Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

Freitag, 21. Juni 2019

Jiddu Krishnamurti und Dr. Alan W. Anderson, San Diego 1974 Gespräche || Anders Leben || 13. Eine andere Art zu leben

Was für ein Gespräch ~ Zeitlos
Jiddu lässt die große Seele sprechen
der Ozean

Krishnamurti: ...jeder Mensch, in welche Schublade er auch immer passen mag, befindet sich im Kampf. Das nennen wir Leben. (obwohl es langsames sterben ist) Und jemand, der das auf intelligente Weise betrachtet, würde sagen: Um Gottes willen, das ist nicht die richtige Art zu leben, lasst uns herausfinden, ob es eine andere Art zu leben gibt.
Aber keiner fragt das. (ich tue es - mindestens so leben wie auf dem "Grünen Planeten", oder der paradiesischen Welt, oder der Welt, die unsere Herzen schon kennt usw.)
...niemand sagt, das ist falsch, das ist kein Leben. Es ist zum Verrücktwerden. 

Manche jungen Leute haben sich die Frage gestellt, werden aber Außenseiter: Entweder sie treten einer Kommune bei oder werden Hindu, gehen in irgendein altertümliches Land und geben sich einfach auf, tun nichts, denken nichts, leben dahin.

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Konflikt bedeutet Teilung
Konflikt heißt Kampf der Gegensätze. Konflikt bedeutet: Du und ich, wir und sie, Amerikaner und Russen, Teilung, Teilung, Teilung – nicht nur innere, sondern auch äußere Zersplitterung. Wo es Zersplitterung gibt, muss es Kampf geben. Ein Fragment übernimmt die Macht und dominiert die anderen Fragmente. Ein intelligenter Mensch – falls es einen solchen gibt, muss eine Art zu leben finden, die nicht bedeutet halb zu schlafen, zu vegetieren, die nicht Flucht in irgendeine schwärmerische, mystische Vision und dieses ganze Zeug ist, sondern eine alltägliche Lebensweise, in der jede Art von Konflikt ein Ende gefunden hat. Es ist möglich. 

...Ich habe all diese Kämpfe um mich herum während der letzten fünfzig Jahre beobachtet, die spirituellen, die wirtschaftlichen und die sozialen, die Kämpfe der Diktaturen, der Faschisten, der Kommunisten, der Nazis und einer Klasse, welche die andere bekämpft
...für mich persönlich bedeutet diese Lebensweise, auf die zerstörerischste, unschöpferischste Art zu leben. Ich werde so nicht leben. Ich würde lieber verschwinden.  

A. W. Anderson: Sie haben in unseren früheren Gesprächen sehr klar darauf hingewiesen, dass wir zwischen Angst und Gefahr unterscheiden müssen. Bei Gefahr reagieren Tiere in ihrer eigenen Umgebung sofort und eindeutig.

Krishnamurti: das wird uns von Kindheit an beigebracht. Das ist unsere Erziehung: Kämpfen, nicht nur mit uns selbst, sondern mit dem Nächsten und ihn trotzdem lieben, nicht wahr? Es wird so lächerlich. Gibt es also, nachdem wir dies klargelegt haben, einen Weg, ohne Konflikt zu leben?  

Unsere Lebensweise ist die unbrauchbarste, unsinnigste Art zu leben. Und wir wollen diese unsinnige Weise praktischer machen. Das verlangen wir immer. Wir sagen niemals: Lasst uns eine Lebensweise finden, die ganz ist und daher gesund, vernünftig und heilig. Wenn man auf diese Weise das Leben wahrnimmt, ist das Handeln die Freisetzung totaler Energie,

Um nun einen solchen Geist hervorzubringen, solch eine Lebensweise, muss man beobachten, was wirklich äußerlich und innerlich stattfindet, in uns und außerhalb von uns. Es anschauen, nicht versuchen, es umzugestalten, nicht versuchen, irgendeine Anpassung vorzunehmen, sondern wirklich die Tatsachen sehen: Ich schaue einen Berg an, ich kann ihn nicht verändern, nicht einmal mit einem Bulldozer kann ich ihn verändern. Aber wir wollen das, was wir sehen, verändern. Der Beobachter ist das Beobachtete. Darum gibt es nichts daran zu verändern. Wobei es bei der Wahrnehmung keinen Beobachter gibt. Es gibt nur das Sehen und darum das Handeln.


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Krishnamurti: Sollten wir nicht eigentlich das betrachten, was wir heutzutage Leben nennen, was tatsächlich stattfindet?
Was wir Existenz, Leben nennen, diese zwei Worte decken das ganze Feld des menschlichen Bemühens ab, sich selbst zu bessern. Nicht nur technisch, sondern ebenso psychisch möchte der Mensch sich verändern, möchte er mehr sein als er ist. Wenn wir den Menschen in irgendeinem Land betrachten, welcher Rasse oder Religion er auch immer angehören mag, sehen wir:
Es ist ein unablässiges Ringen vom Augenblick der Geburt bis zum Augenblick des Todes. Es ist ein Kampf, nicht nur in den intimen oder anderen Beziehungen zu anderen Menschen, sondern auch wirtschaftlich, sozial und moralisch ist es eine große Schlacht. Ich denke, dem stimmt jeder zu. Es ist offensichtlich. Der Konflikt, das Ringen, das Leiden, der Schmerz, die Frustration, die Seelenqual, die Verzweiflung, die Gewalt, die Brutalität, das Töten, all das ist es, was wirklich vor sich geht.

Vierzig oder fünfzig Jahre in einem Büro oder in einer Fabrik verbringen, gelegentliche Ferien für einen Monat, und das auf abenteuerliche Weise, weil Ferien die Reaktion auf ein eintöniges Leben sind. Man sieht sie überall in Europa: Amerikaner, die von einem Museum zum anderen gehen, sich dieses ansehen, jenes ansehen, herumrennen auf der Flucht vor der Eintönigkeit ihrer täglichen Routine. Und sie fahren nach Indien. Ich glaube, da gibt es ungefähr 15000 merkwürdig gekleidete sogenannte Hippies in verschiedenen Klöstern und Städten, wo sie die phantastischsten Dinge tun. Einige von ihnen verkaufen Drogen, ziehen sich indische Kleider an oder verkleiden sich als Mönche. Es ist eine Art großer romantischer, sentimentaler Flucht vor ihrem täglichen eintönigen routinierten Leben. Das nennen wir Leben: Den Kampf innerhalb der Beziehung, den Kampf im Geschäftsleben, im wirtschaftlichen Umfeld. Es ist ein ständiges Ringen. 

A. W. Anderson: Aber was Sie gesagt haben, scheint im Leben selbst enthalten zu sein. Es gibt den Spruch: »Das Leben ist ein Kampf«, und wir interpretieren ihn so, wie Sie es ausdrückten.
Krishnamurti: Und niemand scheint sich zu fragen, warum es so ist? Wir alle haben es akzeptiert. Wir sagen: »Ja, das gehört zu unserer Existenz. Wenn wir nicht kämpfen, werden wir zerstört. Es ist Teil unseres natürlichen Erbes. Beim Tier sehen wir, wie es kämpft, und wir sind teilweise noch Tier, teilweise noch Affe und so müssen wir also weiter kämpfen, kämpfen, kämpfen.« Wir haben uns nie gefragt, ob das richtig ist! Ist das die Art zu leben? Ist das die Art, sich zu verhalten, die Schönheit des Lebens zu würdigen?
A. W. Anderson: Gewöhnlich geht es nur darum, wie der Kampf noch effektiver geführt werden kann.

Lehrer / Schule
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Krishnamurti: Ich muss mich zuerst transformieren, damit ich lehren kann. Wissen Sie, es gibt etwas dabei, was nicht ganz klar ist: Ich muss warten, bis ich mich verändere. Warum kann ich mich als Erzieher nicht im Moment des Unterrichtens ändern? Die Jungen, die Mädchen, die Studenten leben in Konflikt; der Erzieher lebt in Konflikt. Wenn ich ein Erzieher mit vielen Schülern wäre, würde ich als erstes sagen: »Ich lebe in Konflikt, ihr lebt in Konflikt, lasst uns in einer Diskussion, in der uns unsere Beziehung klar wird, herausfinden, ob es für mich und für euch nicht möglich wäre, diesen Konflikt aufzulösen. Das ist dann Handeln. Aber wenn ich warte, bis ich frei von jedem Konflikt bin, kann ich bis zum jüngsten Tag warten.
Das ist das erste, was ich diskutieren würde, nicht die technischen Fächer. Denn das ist Leben. Und auch beim Unterrichten eines technischen Faches würde ich sagen: »Gut, lasst uns sehen, wie wir dies angehen und daraus lernen«, so dass sowohl die Schüler als auch der Erzieher ihre Konflikte kennen und engagiert sind, sie aufzulösen. Und darum sind sie außerordentlich interessiert. Das schafft eine außergewöhnliche Beziehung. Ich habe es beobachtet. Ich besuche mehrere Schulen in Indien und in England, und dort findet es statt. Die Energie, die durch Konflikt geschaffen wird, ist zerstörerisch. Die Energie, die durch Konflikt, Anstrengung und Kampf entsteht, produziert Gewalt, Hysterie und neurotisches Handeln. Wogegen die Handlung durch Wahrnehmung total ist, nicht fragmentarisch, und daher ist sie gesund und vernünftig. Sie bringt intensivste Fürsorge und Verantwortung mit sich. Das also ist der Weg zu leben: Sehen, handeln, sehen, handeln, zu jeder Zeit. Ich kann nicht sehen, wenn sich der Beobachter vom Beobachteten unterscheidet. Der Beobachter ist das Beobachtete.

Sie sehen also, dass der gesamte Inhalt unseres Bewusstseins Kampf ist, ein Schlachtfeld, und das nennen wir Leben. Und wie kann in diesem Kampf Liebe existieren? Wenn ich Sie schlage, wenn ich Ihnen Konkurrenz mache, wenn ich versuche, Sie zu überrunden, wenn ich erfolgreich und unbarmherzig bin, wie soll dann die Flamme der Liebe oder des Mitleids, der Zartheit, der Güte entstehen? Sie entsteht nicht. Und darum hat unsere Gesellschaft, so wie sie jetzt ist, keinen Sinn für moralische Verantwortung hinsichtlich des Handelns oder der Liebe. Sie existiert nicht.

Jiddu Krishnamurti und Dr. Alan W. Anderson, San Diego 1974 Gespräche || Anders Leben || 6. Angst

Was ist Angst? Ich muss das herausfinden. Nicht Sie sagen es mir, sondern ich muss es selbst herausfinden, so wie ich selbst herausfinde, dass ich Hunger habe. Niemand muss mir sagen, ich sei hungrig. Ich selbst muss es herausfinden. Ich weiche also nicht aus! Ich rationalisiere nicht, ich analysiere nicht, weil Analyse wirklich Lähmung ist.

Kann also der Verstand physische Sicherheit hervorbringen – Nahrung, Kleidung und Unterkunft für jeden? Kann das getan werden – nicht als Kommunist, Kapitalist, Sozialist oder Maoist –, sondern indem wir uns als Menschen zusammensetzen, um dieses Problem zu lösen? Es kann getan werden, aber niemand will es tun, weil sich keiner dafür verantwortlich fühlt.
(Wir wollen darauf hinaus, wie dumm der Verstand ist. Er will Sicherheit, er muss Sicherheit haben und tut dennoch alles, um diese Sicherheit zu zerstören. Das ist also ein Faktor.)

...fast jeder hat Angst vor etwas – sei es die Angst vor dem Tod, Angst vor der Einsamkeit, Angst, nicht geliebt zu werden, Angst, nicht berühmt oder erfolgreich zu werden, und auch die Angst, keine physische Sicherheit zu haben. Es gibt so viele unterschiedliche Formen der Angst.

Äußerlich, physisch ist es klar, dass wir Sicherheit, physische Sicherheit, haben müssen. Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf sind absolut notwendig,

Physische Sicherheit ist für das Gehirn notwendig.
Das Gehirn kann nur in völliger Sicherheit funktionieren. Dann funktioniert es effizient und gesund, nicht neurotisch, und seine Aktivität ist nicht unausgeglichen. Das Gehirn braucht Sicherheit, genau wie ein Kind Sicherheit braucht.

Dann gibt es die Angst vor körperlichen Schmerzen, körperlichen Schmerzen im Sinne vergangener Schmerzen, sagen wir, der letzten Woche. Der Verstand hat Angst davor, dass es wieder passieren wird; das wäre also diese Art von Angst.

Dann gibt es die Angst vor der Meinung anderer Leute, davor was die Leute sagen, vor der öffentlichen Meinung. Der gute Ruf.
Sehen Sie, all dieses ist aus Unordnung heraus entstanden.

Es gibt also die äußere Form von Angst: Angst vor der Dunkelheit, Angst vor der öffentlichen Meinung, Angst, seine Arbeit zu verlieren, Angst, nicht überleben zu können

die Ängste vor Abhängigkeit. Innerlich hänge ich von meiner Frau ab, von meinem Guru, von meinem Priester usw. – so viele Abhängigkeiten! Und ich habe Angst, sie zu verlieren, allein gelassen zu werden, abgelehnt zu werden. Wenn diese Frau sich von mir abwendet, bin ich verloren. Ich werde wütend, brutal, gewalttätig und eifersüchtig, weil ich von ihr abhänge. Abhängigkeit ist also einer der Faktoren von Angst. Und innerlich fürchte ich mich. Ich fürchte mich vor Verlassenheit.

die Angst, nichts darzustellen, die sich in der Identifizierung mit etwas ausdrückt: »Ich muss mich mit etwas identifizieren. Um etwas zu sein, muss mich mit meinem Land identifizieren.« Ich sage mir: »Das ist zu dumm!« – und sage folglich: »Ich muss mich mit Gott identifizieren.« Den ich erfunden habe. Gott hat nicht den Menschen nach seinem Bilde geschaffen, sondern der Mensch hat Gott nach seinem Bilde geschaffen. Also, nichts zu sein, nichts zu vollbringen, nichts zu erreichen, schafft ein kolossales Gefühl von Unsicherheit, ein schreckliches Gefühl von Unfähigkeit, etwas zustande zu bringen, nicht »dabei« zu sein, und es kommt zum Aufschrei: »Ich muss ich selbst sein!« Was Unsinn ist. Da sind nun all diese Ängste, sowohl logische Ängste, als auch irrationale Ängste, neurotische Ängste und Ängste ums Überleben, ums physische Überleben.


Physisches Überleben ist nur möglich, wenn Menschen zusammenkommen, nicht als Kommunisten, Sozialisten oder sonst was, sondern als Menschen, die sagen: »Seht her, dieses ist unser Problem, lasst es uns um Gottes Willen lösen!« Aber sie werden das nicht tun, weil sie mit Problemen und mit Plänen zu deren Lösung schon überlastet sind. Sie haben Ihren Plan, ich habe meinen Plan, er hat seinen Plan.

So wird das Planen höchst wichtig, Pläne werden wichtiger als das Verhungern. Und wir bekämpfen einander: Während doch gesunder Menschenverstand, Zuneigung, Fürsorge und Liebe all das ändern können. Dann die Angst vor der öffentlichen Meinung, vor dem was mein Nachbar sagen wird. Und ich hänge von meinem Nachbarn ab. Wenn ich ein in Italien lebender Katholik bin, wäre ich von meinem Nachbarn abhängig. Ich könnte dort meinen Job verlieren, falls ich ein Protestant wäre. Also akzeptiere ich es, ich werde meinen Hut vor dem Papst oder sonstjemandem ziehen, es hat keinerlei Bedeutung. Ich habe Angst vor der öffentlichen Meinung. Sehen Sie, worauf sich der menschliche Verstand selbst reduziert hat. Ich sage nicht: »Zum Teufel mit der öffentlichen Meinung, die Menschen sind konditioniert, sie haben genausoviel Angst wie ich.« Das ist also diese Art von Angst. Und dann gibt es die physische Angst vor dem Tod, die immens ist. Diese Angst muss man anders angehen, wir werden darauf kommen, wenn wir über den Tod sprechen.

T3 vor 2. Frage
Was tue ich also? Sind Träume die Antwort? Träume sind nur die Fortsetzung dessen, was während des Tages passiert ist. Wie soll das alles geweckt und freigelegt werden? Die rassischen Ängste, die Ängste, welche die Gesellschaft mich gelehrt hat, die Ängste, die mir die Familie auferlegt hat, der Nachbar – alle diese schleichenden, hässlichen, brutalen Dinge, die da versteckt sind, wie sollen sie alle auf natürliche Weise aufsteigen und freigelegt werden, so dass der Geist sie als Ganzes sehen kann? Verstehen Sie?


Was ist die Antwort auf die Tatsache Angst, die von Generation zu Generation erhalten, genährt und weitergegeben worden ist? Kann der Geist diese Angst beobachten, ihre Bewegung, nicht nur einen Teil der Angst, beobachten ohne das Denken, das den Beobachter geschaffen hat. Kann also diese Tatsache beobachtet werden, die ich »Angst« genannt habe, weil der Verstand sie erkannt hat, denn er hat schon früher Angst gehabt? Durch Wiedererkennen und Assoziation also stellt er fest: »Das ist Angst.«

Das Denken ist für die Angst verantwortlich. Es hat sie gestärkt und ermutigt, es hat alles getan, sie aufrecht zu erhalten. Ich fürchte, dass der Schmerz, den ich gestern hatte, morgen wiederkommen wird, was eine Bewegung des Denkens ist. Das Denken kann nur auf dem Gebiet des Wissens funktionieren, das ist seine Grundlage. Angst ist jedes Mal etwas Neues. Angst ist nicht alt. Sie wird alt gemacht, indem ich sie wiedererkenne.


Wichtig ist, den Menschen zu ernähren, zu kleiden und ihn glücklich leben zu lassen.« Aber leider ist unsere Lebensweise so unordentlich, dass wir für nichts anderes Zeit haben. Unsere Unordnung frisst uns auf.

A. W. Anderson: An diesem Punkt werden einige junge Leute vielleicht sagen: »Weg mit dem ganzen alten Kram.« Doch dann erhebt sich augenblicklich das Problem der Verlassenheit.
Krishnamurti: Das ist Leben. Sie können nicht einen Teil ablehnen und den anderen Teil akzeptieren. Leben bedeutet all das: Freiheit, Ordnung, Unordnung, Kommunikation, Beziehung, Verantwortung – das alles ist Leben. Wenn wir nicht verstehen, wenn wir sagen: »Damit will ich nichts zu tun haben«, dann leben wir nicht, dann sterben wir. Welchen Platz hat Wissen in der Erneuerung des Menschen? Unser Wissen sagt: »Du musst von anderen getrennt sein, du bist ein Amerikaner, ich bin ein Hindu.« Das wissen wir. Unser Wissen sagt: »Wir müssen uns auf unseren Nachbarn verlassen, er ist kundig, er ist angesehen, Gesellschaft bedeutet Ansehen, Gesellschaft bedeutet Moral.« Also akzeptieren Sie das. Das Wissen hat also all diese Faktoren hervorgebracht. Und plötzlich fragen Sie mich: »Welchen Platz hat das, welchen Platz hat Tradition? Welchen Platz hat das in Jahrtausenden angesammelte Wissen?« Das angesammelte Wissen in der Naturwissenschaft und in der Mathematik ist wesentlich. Aber welchen Platz nimmt Wissen ein, das ich durch Erfahrung angesammelt habe, durch menschliches Streben von Generation zu Generation? Welchen Platz hat es in der Umwandlung von Angst? Keinen, überhaupt keinen!

Wissen wird zu Unwissenheit, wenn wir wirklich zu verstehen versuchen »was ist«. Was ist, das ist diese Angst, diese Unordnung, diese Unverantwortlichkeit. Um das zu verstehen, benötigen Sie kein Wissen. Alles, was Sie tun müssen, ist: Zu schauen. Schauen Sie sich an, außen und innen, dann sehen Sie deutlich, dass Wissen absolut überflüssig ist. Es hat keinen Wert in der Umwandlung oder Erneuerung des Menschen, weil Freiheit nicht aus Wissen geboren ist. Freiheit ist, wenn all die Bürden nicht sind. Nach Freiheit müssen Sie nicht suchen. Sie kommt, wenn das andere nicht ist.

https://www.jkrishnamurti.de/ALn06-1.1014.0.html

https://www.youtube.com/watch?v=TvNIRAEjOdM&list=PLP4fPvTnzYK5XbigK8vlmgz-ajE1Qtpe8&index=6

Donnerstag, 20. Juni 2019

Eckhart Tolle - Durch die Augen von Krishnamurti + Washington (1985)

Eckhart Tolle - Durch die Augen von Krishnamurti

 Das Notizbuch – Krishnamurti’s Notebook
1961–1962: Tagebuchaufzeichnungen von Krishnamurti während seiner Vorträge und Reisen durch drei Kontinente. Die Neuauflage von 2009 enthält 32 zusätzliche Seiten, die im Jahre 2000 entdeckt wurden.

Selbstgespräche – Das letzte Tagebuch
Krishnamurti to Himself – His Last Journal.
1983-1984: Fortsetzung seines Tagebuches in Form von 26 Diktaten auf Tonband vom 25. Februar 1983 bis 30. März 1984.

https://www.jkrishnamurti.de/Schriften.78.0.html

Jiddu Krishnamurti - Washington (1985)
Part 1 https://www.youtube.com/watch?v=P0-lnVBwybY

Jiddu Krishnamurti - Washington (1985)
Part 2 https://www.youtube.com/watch?v=Zcwh84Zx7ro 

Krishnamurti im Gespräch mit Professor Allan W. Anderson || 1974 || Anders leben

Anders leben – A Wholly Different Way of Living
Krishnamurti im Gespräch mit Professor Allan W. Anderson

Die Gespräche mit dem Religionswissenschaftler Allan W. Anderson fanden vom 18. bis 28. Februar 1974 an der San Diego State University statt. Sie wurden von einem privaten Fernsehsender aufgezeichnet und später auch gesendet.

Die 18 Gespräche der Originalausgabe wurden in der deutschen Ausgabe teilweise gekürzt. Die beiden letzten Kapitel 15 und 16 der deutschen Übersetzung entsprechen den Kapiteln 15 und 16 sowie 17 und 18 der englischen Ausgabe.


die Gespräche in Schrift
https://www.jkrishnamurti.de/AndersLeben-ALn.989.0.html

die Gespräche || Videoaufzeichnung

https://www.youtube.com/playlist?list=PLP4fPvTnzYK5XbigK8vlmgz-ajE1Qtpe8

«Mein einziges Interesse besteht darin, den Menschen absolut und unbedingt frei zu machen»
~Jidduji Krishnamurti

Dienstag, 18. Juni 2019

Jiddu Krishnamurti ♥ Die wahre Revolution - 4. Meditation

Ich BIN das Bild und das Bild IST ich.

10:42 Wenn es einem klar wird, dass der Beobachter der Erzeuger der Bilder ist,
dann durchläuft der ganze Prozess des Denkens eine gewaltige Veränderung.
Und somit ist das Bild das Bekannte.

Ist es möglich, 
den Verfall des Gehirn zu beenden, auch des Verstandes, der ganzen Einheit? 
Ist es möglich,
den Verstand vom Bekannten zu befreien? Von all den Bildern?

...kann der Verstand sich jemals erneuern?

14:12 Wir müssen uns mit der Frage der Meditation befassen.
Ich meine, dass wir sie etwas erläutern.
Die Menschen hoffen dadurch etwas, dass über die alltägliche Existenz hinausgeht, zu finden.
Zwang ~ Zwang ~ Zwang
Om Jidduji <3
"Innerhalb der Bildrahmen kann man nur andere Bilder träumen. Du musst aus dem Rahmen raus!" m.p.
16:00 Drogen wie LSD

17:57 Wirf alles zum Fenster hinaus ☺
Schmeiß es ins Feuer, denn je mehr man EINE Disziplin übt, trainiert, desto abgestumpfter und mechanischer wird der Verstand. 

https://www.youtube.com/watch?v=yeV_kYEzUyQ&list=PL1n30s-LKus4wKy6tSVR4LjHIGrwkWC1u&index=4

"Ich würde sagen, dass es eines unserer größten Probleme im Leben ist, zu wissen
das unser Verstand abbaut, nachlässt, wenn man älter wird, oder sogar abbaut, wenn man noch relativ jung ist - ein Spezialist auf eines bestimmten Fachgebietes zu sein,
und vollkommen unbewusst dem komplexen Gebilde des Lebens zu begegnen - es muss ein großes Problem sein, herauszufinden, ob es überhaupt möglich ist, diesen Verfall anzuhalten, so dass der Verstand immer lebhaft ist, jung, rein, furchtlos, bewusst.
Dieser Sache würde ich heute gern nachgehen ☺
Für mich, Jiddu, ist Meditation ist die Befreiung des Verstand vom Bekannten.

Es stellt sich die Frage: 
Ist es möglich, 
den Verfall des Gehirn zu beenden, auch des Verstandes, der ganzen Einheit? 

Ob es möglich ist, die Figur, den Körper, außerordentlich lebhaft, energetisch und wachsam zu halten.
DAS scheint mir ein großes Problem zu sein... ☺
und daher auch eine große Herausforderung, dies herauszufinden.

Meditation - dieses Wort wird derart missbraucht! (genau wie Yoga)
Es gibt so viele Methoden der Meditation.

...kann der Verstand sich jemals erneuern?

07:29 Wenn man sich all dem bewusst ist, wer ist sich all dem bewusst?
Ist das Bild und der Erzeuger Eins?
Wenn man das nicht versteht, können wir nicht weitergehen...!
Ich BIN das Bild und das Bild IST ich.

Montag, 17. Juni 2019

xov dirty minds

 
[Vorchor]
Meet me outside, yeah, this room is fake
Treffen Sie mich draußen, ja, dieser Raum ist falsch

We can catch a good vibe, it's all for takes
Wir können eine gute Stimmung einfangen, es ist alles für Takes
I know it feels like 2000 and 8
Ich weiß, es fühlt sich an wie 2000 und 8

Some things never change, we can’t stay the same
Manche Dinge ändern sich nie, wir können nicht gleich bleiben

Meet me outside when the moment comes
Triff mich draußen, wenn der Moment kommt

Bring your two friends, we can all get along
Bringen Sie Ihre beiden Freunde mit, wir können alle miteinander auskommen

Tiny, tiny dancer ménage à trois (Dreiecksbeziehung)
Kleine, kleine Tänzerin ménage à trois

Be yourself, yeah, [?]
Sei du selbst, ja, [?]


[Chor]
Dirty minds, let me show you all my secrets
Schmutzige Gedanken, lass mich dir alle meine Geheimnisse zeigen

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst

Don't be so, so shy
Sei nicht so schüchtern

Let me show you all my secrets
Lass mich dir alle meine Geheimnisse zeigen

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst

Just keep them
Behalte sie einfach

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst

Let me show you all my, all my
Lass mich dir alles zeigen, alles


[Verse]
Stay for the night if you down to go up
Bleib für die Nacht, wenn du runter gehst

Stay for the voulez-vous coucher avec moi
Bleiben Sie für die Voulez-Vous-Coucher mit Moi

Stay for the smoke, the bullet and the wound
Bleib für den Rauch, die Kugel und die Wunde

Maybe I'm high, let’s have a good time
Vielleicht bin ich high, lass uns eine gute Zeit haben

Just lean back and enjoy the ride
Lehnen Sie sich einfach zurück und genießen Sie die Fahrt

Safety's off, I'm about to get wild
Die Sicherheit ist weg, ich werde gleich wild


[Vorchor]
Tiny, tiny dancer avec moi
Kleine, kleine Tänzerin mit Moi

Be yourself, yeah, [?]
Sei du selbst, ja, [?]


[Chorus]
Dirty minds, let me show you all my secrets
Schmutzige Gedanken, lass mich dir alle meine Geheimnisse zeigen

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst

Don't be so, so shy
Sei nicht so schüchtern

Let me show you all my secrets
Lass mich dir alle meine Geheimnisse zeigen

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst


[Refrain]
Don't, don't be shy, yeah
Sei nicht schüchtern, ja

Don't be [?], oh
Sei nicht [?], Oh

Don't be so, so shy
Sei nicht so schüchtern

I won’t bother you, oh
Ich werde dich nicht stören, oh

Don’t be so, so shy
Sei nicht so schüchtern

Don't be so shy
Sei nicht so schüchtern


[Chorus]
Dirty minds, let me show you all my secrets
Schmutzige Gedanken, lass mich dir alle meine Geheimnisse zeigen

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst

Don’t be so, so shy
Sei nicht so schüchtern

Let me show you all my secrets
Lass mich dir alle meine Geheimnisse zeigen

Dirty minds, just promise me you can keep them
Versprich mir nur, dass du sie behalten kannst

Sonntag, 16. Juni 2019

Gangaji: Der Ruf nach Hause || 2007

Teil 1
Die Weisheit ich selbst zu sein als Widerspiegelung der Totalität, das unbegrenzte und all umfassende Ich im begrenzten Körper; das Unsichtbare, aber Beständige, das Ich-bin, jenseits von Gut oder Schlecht; die bei vielen Menschen angehaltene
natürliche Entwicklung in der Pubertät, einhergehend mit einem Empfinden von Macht und im Recht zu sein; die Einladung erwachsen zu sein und andere Meinungen zu tolerieren, das Geschenk der Selbsterforschung als Öffnung und Entdeckung, die Gnade und Reife in diesem Moment, keine Formel und Definition für das Erwachen, das alles einschließende Ich, Bodhisattva in Verkleidung, der Ruf aus der Tiefe nach Hause
https://www.youtube.com/watch?v=NqUutMLuy_c&t=168s


Teil 2
Die Aufmerksamkeit direkt der Sehnsucht ohne Objekt zuwenden, das Hineinfallen in den Ruf nach Hause, Hoffnung als Verzögerung, die Lüge der Zukunft, in der nichts ausschließenden Segenslinie mit dem spirituellen Vater Papaji und dessen spiri
tuellen Vater Ramana; Ramana als das, was im Herzen aller Wesen ist; die Neigung des menschlichen Geistes zu Rezepten und Formeln als Versuch zu kontrollieren, in der Suche nach einem Partner die Erforschung des Gefühles der Unvollständigkeit, die unbeschreibbare Wahrheit des Selbst, Offenheit sogar für Selbsthass ohne jede Dramatik, die großartige Entdeckung im Kern, aufwachen und warten und schauen, der essenzielle Augenblick in der Begegnung mit Papaji außerhalb allem Verstehbaren, das Ende der Konditionierungen und der Hoffnung auf Kontrolle und Sicherheit, die nicht endende Erkenntnis
https://www.youtube.com/watch?v=EdImJH4OJN4


Teil 3
Die nicht in Worte zu fassende allgegenwärtige und allumfassende Totalität der Quelle des Seins, das rücksichtslose Versteckspiel des Selbst mit sich selbst, der Glaube an das Getrenntsein als Wurzel des Leidens, das reflexive Bewusstsein des
Menschen als Fähigkeit das Untrennbare zu entdecken, das Erkennen der Glückseligkeit des Seins im anderen, Lernen im Leiden ohne unser Zuhause im Hier zu vergessen, der Weckruf im Spiel, hilfreiches Lesen als Einladung zur Selbsterforschung, das Mysterium des Berührtseins, jenseits aller Technik, der Ruf nach Hause als wahrer Meister, bei Entscheidungen ein Ja oder ein Nein, der Wunsch nach Frieden und nach dem Ende von Leiden, Erfüllung jenseits aller Wünsche
https://www.youtube.com/watch?v=LXr3fVZMN-w


Teil 4
Einfach ins Erwachen fallen, die natürliche Verteilung von äußerem und innerem Reichtum in den unterschiedlichen Lebensumständen, die Stille jenseits aller Umstände, Erwachtheit und Bewusstsein überall, keine Diagnose über Erleuchtung oder Ni
cht-Erleuchtung, das Ich-bin ohne Bezugspunkt von Erwacht oder Nicht-Erwacht, eine Überfließenheit von Liebe, das Selbst seiner selbst gewahr als Liebe
https://www.youtube.com/watch?v=9W26cfB6T9g
 
 


Samstag, 15. Juni 2019

Aus dem Erstlingswerk von Jed McKenna „Verflixte Erleuchtung“ Als Schmetterling unter Raupen

S.151 ~ Passt auf!
Ich verrate Euch alles, was Ihr tun müsst, um erleuchtet zu werden:
Setz Dich hin, halte den Mund, und frage Dich, was tatsächlich wahr ist. Frage Dich so lange, bis Du ES s(ICH)_ER bIST.
Das ist alles. Das ist die ganze Kunst. Das ist der gesamte Weg, die Methode, Schule, Rahmen zur Erleuchtung.
Mit anderen Worten: Ihr müsst über die Klippe springen.
(Bei der Suche nach dem Gral geht’s um die Suche, nicht um den Gral... (Falsch! Verdreh dies!)
Nicht vor dem Abgrund stehen bleiben und übers springen nachdenken.(!)
Kein Buch übers Springen lesen. Nicht die Kunst und die Wissenschaft des Springens studieren. Keine Selbsthilfegruppe für Springer gründen. Keine Gedichte übers Springen schreiben. Nicht jemanden in den Hintern kriechen, der bereits gesprungen ist.
Nein. Einfach springen.

..Alle fahren sie auf Ihre Gurus ab, und alle werden Sie von Tag zu Tag spiritueller, aber keiner wacht auf.
S.149...er könne aufwachen und zugleich weiterschlafen.
So sieht es heute mit dem spirituellem Schrifttum aus, ja mit der ganzen heutigen Spiritualität, und das eigentlich nur, weil das Ego einfach alles tut, um zu überleben.
Ich will damit nicht sagen, sämtliche spirituelle Führer seien unerleuchtet, doch führt er keinen einzige seiner Schüler zur Erleuchtung, weil man ganz einfach zur Erleuchtung nicht geführt werden kann. Sie lässt sich nicht lehren.
Daher das unvermeidliche Resultat :) Alle fahren sie auf Ihre Gurus ab, und alle werden Sie von Tag zu Tag spiritueller, aber keiner wacht auf.

Wer sich von der Selbsterforschung locken lässt, weil sie so schön einfach und nicht umständlich ist, versinkt in einem Morast von Lehrern und Lehren, Gurus und Gefasel, Ego und Täuschung, aus dem er sich vermutlich so schnell nicht zu befreien vermag.

S.150 Fünf Worte: Frage Dich „Wer bin ich?“! Fünf Worte, die alle weiteren Worte, einschließlich deren Ramana Maharshis, überflüssig machen. Fünf Worte die keiner Erklärung bedürfen, keiner weiteren Ausführung, keine Interpretation. Fünf Worte, die Selbstvertrauen und Selbstbestimmung ermöglichen. Doch eine spirituelle Lehre, deren gesamter Wortlaut in eine Streichholzschachtel passt, ist nun mal nicht jedermann*fraus Sache. Welcher Mechanismus ist es, der etwas so Einfaches wie Selbsterforschung bis zur Unendlichkeit verstümmelt und aufbläht?
Das Ego. Einzig und allein das Ego.
Das ist der #Grundkonflikt einer jeden spirituellen Suche: Das Ego sehnt sich nach Erleuchtung, doch die Erleuchtung vermag das Ego nicht zu erlangen. Das Selbst kann kein Nicht-Selbst erlangen.
Deshalb muss jeder, der meint, er müsse aus der Erleuchtung ein Geschäft machen, sie erst einmal auf leicht verdauliche Proportionen zurechtstutzen – und etwas daraus machen, was vom Ego sehr wohl erlangt werden kann. #Erleuchtung_light – weniger Kalorien, mehr Geschmack.
Der Grundkonflikt lässt sich nur lösen, wenn man die Gleichung ins Ungleichgewicht bringt. Das ist Betrug, klar, aber jede/R fühlt sich wohl damit. Erleuchtung wird neu definiert. Das Ego kann die edle Suche fortführen und eine blühende_spirituelle_Industrie kann weiterblühen. Klar, den heiligen Gral wird auf diese Weise niemand zu Gesicht bekommen, doch wer den Grundkonflikt durchschaut hat, wird feststellen, dass ihn im Grunde auch niemand zu Gesicht bekommen wollte. Bei der Suche nach dem Gral geht’s um die Suche, nicht um den Gral...

S.148Jeder, der vorhat, Erleuchtung für die breite Masse neu zu verpacken, muss bei seinen Kunden zunächst einmal die Illusion erzeugen, die Erleuchtung sei in greifbarer Nähe zu haben. Es mag ja der Wahrheit entsprechen, dass man für die Wahrheit alles hingeben muss, aber die Wahrheit ist nicht gut für das das Portemonnaie. Bei der kommerziellen Variante kostest die Wahrheit nur so viel, dass du sie dir problemlos leisten kannst.

Natürlich stammen die Verleger von Büchern und Zeitschriften nicht aus der Erleuchtungsszene. Ihr Job ist es, Bücher und Zeitschriften zu verkaufen, nicht etwa die Wahrheit, und sie wissen, dass der Suchende gern dafür bezahlt, dass man ihm – dem gesunden Menschenverstand zum Trotz – versichert, er könne aufwachen und zugleich weiterschlafen.

Aus dem Erstlingswerk von Jed McKenna
„Verflixte Erleuchtung“
Als Schmetterling unter Raupen S.148-151

Gangaji & Eli Jaxon-Bear in Heidelberg 2012 || Es ist möglich dich selbst zu erkennen.


Heidelberg

Berlin

Jiddu Krishnamurti ♥ Die wahre Revolution - 5. Was ist Liebe?


Bei einer Frage geht es nicht darum, eine Antwort zu finden, sondern zu entdecken.

19:00 diese Dinge verlangen eine viel höhere Achtsamkeit,
eine viel vorsichtigere Betrachtung.
Und man ist nicht ...
man hat nicht die notwendige Energie, die Geduld und das Interesse,
denn es bringt keinen Gewinn, es bringt Ihnen keinen Profit,
finanziell oder auf eine andere Art. 

25:07 Durch das Leiden werden wir -
Sie wissen schon, in den Himmel kommen.
Ich denke, dass der leidende Geist ein dummer Geist ist.
Denn er beendet es nicht.

25:41 Was macht der Geist, wenn er nicht still ist?

Meistens ist unser Geist nicht still, oder?
Ständig erregt, aktiv, über etwas nachdenkend,
oder im Selbstgespräch und in Vorstellungen vertieft,
er ist andauernd beschäftigt, richtig? 
26:17 Und vielleicht liegt es in der Natur des Geistes, niemals still zu sein.
Und warum sind wir so ruhelos, vor allem in der modernen Welt?
Meine Neigung, mein Verlangen nach einem bestimmten Vergnügen
ist noch nicht erfüllt worden,
und ich suche andauernd nach etwas,
das mir großes Vergnügen bringen wird,
aber ich weiß, es existiert nicht. 
 
K: ... der Verstand wird erwartungsvoll, erwartend,
und daher unklar, unbestimmt und unfähig zur Entdeckung.
Und, wenn man Fragen stellt, muss man auch herausfinden, warum man diese stellt. 
 
Ich denke, dass man alles hinterfragen sollte, aber es ist sehr wichtig,
warum man diese Fragen stellt, was der Hintergedanke ist, was der Zustand des Verstandes ist, der diese Fragen stellt.  

Wenn er auf eine Antwort wartet, wer wird dann diese Antwort geben?
Und ein Verstand, der auf eine Antwort wartet, ist kein aktiver Verstand. Er wartet und erwartet lediglich. 
 
Fragen haben einen katalytischen Effekt.  
wir müssen auch herausfinden, was Liebe ist, oder nicht?
Wie findet man dies heraus?
Nicht intellektuell, nicht mit Argumenten, nicht indem man unterteilt, sagt, sie sei göttlich, körperlich und so weiter, Sie wissen schon.
 
Ist Liebe Vergnügen, Verlangen?  

Wird es der bewusste Verstand herausfinden?
Der bewusste Geist, geschult, gebildet,
der Geist, der so viele Erfahrungen, Erinnerungen hat,
voll ist von gespeichertem Groll und Hass. 
...das bedeutet auch, dass alle Ängste beiseite gelegt werden müssen.  
 
Glaube ist eine Form der Hoffnung,
und da ich leide, hoffe ich,
und ich erfinde einen Glauben, eine Art Sicherheit,
einen Gedanken, der sagt,
es gibt etwas Dauerhaftes,
und ich glaube daran.
Und es ist klar, dass dieser Glaube
nicht nur jede Beobachtung beeinflusst,
jede Wahrnehmung,
sondern auch vollkommene
Untätigkeit verhindert.

Verstehen Sie? 
 
09:09 Ich erkläre es lieber etwas genauer.
 
Ich muss nicht nur von jedem Glauben
und daher von jeder Angst frei sein,
mein Geist muss so scharf sein, so feinfühlig,
die Feinfühligkeit, die durch richtige Ernährung und ...
Verhalten und physischer Gesundheit und so weiter entsteht. 
 
Sie müssen verstehen, dass wir Verlangen nicht unterdrücken wollen.
Die Mönche in der ganzen Welt haben das versucht,
weil eine religiöse Autorität gesagt hat, 
 
Also
haben spirituelle Menschen, - was auch immer damit gemeint ist
versucht, das Verlangen entweder zu unterdrücken oder zu eliminieren,
zu läutern, indem sie sich mit einem größeren Verlangen identifizieren. 
 
Was ist falsch am Verlangen?
Ich sehe etwas Schönes, Angenehmes, Bemerkenswertes.
Durch das Anschauen entsteht eine Empfindung, und daraus entsteht Verlangen. 
 
13:15 Alle unsere Vorstellungen, Werte und Verlangen
basieren auf der Suche nach Annehmlichkeit und Vergnügen.
 
Und ist es nun möglich, dass sich das Denken nicht einmischt?
Ich sehe etwas Wunderschönes
und da ist eine unmittelbare Wahrnehmung
und das Verlangen das Objekt zu berühren, festzuhalten,
es zu haben, es zu besitzen.
Dann kommt das Denken hinzu.
Ist es möglich, etwas außergewöhnlich Schönes anzuschauen:
einen Mann, eine Frau, ein Kind, einen Baum,
ein Haus, ein Gemälde, egal was es ist,
und diese Sache ohne Gedanken zu beobachten?
Wenn das Denken sich einmischt,
ergibt sich daraus eine vollkommen andere Handlung,
als wenn sich das Denken nicht mit Verlangen einmischt.
Verstehen Sie?
 
Wenn sich das Denken in das Verlangen einmischt,
was dann zu Vergnügen führt,
dann hat die Handlung eine ganz andere Bedeutung.
 
15:41 wir fragen, ob diese Liebe
etwas ist, das eine andere Energie hat als der Hass.
 
21:03 Was ist die Natur des Leidens? 
21:27 Im Leiden findet man ein hohes Maß an Selbstmitleid.
Und ich möchte vor dem Leiden weglaufen,
denn ich weiß nicht, wie ich es beenden kann.
21:42 Ich habe ein ganzes Netz an Fluchtmöglichkeiten.
Nun, kann ich die Flucht beenden?
...das ist sehr schwierig, denn
die Flucht ist so raffiniert. 
22:03 Ich kann flüchten, indem ich das Radio einschalte,
indem ich mich einer Zeitschrift widme,
und so weiter, aber die Sache bleibt,
aber ich möchte nicht mit ihr in Berührung kommen
- es ist zu schmerzhaft, zu überwältigend, also schiebe ich es zur Seite.
22:23 Kann ich also die Flucht beenden und mir die Sache einfach nur ansehen,
mit ihr leben, sie kennenlernen?
Sie nicht unterdrücken, nicht kontrollieren, nicht läutern,
nicht zu diesen dummen Dingen greifen,
sondern sie kennenlernen, mit ihr leben, in sie eintauchen.
23:19 Das Leiden ist offenbar etwas Alltägliches.
24:20 Wir wollen also für uns selbst herausfinden,
ob es möglich ist,
das Leiden zu beenden,
und darin sind Selbstmitleid und Einsamkeit enthalten.
 
https://www.youtube.com/watch?v=4fjABnpwF-Y&list=PL1n30s-LKus4wKy6tSVR4LjHIGrwkWC1u&index=5