Urwald
Der menschliche Organismus ist nicht interessiert an euren wunderbaren religiösen Konzepten – Frieden, Freude, Glück, oder so etwas. Er ist lediglich an seinem eigenen Überleben interessiert.
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Was die Gesellschaft oder die Kultur uns vorgesetzt haben als das Ziel, das wir alle zu erreichen haben, ist der Feind dieses lebenden Organismus.
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Der Anspruch, auf alle zukünftigen Handlungen und alle Situationen vorbereitet zu sein, ist die Ursache unserer Probleme. Jede Situation ist so anders; und unsere Versuche auf all diese Situationen vorbereitet zu sein sind schuld daran, dass wir nicht in der Lage sind, auf Situationen zu reagieren, in dem Moment, in dem sie sich ergeben.
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Wir können nun einmal nicht erleuchtete Menschen auf dem Fließband produzieren.
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Unsere gesamte Kultur oder Zivilisation basiert auf töten und getötet werden.
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Wir haben uns im Urwald verirrt. Wir haben alles versucht, um zu entkommen. Aber es ist uns bisher nicht gelungen. Es gibt jedoch eine vage Hoffnung, dass wir eines Tages irgendwie heraus kommen aus diesem Dschungel. Aber wir müssen uns ruhig halten und die Dinge geschehen lassen.
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Das Gehirn reagiert nur auf Reize. Der Mechanismus, der darin eingepflanzt wurde durch unsere Erziehung und Kultur, lässt uns glauben, es erschaffe etwas.
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Die Frage „Wie soll ich leben?“ steht in absolut keiner Beziehung zum Funktionieren dieses lebenden Organismus. Er hat schon die ganze Zeit gelebt.
Der Tod ist ein erneutes Vermischen der Atome
Wenn es einmal als Tatsache gesehen wird, dass es keine Bewegung gibt, in keine Richtung, hin zu Verbesserung, Veränderung, oder Entwicklung zu etwas anderem oder Besserem, dann ist das, was da ist, etwas ganz Besonderes.
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Es wäre eine grauenhafte Welt, wenn dieser Planet voll wäre ausschließlich mit Personen wie Buddha oder Jesus und all den anderen Lehrern.
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Revolution bedeutet nur eine Umbewertung unseres Wertesystems. Nach einer Zeit setzen sich die Dinge, und es wiederholt sich alles. Im Grunde passiert nichts Anderes als eine veränderte Fortsetzung desselben. Welche Gräuel wir auf diese Weise begangen haben, wisst ihr selbst!
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Die Fragen „Gibt es einen Sinn?“, „Gibt es einen Zweck?“ nehmen dem Leben die Lebendigkeit. Ihr lebt in einer Welt von Konzepten.
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Der Glaube an Reinkarnation ist entstanden aus dem Anspruch, dass etwas weiter geht nach eurem sogenannten Tod. Es ist derselbe Mechanismus, der wissen will, was nach dem Tod geschieht. Aus irgendeinem Grund will dieser Mechanismus, dieses Denken, nicht zu einem Ende kommen. Aber wenn ihr wissen wollt, ob es etwas auf der anderen Seite gibt, müsst ihr jetzt sterben.
Sex ist mühsam für den Körper
Offensichtlich sind unsere Beziehungen nicht besonders liebevoll. Wir wollen daraus irgendwie liebevolle Beziehungen machen. Wie viel Energie wir darauf verwenden, aus unserer Beziehung etwas Liebevolles zu machen! Es ist ein Kampf, es ist ein Krieg. Es ist wie wenn ihr euch die ganze Zeit für einen Krieg rüstet, in der Hoffnung auf Frieden, ewigen Frieden, oder dieses oder jenes. Ihr seid diesen Kampf leid, und ihr gebt euch sogar mit einer schrecklichen, lieblosen Beziehung zufrieden.
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Wenn es der Liebe nicht gelingt, die perfekte ideale Beziehung zwischen zwei Individuen zu schaffen, bleibt uns nur Hass übrig. Wenn nicht Hass, dann Antipathie.
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Sexualität an sich, wie bei den anderen Spezies, den anderen Lebensformen, ist lediglich eine biologische Notwendigkeit, weil der lebende Organismus das Überleben als Ziel hat, und etwas wie sich selbst produzieren will. Alles, was ihr dem aufsetzt, steht in absolut keiner Beziehung zum lebenden Organismus. Aber wir haben das, was ihr sexuelle Aktivität nennt, was von Natur aus biologisch ist, in eine Spaßbewegung verwandelt.
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Ob hier, in Russland oder sonst irgendwo – das, was jeder auf dieser Welt will, ist glücklich zu sein, ohne einen Augenblick des Unglücks, Genuss ohne Mühe. Das geht einfach nicht, weil dieser lebende Organismus nicht weiß, was Genuss ist, was Glück ist.
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Ihr seid mit nichts lebendig verbunden.
Eine Laune der Natur
Das Wertesystem hat das „Du“ erschaffen, und dem könnt ihr euch nicht entziehen. Alles, was ihr unternehmt, um euch von diesem Wertesystem zu befreien, verleiht ihm nur noch mehr Bedeutung.
_______
Schon das Konzept, dass ihr euer Denken kontrollieren solltet, um in einen friedlichen Zustand ohne Denken zu kommen, entsteht durch das Denken, so dass es sein Fortbestehen aufrecht erhält durch eine kleine unbedeutende Erfahrung, durch einen Zustand ohne Denken, den ihr anstrebt.
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Es gibt kein Bewusstsein, geschweige denn ein höheres Bewusstsein, oder ein kosmisches Bewusstsein. Alle diese Vorstellungen hat das Denken hervorgebracht.
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Wissen schafft Bilder. Aber das physische Funktionieren kann kein Bild erschaffen. Die sogenannten physiologischen Bilder passen nicht in das Schema der Dinge. Die Augen sind wie eine Kamera. Wenn ihr die Kamera von dem, was sie ansieht, schwenkt auf etwas Anderes, ist alles, worauf sie vorher fokussiert war, gelöscht.
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Alle Vorstellung von der Zeit, auch die von der chronologischen Zeit, sind willkürlich. Alle Messungen sind willkürlich. Wir akzeptieren sie als praktikabel, das ist alles.
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Die Angst davor, dass wenn ihr versucht, die Menschen um euch herum zu vernichten, ihr auch selbst mit ihnen vernichtet werdet, hält uns vielleicht noch eine Weile zusammen. Sicher ist das nicht Liebe, Freude, Verehrung oder religiöses Denken.
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- Kosmetik & Körperpflege: Weleda
- Kosmetik: Alverde
- Leben s Mittel: DEMETER auf dem Wochenmarkt?!
- Leben s Mittel: Ökolandbau in NRW
- Medien: Compact Magazin
- Medien: Fefe
- Medien: Hintergrund Magazin
- Medien: Indymedia
- Medien: InfoKrieg
- Medien: NachDenk Seiten
- Medien: NuoViso TV
- Medien: Videogold
- Mittel zum Leben: ALNATURA
- Politik & Arbeit: ASHOKA Sozial-Unternehmer
- Politik: Bedürfnisorientierte Versorgungswirtschaft (BVW) statt Kapitalismus
- Politik: Die soziale Kettenreaktion
- Politik: Global Marshall Plan
- Politik: Netzwerk GRUNDEINKOMMEN
- Politik: Oliver Janich " Widerstand als Bürgerpflicht "
- Politik: Prof. Franz Hoermann: Gespräch über die Gesellschaft nach dem Ende des Geldes
- Politik: Ressourcenbasierte Wirtschaft (kurz)
- Politik: Ressourcenbasierte Wirtschaft (lang)
- Politik: Satyagraha ~ Gewaltloser Widerstand
- Politik: Solidarische Ökonomie
- Politik: System Terrismus
- Politik: The world future council
- Politik: Ökosoziale Markt_Wirtschaft
- Politk: Das Bandbreitenmodell
- Salz: Warum nicht MEERSALZ
- Strom & Gas: Lichtblick
- Strom & Gas: Naturstrom
- Strom: Schönau
- Umwelt-Schutz: Projekt Karsei ~ Plastik & Weltmeere
- Wasch- & Reinigungsmittel: Warum nicht mal von ECOVER?
- Wasser: St. Leonhards
- With One Voice - Die gemeinsame Stimme der Religionen
- Zucker: lieber Stevia
Dokumentationen
- Doku: *HOME*
- "Die größten Terroristen sind die weißen Übermächte"
- BRD: ARD Report Mainz: Moderner Sklavenhandel in Deutschland 7:17min
- BRD: Horst Seehofer Interview über die Pharmalobby
- BRD: Thomas D Interview Die haben alle keinen Plan!
- Bewusstsein: Der Grüne Planet 1/9
- Bewusstsein: Der Weiße Weg - Visionen der Urvölker Amerikas
- Bewusstsein: Die Freiheit der Wahl
- Bewusstsein: Quantum Activist - Über die Wissenschaft zu Gott
- Bewusstsein: R(e)volution 2012
- Bewusstsein: The Global Brain - Die erwachende Erde
- Christoph Hörstel: bei SWR1
- Doku : 9/11 - Zero - Was wirklich geschah
- Doku Arte: Benutzt und gesteuert - Künstler im Netz der CIA 50min
- Doku: Arte - Gladio - Geheimarmeen in Europa 1/6
- Doku: 3sat - Der (Geld)Schein trügt
- Doku: Arte - Die wahre Geschichte der Indianer
- Doku: Arte - Monsanto mit Gift und Genen
- Doku: WDR die Story: Arme Sau - Das Geschäft mit dem Erbgut
- Doku: Arte - Unser tägliches Gift
- Doku: We Feed The World
- Doku: Du bist was Du isst! 1/5
- Doku: über unsre Leben (s) Mittel: Food Inc. 1/6
- Doku: Der Fall Coca Cola
- Doku: Arte - Kaufen für die Müllhalde 1/5
- Doku: Arte - Taxi zur Hölle
- Doku: Arte - Plastik über alles - Eine Welt aus Plastik
- Doku: Plastic Planet 1/8
- Kurzfilm: Plastik in den Weltmeeren ~ ORF
- Doku: Arte: Profit um jeden Preis: Die BP-Story 51 min
- Doku: Arte: Wahrheit - Alles Lüge! Wie das Gehirn Wirklichkeit konstruiert ist
- Doku: Deadly Dust - Todesstaub: Uran-Munition und die Folgen 1:32 Std.
- Doku: Delfin-Jagdt: Die Bucht 1/10
- Doku: Der Geist des Geldes 1/9
- Doku: Die Macht der Konzerne: The Corpotation I
- Doku: Die Macht der Konzerne: The Corpotation II
- Doku: Eartghlings = Erdlinge !GRAUSAM!
- Doku: Grundeinkommen - DER FILM
- Doku: Im Dienst der Wirtschaftsmafia - Ein Geheimagent packt aus 1/9
- Doku: Kriegsversprechen
- Doku: Phönix - Germany Made in USA
- Doku: Story of Stuff
- Doku: Unter falscher Flagge
- Doku: Wie funktioniert Geld 1/3
- Doku: ZDF - Toxic City 44 min
- Doku: Zeitgeist I
- Doku: Zeitgeist II Addendum
- Doku: Zeitgeist III Moving Forward
- Doku: unabhängige Reporter über: Die wahre Wahrheit
- Gespräch: Beckmann: Helmut Schmidt trifft Peter Scholl-Latour 1/7
- Interview Max Otte: Geld - Der Crash kommt 1/2
- Interview: Der Krieg gegen Libyen ist geplant NWO 2:31 min
- Kurzfilm: "Anerkannte" MAINSTREAM-Medien
- Kurzfilm: 3sat - John Perkins - Die Machenschaften der US-Behörde NSA 7:14min
- Kurzfilm: ARD Report - Wie man ein ganzes Land verkauft... DDR 1990
- Kurzfilm: Das Ende der Konkurrenz.1/3 - 36min
- Kurzfilm: Die Blumeninsel
- Kurzfilm: Was ist Aspartam
- Kurzfilm: WikiLeaks: über die Türkei Deutschland und USA neue dokumente 1:42 min
- Leben (s) Mittel decodierung
- System/ Defekt
Neuigkeiten
- ARD Panorama: 11. September: Fatale Fehler der deutschen Politik
- ARD Tagesschau - Klimaschwindel aufgeflogen?
- Bankenstresstest: Alle durchgefallen
- Das Deutsche Bank Kartell. Die gefährlichste Bank der Welt. 74 min
- Doku: Arte - Erdöl; Abgefackelt
- Doku: Arte: Lobbying - Läuft wie geschmiert 1/5
- Doku: Collaps - Michael Ruppert 78min
- Doku: Der Klima-Schwindel - Wie die Öko-Mafia uns abzockt 1/5
- Doku: Der Schwindel um die Erderwärmung 60 min
- Doku: Die Geschichte der Bio-Waffen
- Doku: Die Geschichte des Irakkrieges 51 min
- Doku: Geld als Schuld 47 min
- Doku: Inside Job - Banken & Geld 1/8 englisch
- Doku: JFK – Die Bush-Connection
- Doku: NDR - Gefährliches Trinkwasser
- Doku: Subkultur 9/11
- Kurz Rede: Bewusstsein des Missstandes! Rudi Dutschke: Die gesamtgesellschaftliche Bewusstlosigkeit!
- Kurzfilm: Fernsehkritik.tv - Klimaschwindel 8:52 min
- Kurzfilm: inszenierter Glaubenskriege
- MMS: Wird dieses totgeschwiegene »Wunder-Präparat« die Menschheit endgültig von Krebs, Aids und anderen Krankheiten befreien?
- RTL Extra – Bericht zum Klimaschwindel
- Schenkladen - Systemfehler
- Sepp Holzer Irrsinn - Die Menschheit auf dem Zenit der Geistesgestörtheit ? 7:18 min
- TOP Film: WAKING LIFE
- Umsonstladen Dresden
- We are all one [Captions] - Somos todos UM [legendas port-br]
Protest 2011 ~ Die Revolution?!
- ARD Monitor: Stuttgart21 - Warum die Polizei wirklich so hart zuschlug 11:03min
- Art. 20 Abs. 4 deutsches GG
- BRD: Herzlich Willkommen in ihrem Land 4:57min
- Lissabon-Vertrag: Erläuterungen(*)zur Charta der Grundrechte
- Lissabon-Vertrag: Todesstrafe in der EU ermöglichen
- Presse & Wahrheit? 3sat Die Medien schweigen 1:53min
- Stéphane Hessel: 3sat Interview 14:04min
- Stéphane Hessel: FAZ: Empört Euch!
- Stéphane Hessel: HR2 Radio 1/4
- Stéphane Hessel: Radio Interview: Funke aus Nordafrika springt auf Europa über 9:43min
- zMusik: Manu Ranking feat Ganjaman
- zMusik: Söhne Mannheims - IZ ON
- zMusik: Tracy Chapman - Talkin' 'Bout a Revolution
Texte in Schrift
- 1. Die «Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit»
- 2. Vier Edle Wahrheiten
- 3. Edler Achtfacher Pfad
- Ajahn Chah: Ein Gespräch mit Ajahn Chah
- Daskalos: Wahrheitsforschung
- Deepak Chopra: Quantenbewusstsein
- Die Bergpredigt
- Die BHAGAVAD-GITA Wie Sie Ist
- Die GOLDENE Regel
- Die Lebensregeln des 14. Dalai Lama Tenzin Gyatso
- E. Fromm: Credo eines Humanisten
- Ghandi: 10 Weisheiten um die Welt zu verändern
- Ken Wilber & Andrew Cohen: Der Guru & der Pandit
- Khalil Gibran: Der Prophet
- Lao-Tse
- P. Coelho: Handbuch des Kriegers des Lichts
- Pali Kanon des Theravāda-Buddhismus
- Paramahansa Yogananda: Lehrbriefe zum Selbststudium
- Paramahansa Yogananda: Ungeahnte Möglichkeiten
- Platon: Das Höhlengleichnis
- Politik: Aufsehenerregende Untersuchungsbericht: Die systematischen Organentnahmen an lebenden Gefangenen
- Politik: Claus Offe ~ Soziale Innovation
- Politik: Codex Alimentarius
- Politik: Die acht Millenniumsentwicklungsziele
- Politik: Jan Ziegler Interview DIE ZEIT
- Politik: Palmöl zerstört den Regenwald!
- Politik: Philipp Blom: Was heißt Aufklärung heute?
- Politik: UN Charta
- Politik: Wasser: Die erschreckende Wahrheit über die weltweite Wassersituation
- Politik: Wasser: UNO Trinkwasserreport
- R. Berner: Auf ein Wort und Bewusstsein und Logik - 2 Bücher
- Solomon Asch: Konformitätsexperiment - So entsteht Gruppenzwang
- SUN TSU - Die Kunst des Krieges
- Swami Kriyananda
- Thaddeus Golas: Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst
- Thich Nhat Hanh: 14 Achtsamkeitsübungen
- Tony Parsons: Das ist es
- Tony Parsons: Einfach nur Dies
- Urfassung der Rede des 1866 verstorbenen Häuptlings SEATTLE ~ WIR sind alle Teil der Erde
- Walsch: Eine kleine Seele spricht mit Gott
Texte in Wort
- 1. Krishnamurti - Rede - Deutsch - Warum ist die Welt so ein Chaos ?
- 2. Krishnamurti - Die Bewegung des Denkens und Werdens
- 3. Krishnamurti - Handeln das immer richtig ist.
- 4. Krishnamurti - Die Konditionierung durchbrechen.
- 5. Krishnamurti - Die Beziehung zwischen Wunsch, Wille und Liebe
- 6. Krishnamurti - Am Ende des Leids stehen Liebe und Mitgefühl
- 7. Krishnamurti - Gibt es überhaupt etwas Heiliges im Leben ?
- A1: Krishnamurti - Fragen & Antworten 1
- A2: Krishnamurti - Fragen & Antworten 2
- A3: Krishnamurti - Fragen & Antworten 3
- A4: Krishnamurti - Fragen & Antworten 4
- A5: Krishnamurti - Fragen & Antworten 5
- Andreas Clauss: Crashkurs Geld und Recht
- Bruce Lipton: Der Geist ist stärker als die Gene
- Eckhart Tolle
- Erich Fromm: über den angepaßten Menschen
- Gerhard Wisnewski Interview bei NexworldTV: Mut zur Wahrheit - Auszug
- Gott: Der Liebesbrief
- Hans Peter Dürr: im Gespräch
- Hans-Peter Dürr: "Es gibt keine Materie 1/2
- Hans-Peter Dürr: Wir erleben mehr als wir begreifen 1/8
- Masaru Emoto: Die Botschaft des Wassers 1/3
- Oliver Janich - Das Kapitalismus-Komplott
- Platons Höhlengleichnis - The Matrix 1/2
- Prof. Karl Albrecht Schachtschneider: über BvG-Urteil zum Lissabonner Vertrag
- THE WAYSEER MANIFESTO
- Willigis Jäger & Andrew Cohen: antworten auf die Frage...
- Willigis Jäger: Vortrag
...Menschen...
- Amma
- Armin Risi
- Dag Hammarskjöld: UN-Generalsekretär 1953-61
- Dan Millman
- Douglas Tompkins - ESPRIT Gründer
- Eike Braunroth
- Erich Fromm
- Gandhi
- Götz W. Werner - dm Drogeriemarkt Gründer
- Herman van Veen: Wer schweigt...
- Hermann Hesse
- Paulo Coelho
- Politik: 5 Stunden Woche
- Prof. Dr. Christoph Butterwegge
- Prof. Dr. Robert Spaemann
- Rudolf Steiner
- Thích Nhất Hạnh
- Tony Parsons
- Willigis Jäger
- Yann Arthus-Bertrand
Musik
- Change The World - 1 Million Kinder Zeigen sich
- Chris de Burgh: Spanish Train
- Darren Hayes - A conversation with god
- Die Bandbreite: Selbst gemacht
- FREIHEIT - WACHT AUF - ODER IHR STERBT
- Ganjaman - Nur Einmal
- Ganjaman: Geträumt
- Ganjaman: Gleiche alte Lied
- Ganjaman: Steh auf und komm
- Ganjaman: Wie lange
- Herbert Grönemeyer: Stück vom Himmel
- Kate Bush: Cloudbusting
- Kevin Reid: We are one
- Kool Savas feat. Curse – Krank
- Manu Ranking: Unbequeme Wahrheit
- Manu Ranking: Wind
- Meyah Don: Fragen ans Ich
- Michael Jackson - They Don't Care About Us
- Silbermond: Krieger des Lichts
- Thomas D: Gebet an den Planet
- VIER Minuten
- Xavier Naidoo: Goldwaagen Goldwagen
- Xavier Naidoo: Halte durch
- YIRUMA - River Flows In You With
- izon söhne mannheims