Jiddu Krishnamurti

Jiddu Krishnamurti
Wir werden sehen wie wichtig es ist die radikale Revolution in den Köpfen der Menschen zu verursachen. Die Krise ist eine Krise des Bewusstseins. Ein Krise, die nicht mehr die alten Normen akzeptieren kann, die alten Muster, die uralten Traditionen. Wenn man in Betracht zieht, was die Welt jetzt ist, mit all dem Elend, den Konflikten, der zerstörerischen Brutalität, Aggressionen usw. Der Mensch ist immer noch wie er war. Er ist immer noch brutal, zerstörerisch, aggressiv, habgierig, wetteifernd. Er hat eine Gesellschaft darauf aufgebaut.

KOSMISCHE BOTSCHAFT an die Menschheit

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Samstag, 15. April 2017

Bhagavad Gita ~ Kapitel 17 || Die verschiedenen Arten des Glaubens

Arjuna sagte: O KŠrishna, in welcher Lage befindet sich
jemand, der die Prinzipien der Schriften nicht befolgt,
sondern nach eigenen Vorstellungen Verehrung
ausführt? Befindet er sich in Tugend, Leidenschaft oder
Unwissenheit?

Der Höchste Herr sprach: Den Erscheinungsweisen der
Natur gemäß, die von der verkörperten Seele
angenommen werden, kann ihr Glaube von dreierlei Art
sein — von Tugend, Leidenschaft oder Unwissenheit.
Höre jetzt darüber.

Je nach dem Leben, das man unter dem Einfluß der
verschiedenen Erscheinungsweisen der Natur führt,
entwickelt man eine bestimmte Art von Glauben. Man
sagt, das Lebewesen habe je nach den
Erscheinungsweisen, die es angenommen habe, einen
bestimmten Glauben.

Menschen in der Erscheinungsweise der Tugend
verehren die Halbgötter; diejenigen, die sich in der
Erscheinungsweise der Leidenschaft befinden, verehren
die Dämonen, und diejenigen, die in Unwissenheit sind,
verehren Geister und Gespenster.

Diejenigen, die sich aus Stolz, Geltungsbedürfnis, Lust
und Anhaftung strenge, nicht in den Schriften
empfohlene Entbehrungen und Bußen auferlegen, die
von Leidenschaft getrieben werden und sowohl ihre
Körperorgane als auch die Überseele in ihrem Innern
quälen, sind als Dämonen anzusehen.

Selbst Nahrung — die jeder zu sich nehmen muß — ist
von dreierlei Art, je nach den drei Erscheinungsweisen
der materiellen Natur. Das gleiche gilt für Opfer,
Entbehrungen und Mildtätigkeit. Höre, und Ich werde
die Unterschiede erklären.

Nahrungsmittel in der Erscheinungsweise der Tugend
verlängern die Lebensdauer, reinigen das Dasein und
geben Kraft, Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.
Solch nahrhafte Speisen sind süß, saftig, fetthaltig und
wohlschmeckend. Nahrungsmittel, die zu bitter, zu
sauer, zu salzig, zu scharf, zu trocken und zu heiß sind,
werden von Menschen geschätzt, die sich in der
Erscheinungsweise der Leidenschaft befinden. Solche
Nahrung verursacht Schmerz, Leid und Krankheit.
Nahrungsmittel, die länger als drei Stunden vor dem
Essen gekocht wurden, die ohne Geschmack, abgestanden,
faul, verwest und unsauber sind, werden von
Menschen bevorzugt, die sich in der Erscheinungsweise
der Unwissenheit befinden.

Das Opfer, das pflichtgemäß und nach den Regeln der
Schriften dargebracht wird und bei dem man keine
Belohnung erwartet, befindet sich in der
Erscheinungsweise der Tugend.

Doch jenes Opfer, das für einen materiellen Zweck oder
Nutzen oder prahlerisch, aus Stolz, dargebracht wird,
ist von leidenschaftlicher Natur, o Oberhaupt der
Bharatas.

Und jenes Opfer, das entgegen den Anweisungen der
Schriften dargebracht wird, bei dem keine spirituellen
Speisen verteilt und keine Hymnen gechantet werden,
den Priestern kein Entgelt gegeben und das ohne Glauben
ausgeführt wird — ein solches Opfer befindet sich
in der Erscheiaungsweise der Unwissenheit.

Die Enthaltung des Körpers besteht in der Verehrung
des Höchsten Herrn, der brahmanas, des spirituellen
Meisters und Höherstehender wie Vater und Mutter.
Sauberkeit, Einfachheit, sexuelle Enthaltsamkeit und
Gewaltlosigkeit sind ebenfalls Enthaltungen des
Körpers.

Enthaltung in der Rede bedeutet, wahrheitsgemäß und
zum Wohl anderer zu sprechen und Gerede zu
vermeiden, das andere verletzt. Auch sollte man
regelmäßig die Veden vortragen.

Und heitere Gemütsruhe, Einfachheit, Ernsthaftigkeit,
Selbstbeherrschung und Reinheit der Gedanken sind
Enthaltungen des Geistes.

Diese dreifache Enthaltung, die sich Menschen
auferlegen, die nicht das Ziel haben, sich selbst materiell
zu nützen, sondern den Höchsten zu erfreuen, befindet
sich in der Erscheinungsweise der Tugend.

Die prahlerischen Bußen und Enthaltungen, die man
sich auferlegt, um Achtung, Ehre und Verehrung zu
gewinnen, befinden sich in der Erscheinungsweise der
Leidenschaft. Sie sind weder beständig noch von Dauer.

Und solche Bußen und Enthaltungen, die auf törichte
Weise durchgeführt werden, indem man sich aus
Starrsinn selbst quält, oder um andere zu zerstören
oder zu verletzen, befinden sich in der
Erscheinungsweise der Unwissenheit.

Jene Gabe, die man aus Pflichtgefühl, zur rechten Zeit
und am rechten Ort einem würdigen Menschen gibt,
ohne etwas dafür zu erwarten, gilt als Wohltätigkeit in
der Erscheinungsweise der Tugend.

Doch wenn man nur wohltätig ist, weil man sich einen
Nutzen davon verspricht oder weil man sich
fruchttragende Ergebnisse wünscht, oder wenn man nur
mit Widerwillen spendet, so befindet sich diese
Wohltätigkeit in der Erscheinungsweise der
Leidenschaft.

Und Spenden, die an einem ungeeigneten Ort, zu einer
ungünstigen Zeit und unwürdigen Menschen ohne
Achtung und mit Geringschätzung gegeben werden,
gelten als Wohltätigkeit in der Erscheinungsweise der
Unwissenheit.

Seit dem Beginn der Schöpfung wurden die drei Silben
— om tat sat— verwendet, um auf die Höchste Absolute
Wahrheit [Brahman] hinzuweisen. Sie wurden von
brahmaŠas ausgesprochen, um den Höchsten
zufriedenzustellen, während sie vedische Hymnen
chanteten und Opfer darbrachten.

Um daher den Höchsten zu erreichen, bringen die
Transzendentalisten Opfer dar, sind wohltätig und
nehmen Bußen auf sich, indem sie immer mit om
beginnen.

Man sollte Opfer darbringen, sich Bußen auferlegen
und wohltätig sein, indem man dabei das Wort tat
spricht. Der Zweck solch transzendentaler Tätigkeiten
besteht darin, von der materiellen Verstrickung frei zu
werden.

O Sohn Prthas, die Absolute Wahrheit ist das Ziel des
hingebungsvollen Opfers, und Sie wird durch das Wort
sat angedeutet. Diese Werke des Opfers, der Buße und
der Wohltätigkeit, die von absoluter Natur sind, sind
zur Freude der Höchsten Person bestimmt.

Doch Opfer, Enthaltungen und Wohltätigkeiten, die
ohne Glauben an den Höchsten ausgeführt werden, sind
nicht von Dauer, o Sohn Prthas, welche Rituale auch
immer vollzogen werden. Man bezeichnet sie als asat,
und sie bringen weder in diesem noch im nächsten
Leben einen Nutzen.

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